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Dann betreten die übrigen Musiker die Bühne, und plötzlich ist es wild. Musik explodiert und bahnt sich ihren Weg bis in die letzte Ecke des Raumes. Das Telekom-Forum schwitzt und bebt. Man spürt es mehr, als dass man es hört: Das ist Goran Bregovic und sein Wedding and Funeral Orchestra.
"I hope you like my concert", sagt Bregovic, genannt Brega, nach dem ersten Stück. Es ist Rhetorik, denn er weiß: Man kann sich seiner Musik nicht entziehen. Weder Zuhörer noch Kritiker. Er weiß, er spielt immer vor ausverkauften Sälen und Stadien, selbst Parks füllt er. Er weiß, wie gut er ist. Und das zu Recht.
Er sagte einmal, Musik sei wie eine Sprache, die alle Schranken überwindet, wenn man sie beherrscht. Brega spricht sie fließend. Eigentlich gleicht seine Art zu spielen eher einer Verführung. Sie reißt mit, ergreift Besitz und fordert, aber immer mit einem charmanten Lächeln im Gesicht. Wie Bregovic selbst, der ganz Charmeur ist. Er beherrscht die Bühne, wie das Spiel mit dem Publikum, das ihm erliegt. Kein Mund, der nicht lächelt, kein Fuß, der stillsteht, kein Kopf, der nicht zum Takt wippt.
Bei Hits wie "Maki, Maki","Ciribiribela" oder "Zamisli" brennt die Luft. Das junge Publikum auf den Stehplätzen tanzt und tobt. 7/8- und 11/8-Takte peitschen immer weiter vorwärts. Fast ist das Wedding and Funeral Orchestra wie ein Zirkus der musikalischen Kuriositäten. Seine Wucht ist ohrenbetäubend. Es macht einfach Spaß.
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Am Ende verabschiedet sich das Orchester Mann für Mann. Bregovic, wieder allein mit seiner Gitarre, spielt die letzten Noten. Man möchte fast weinen…
Nach dem Konzert bleibt Erschöpfung. Es war wild, es war verschwitzt, es war laut. Die Erwartungen wurden erfüllt. Bleibt noch die Frage, was Bregovic mit dem Beethovenfest zu tun hat. So wie Beethoven zu seiner Zeit, ist Bregovic einer der Größten in seiner. Selbst schuld, wer das verpasst hat.


















