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Sizilien, die größte Insel des Mittelmeeres, war schon immer ein attraktives Ziel: jahrtausendelang von Eroberern aus aller Welt, heute von Touristen. Die Ausstellung hat sich zum Ziel gesetzt die kulturelle Vielfalt Siziliens von der Altsteinzeit (Paläolithikum 12.-9. Jahrtausend v. Chr.) bis zur Landung Giuseppe Garibaldis im Jahre 1860 zu präsentieren. Die Ausstellung ist chronologisch nach den unterschiedlichen „Besatzern“ geordnet, angefangen bei der ersten Okkupation durch die Griechen. Weitere Stationen sind die Fremdherrschaften der Punier, Römer, Byzantiner, Araber, Normannen, Hohenstaufern, Spaniern, Habsburgern und Bourbonen.. Wenn man sich diese Zeitleiste anschaut wird einem schnell bewusst, dass Meilenstiefel bei den Besuchern unerlässlich sind. Jedoch nur für die Bewältigung der Zeitstrecke, denn für diese Ausstellung wurden gerade mal 360 Werke aus Sizilien nach Bonn transportiert, die allerdings exemplarisch für die verschiedenen Zeiten stehen. Die meisten Werke haben noch niemals zuvor Sizilien verlassen. Die prominentesten Stücken sind der „Jüngling von Agrigent“ (um 480 v. Chr.), ein Wandfeld der Casa delle Maschere in Solunt, Bilder von Antonello da Messina, Pietro Novelli und Caravaggio und Statuen von Antonello Gagini. Bei den meisten der ausgestellten Gegenstände handelt es sich um Objekte, die in einem religiösen Zusammenhang stehen, beispielsweise Weihungen, Sarkophage oder auch liturgische Geräte. Diese werden durch Münzen, zwei Landkarten, einige Porträts, Ladenschilder und sogar Marionettenpuppen ergänzt, wodurch die Vielfalt der Kunst und Kultur dieser Region besonders zum Ausdruck kommt. Es handelt sich um eine recht kleine Ausstellung im Verhältnis zur demonstrierten Zeitspanne, doch wird der Besucher durch eine Vielzahl von informativen Wandtexten sicher durch die Epochen geleitet. Problematisch ist nur, dass man als Nicht-ArchäologeIn oder –KunsthistorikerIn bei einigen Erläuterungstafeln seine Schwierigkeiten haben wird. Fachbegriffe werden leider oft durch weitere Fachbegriffen definiert, wobei jedoch beispielsweise bei den architektonischen Baustücken eine kleine Zeichnung besser helfen könnte. Zusätzlich ist es sehr schade, dass die Tafeln zwar alle auch in englischer Sprache vorhanden sind, jedoch nicht in Italienisch. Doch wurden die Italienischen Besucher nicht völlig vergessen, und so kann man den Katalog auf Italienisch erwerben, oder auch an einer italienischen Führung teilnehmen. Abgerundet wird die Ausstellung durch ein vielfältiges Rahmenprogramm, bestehend aus Workshops, Filmvorführungen, Themenführungen, Vorträgen und einer Fotoausstellung mit dem Titel „Sizilianische Landschaften“. Öffnungszeiten: Dienstag & Mittwoch 10-21 Uhr, Donnerstag – Sonntag 10-19 Uhr Öffentliche Turnusführungen: Di & Mi 13.30 & 17.30; Do & Fr 13.30; Fr, Sa & So 13.30 & 16.30 Eintritt: 7,50 € ; Ermäßigt: 5,- € ; Katalog: 29,- € Weitere Informationen: www.bundeskunsthalle.de
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