Wasser pltschert leise, ansonsten ist es still. Der Rundweg fhrt durch einen Ausstellungsraum. Dieser ist dunkel gehalten, denn an eine Wand werden Bilder von Grten projiziert. Genauer genommen Bilder von Persischen Grten, die seit 2011 zum UNESCO Welterbe gehren. Anschlieend fhrt der Weg durch eine Tr nach drauen. Nun ist auch klar, woher das Gerusch des Wassers kommt. Dem Besucher erffnet sich eine rechteckige Flche. Inmitten dieser befindet sich ein langes, flaches Wasserbecken mit Fontnen, umrahmt von ppiger Bepflanzung. Zitronenbume, Rosen, Zypressen, Jasmin, Granatapfelbume und mehr laden zum Entdecken ein. Es gibt sogar einen Erdbeerbaum. Der Besucher braucht Zeit, um dieses Paradies in sich aufzunehmen. Doch genau dafr gibt es die in die Wand eingelassenen Nischenpltze und die Loggia. Letzter ldt mit Teppichen und Kissen zum gemtlichen Verweilen ein. Perfekter Blick auf die Gartenanlage inklusive.

berraschend abwechslungsreiches Land
Dieses kleine Paradies befindet sich allerdings nicht in einem weit entfernten Land. Es ist direkt hier in Bonn, vor der Bundeskunsthalle. Die Anlage stellt einen Archetypus der Persischen Grten dar und bildet somit die perfekte Ergnzung zu der aktuellen Ausstellung in der Bundeskunsthalle: Iran Frhe Kulturen zwischen Wasser und Wste. Diese entfhrt den Besucher in das siebte Jahrhundert vor Christus. Dort beginnend wird die Entwicklung der iranischen Kultur bis hinein in das erste Jahrtausend nach Christus gezeigt. Von Gefen ber Schmuck bis hin zu Grabbeigaben gibt es einiges zu sehen, was den frhen Iran charakterisiert. Besonders eindrucksvoll sind die Darstellung der landschaftlichen Gegenstze und die Mglichkeiten, die diese Region den Menschen bot. Denn zwischen heien Wstenlandschaften, rauen Gebirgsketten und dem Kaspischen Meer finden sich auch blhende Oasen. Eine Region voller Gegenstze und tausenden von Mglichkeiten.

Neue Erkenntnisse ber den Iran
Fllt aktuell der Begriff Iran, sind meistens negative Schlagzeilen mit ihm verbunden. ber die Kultur und die Geschichte dieses Landes ist den Menschen wenig bekannt. Die Iranausstellung bietet deshalb eine tolle Mglichkeit, sich mit diesem Land einmal nher auseinanderzusetzen. Wie ist es entstanden? Wie haben die Menschen dort frher gelebt? Diese Fragen werden durch einen Besuch der Bundeskunsthalle beantwortet. Das eigentliche Juwel ist jedoch der Persische Garten auf dem Museumsplatz. Eintauchen in eine andere Welt, beim Pltschern des Wassers entspannen oder auf der Suche nach exotischen Pflanzen entlang der Beete flanieren der Garten hat einiges zu bieten. Die Kombination von Garten und Ausstellung bietet sich an, dabei sollte allerdings auf das Wetter geachtet werden: Bei Regen gehts in die Ausstellung, der Garten sollte bei Sonnenschein genossen werden. Beides zusammen ist noch bis zum 20. August mglich, der Garten ist sogar noch bis zum 15. Oktober geffnet.

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