"Die Kunst fordert die Technik heraus, und die Technik inspiriert die Kunst." (J. Lasseter)

Im Jahre 1986 erschien erstmalig ein 2 mintiger Animationsfilm ber eine kleine Lampe namens Luxo Jr. Ein einfacher
Gebrauchsgegenstand wurde zum Leben erweckt und feiert nun als Pixars Maskottchen seinen Auftritt am Anfang eines jeden Films. Als kleiner verspielter Tollpatsch entzckt es Jung und Alt und revolutionierte die Mglichkeiten der Animation. Es ist jedoch zu beachten, dass die Animation alleine nicht gengt, um den Zuschauer zu begeistern. Das Zusammenspiel aus einer bewegenden oder ansprechenden Begebenheit, einem interessanten Charakter und einer detailgetreuen Umsetzung ziehen das Publikum in ihren Bann.. Dabei steht die Idee und die Kreativitt deutlich im Vordergrund.

"Computer allein bringen ebenso wenig eine Computeranimation hervor, wie ein Zeichenstift einen Zeichentrickfilm hervorbringt. Es ist der Knstler, der die Computeranimation erschafft", so J. Lasseter ber die Arbeit mit den Animationsfiguren.


"World Character Story"

Diese drei wesentlichen Elemente charakterisieren Pixars Spielfilme, wenn es nach John Lasseter geht. Fr den kreativen Kopf von Pixar sind die fantasievoll gestalteten Welten, die handelnden Figuren und deren Geschichten zentral. Sei es der Wettstreit zwischen dem Cowboy Woody und dem Space-Ranger Buzz-Lightyear um die Zuneigung Andys; die abenteuerliche Reise Nemos oder die Geschichte der eigenwilligen Bogenschtzin Merida in dem neusten Werk Pixars - All diese Filme haben eins gemeinsam: sie ziehen den Zuschauer in eine andere Welt. Eine Welt, entsprungen aus der Fantasie, die trotzdem glaubwrdig sein soll.


Die groen Highlights der Ausstellung


Mhsame Kleinarbeit steckt hinter jeder animierten Szene. Das "Zoetrop", eine eigens fr die Ausstellung entwickelte Installation, greift hierbei auf die Prinzipien der Animation zurck und fhrt es den Besuchern vor Augen. Vor der Erfindung des Films war dies eine beliebte Form der Familienunterhaltung. Es handelt sich dabei um eine Konstruktion in der Form eines Zylinders, welche in schneller Abfolge mehrere Einzelbilder zeigt hnlich wie ein Daumenkino. In der Ausstellung sieht der Betrachter Figuren aus den Filmen Toy Story und Toy Story 2 in verschiedenen Bewegungen. Diese Illusion von realen Bewegungen stellt einen erstaunlichen Blickfang dar, welchem man gebannt zuschauen kann.

Ein echtes Erlebnis ist auch der zweite Hhepunkt der Ausstellung. Das "Artscape" verblfft mit eigens fr die Ausstellung entwickelten Szenen aus den verschiedenen Pixar Filmen. Gezeigt wird ein in HD-Qualitt zusammengestellter Film auf einer breiten Leinwand, untersttzt durch ein Dolby Surround System und Ambient Light. Ein beeindruckendes Werk, in dem Luxo Jr. natrlich nicht fehlen darf.


Zurck in die Vergangenheit

Die Ausstellung bietet einen Blick hinter die Kulissen des Animationsfilms: Das Making of von Filmen wie "Das groe Krabbeln", "Die Monster AG", "Cars", "Die Unglaublichen" und vielen mehr knnen in der Bundeskunsthalle bewundert werden. Sie stillt den Wissensdurst vieler Besucher und berrascht mit detaillierten Einzelheiten. Lohnenswert ist der Besuch dieser Ausstellung nicht nur aufgrund seiner Bandbreite von Hintergrundinformationen. Vielmehr werden Erinnerungen aus der eigenen Kindheit zu neuem Leben erweckt. Und was knnte schon schner sein, als das Gefhl vollkommener Unbefangenheit, Glckseligkeit und unbegrenzter Fantasie, anstelle von Alltagsstress und Sorgen?

Ausstellungsdauer: Bis zum 6. Januar 2013.
ffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch 10 bis 21 Uhr; Donnerstag bis Sonntag 10 bis 19 Uhr.
Eintritt: 9 Euro regulr / 6 Euro ermigt / 15 Euro Familienkarte
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bundeskunsthalle.

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