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Alle fünf Jahre präsentieren Paläontologen und Altertumswissenschaftler der Archäologischen Landesämter in Münster, Bonn und Köln unter der Federführung des Ministeriums für Bauen und Verkehr die jüngsten Fundstücke der Bodendenkmalpflege in Nordrhein-Westfalen. Unter dem Titel "Fundgeschichten" zeigt die Landesausstellung im Römisch-Germanischen Museum Exponate aus Vor- und Frühgeschichte, Neuzeit und Moderne. Rettungsgrabungen und Notbergungen in Dörfern, Städten, Kirchen oder Klöstern ermöglichen dem Besucher einen Einblick in das unterirdische Archiv des Landes. Millionen Jahre alte Pflanzen- und Tierfossilien, Steinzeitkunst, römische Grabbeigaben sowie Relikte des Weltkrieges sind nur einige der außergewöhnlichen Fundstücke. Hervorzuheben sind Highlights, wie der mit 395 Millionen Jahren weltweit wohl älteste Baumfarn, 190 Millionen Jahre alte Fossilien eines Schwimmsauriers aus Nieheim oder der Elefantenfriedhof aus dem Haarstrang bei Dortmund. Aber auch Zeitzeugen vergangener Alltagskultur und Lebenswelt, wie Geräte und Waffen früher Werkzeugmacher aus der Bronzezeit, Gräber mit Grabbeigaben aus römischen Friedhöfen sowie alliierte und deutsche Flugzeugwracks aus dem zweiten Weltkrieg ermöglichen einen äußerst gelungenen Querschnitt durch diverse Zeitepochen. Selbst die moderne Technik hat ihren Einzug in die Ausstellung gefunden: 3D-Installationen stellen die Baugeschichte des Kölner Doms und die Entwicklung des Zisterzienserklosters Heisterbach im Siebengebirge graphisch dar. Weiterhin lässt sich anhand der Arbeitsergebnisse der Werkstätten und Labore verfolgen, wie auch scheinbar undefinierbare Funde äußerst spannendste Geschichten erzählen. Der Besucher erhält hier nicht nur ein Einblick in die Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen, sondern auch in die der Methoden der modernen Archäologie. Die Ausstellung wird durch ein umfangreiches Programm von Führungen, Vorträgen und Exkursionen begleitet. So erzählen beispielsweise jeden Donnerstag Paläontologen und Archäologen ihre "Fundgeschichten" aus erster Hand. Zur Ausstellung erscheint außerdem ein Begleitbuch über die jüngsten Forschungsergebnisse der nordrhein-westfälischen Bodendenkmalpflege: Fundgeschichten – Archäologie in Nordrhein-Westfalen: Begleitbuch zur Landesausstellung NRW 2010 (29,90 Euro). "Fundgeschichten" kann noch bis zum 14. November 2010 im Römisch-Germanischen Museum besucht werden, danach gastiert die Ausstellung im Westfälischen Landesmuseum in Herne. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 17 Uhr Jeden ersten Donnerstag im Monat 10 -22 Uhr Preis: 8 Euro / 5 Euro (ermäßigt) Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage.
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