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Was passiert mit einer Band, die eine neue attraktive Sängerin engagiert? Besteht die Band aus Freunden und einem Pärchen, ist das Chaos vorprogrammiert. Die Story Die Love Cats sind wieder zurück. Und das erfolgreicher als je zuvor. Ihre Konzerte werden umjubelt und es winkt ein TV-Vertrag für die Abendshow von Harald Raab. Und da passiert es: plötzlich verschwindet Sängerin Marion während eine Konzerts spurlos. Doch es wird nicht lang gejammert, sondern eine neue Sängerin gesucht. Jana (Elisabeth Ebner) wird das neue siebte Mitglied der Band, die sich auf Rock- und Pop-Klassiker aus den Jahren 1960 bis heute spezialisiert hat. Als junge attraktive Sängerin verdreht sie erst mal den männlichen Bandmitgliedern den Kopf. Sänger Alex (Leon van Leeuwenberg) ist hin und weg und wird von seiner Freundin Aylin (Nicole Rößler) beim Flirten ertappt. So findet er sich mit seinem Koffer ziemlich schnell in der Band-Garage wieder. Dort taucht auch bald Chris (Stephan Schill) auf, er flüchtet gerade vor der Polizei. Und damit es richtig kuschlig wird, sind die Jungs schließlich zu dritt. Ollie (Martin Pasching) sucht sein sexuelles Ich und hat es zumindest bei seiner Ehefrau nicht gefunden, weswegen auch er mit einer Iso-Matte bewaffnet die Garage stürmt. Hier hat die Erfolgsstory der Love Cats einst begonnen. Wird sie auch hier enden? Die Kritik Die Love Cats haben musikalisch einiges drauf. Nicht nur, dass alle vorgetragenen Stücke, von "I got you Babe" (Cher) bis "Jump" (van Halen) ganz speziell interpretiert werden. Sie werden auch sehr geschickt in die laufende Handlung integriert. So wird die Szene, in der Aylin Alex beim Flirten mit Jana erwischt von der "Oops I Did It Again" singenden Elisabeth Ebener beendet. Fast schon lasziver als Ms. Spears selbst hockt sie dabei mit überschlagenen Beinen auf dem dafür vorgesehenen Stuhl und lässt mit ihrer gewaltigen Stimme den Boden beben. Neben stimmlichen Talent begeistert Frau Ebner auch mit einem ausgeprägt schauspielerischen. Sie spielt neben ihrer Rolle als Jana noch zwei Nebenrollen, jeweils als Bewerberin um den Posten der neuen Sängerin. Vor allem in der Rolle des durchgeknallten Hippiemädchens geht sie dabei sehr blumenhaft auf. Aber auch die Herren der Schöpfung brauchen sich, was ihr schauspielerisches Können anbelangt, nicht zu verstecken. Leon van Leeuwenberg schafft es mit seinem Charisma, dem Frontmann Alex ein etwas unbeholfenes und sympathisches Selbst einzuhauchen. Aylin, die ihn regelmäßig auf den Boden der Baby-, nein: Tatsachen zurückholt, wird von Nicole Rößler sehr engagiert als gradlinige Powerfrau gespielt. Martin Pasching gelingt die Darstellung einer unterdrückten sexuellen Bestrebung deswegen gut, weil er seinem Olli erst nach dessen Coming out ein wirklich zufriedenes Gesicht verleiht. Auch Stephan Schill geht in seiner Rolle als ausgefuchster und Macho-Allüren pflegender Gitarrist auf. Fazit Ein rundum gelungenes Comedy-Musical, das man nicht verpassen sollte. Sowohl Liebhaber der Musik aus den letzten 40 Jahren als auch Schauspiel-Fans kommen auf ihre Kosten. Die Raum- und "Menschennutzung" im Contra-Kreis Theater lässt nichts zu wünschen übrig: Es werden alle freien Flächen und die Zuschauer mit einbezogen. Die danken es der Crew und klatschen fleißig bei jedem (!) Lied mit.
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