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 "Ihr dummen Menschen"
Bühne: Premiere von "Zimmer Nummer Sechs" im Freien Werkstatt Theater in Köln Als Nikita, die Wärterin des Krankenhauses, den Raum betritt, bereut wohl jeder in der ersten Reihe die Wahl seines Sitzplatzes. Niemand kann ihrem abgrundtief hasserfüllten Blick standhalten. Die ersten Gäste ziehen sich verlegen wieder ihre Wintermäntel an. Diese Kälte!
Ein etwas anderes Krankenhaus
Obwohl die Bühne nur schwach beleuchtet ist, lassen sich die Umrisse eines Krankenhaus-Zimmers erkennen. Frei nach der Novelle „Krankenzimmer Nummer Sech mehr...
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 Der Cäsar der Hühner
Bühne: Das Neue Ensemble Bonn zeigt Dürrenmatts Romulus der Große – eine gelungene Premiere Die Großmacht Rom steht vor dem Abgrund. Die Germanen sind nur wenige Stunden von Rom entfernt und bereit, das riesige Imperium zu übernehmen. Alles wartet auf die Worte und Anweisungen des römischen Kaisers. Dieser frühstückt derweil gemütlich mit der Familie und widmet sich seiner großen Leidenschaft: Der Hühnerzucht. Nicht die anrückenden Germanen stören ihn, nein, dass seine Hühner namens Cäsar, Flavius und Augustus keine Eier legen, erschüttert das Gemüt des Kaisers.
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 Theater im Zeitraffer statt Wiederholung in Zeitlupe
Bühne: Die Nachwuchs- Regisseure Nina de la Parra und Tim Hebborn stellen ihre Zwischendiplomarbeiten im Freien Werkstatt Theater vor Eine Chance für den Nachwuchs: Im Rahmen des Projekts „Junge Regie“ öffnete das Freie Werkstatt Theater Köln erstmalig seine Türen für zwei Regiestudenten der Folkwang Universität der Künste in Essen. Die Inszenierung dauerten jeweils eine dreiviertel Stunde, unterbrochen von einer viertelstündigen Pause. Die Verantwortlichen sprachen deswegen von einem Abend, der sich wie ein Fußballspiel gestaltete.
Lauffaule erste Halbzeit
Nina de la Parra inszenierte Nina de la Parra Kleists „P mehr...
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 Vom Grünen Hügel zur blauen Kuppel
Bühne: Premiere von Wagners „Parsifal“ am 29. März in der Oper Köln Vom Grünen Hügel verlagert sich das Abenteuer um den heiligen Gral nun in die Oper am Dom. Für die germanistischen Mediävisten unter uns, die Parzival als mittelalterlichen Versepos Wolframs von Eschenbach kennen, verkürzt und verfremdet Richard Wagners Adaptation die Geschichte natürlich. Wagner änderte selber den titelgebenden Namen seiner Vorlage durch die Kombination der Worte „Parsi“ und mehr...
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 Shakespeare im Wilden Westen. Geht das?
Bühne: Die Bonn University Shakespeare Company (BUSC) hat am 16.01.2013 bei der Premiere von "Measure for Measure" in der Brotfabrik Bonn bewiesen, dass die Prärie der richtige Ort für Shakespeares Helden ist Schon beim Einlass in der Theatersaal wurde der Zuschauer in Stimmung gebracht: Ein Poncho tragender, Gitarre spielender Mann sorgte überzeugend für eine "Wild-West" Atmosphäre.
Eintritt in eine andere Ära
Als endlich alle Plätze besetzt, Mobiltelefone ausgeschaltet und Jacken verstaut waren, betrat der Sheriff (Hendrik Wevers) von Vienna Gulch die Bühne und eröffnete das Spektakel, indem er seine Dienstmarke an den jüngeren Deputy Angelo mehr...
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 Rechtlos in der Entwurzelung – Schrecken des Krieges
Bühne: Karin Beier inszeniert „Die Troerinnen“ von Euripides am Kölner Schauspiel Die Welle bricht herein und begräbt ein ganzes Volk unter sich. Im Nachbeben kämpfen überlebende, zurückgebliebene Frauen um ihre Würde, ihre Selbstachtung. Doch was bleibt, wenn ihnen die Heimat, ihre Familien und Lebensentwürfe genommen sind? Der zehnjährige Krieg um Troja hinterlässt Opfer. Der langjährige Kampf konfrontiert sie mit Fragen an ihre Götter. Was sind die eigentlichen Ursachen und wer sind die Täter in diesem Krieg? Wirre Anklagen weichen einer sch mehr...
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 Sprache ist zum Sprichen, äh Sprechen da
Bühne: Thomas Franke gibt in Yzur will nicht! dem Affen Zucker – und Zange Nach Ladenschluss werden aus den Regalen der Buchhandlung Böttger Etagenbetten. Eng aneinandergedrängt erholen sich die Bücher von den blätternden Berührungen der Kunden. Doch an diesem Abend gibt es keine Ruhe: Urwaldgeräusche bringen die Seiten zum Schwingen. Wenn ihre papierenen Geschichten lebendig werden können, dann jetzt.
Es rumpelt vor der Tür. Einem späten Besucher wird Einlass gewährt. Daraufhin beginnt er seine Geschichte zu erzählen. Seine Geschichte, die eigentlich die vo mehr...
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 "Wenigstens hat mein Leben einen echt tollen Soundtrack"
Bühne:"Die Frau, die gegen Türen rannte" von Roderick Doyle öffnet in der Pathologie in Bonn bittere Abgründe. Dunkel beginnt der Abend, leise und auch etwas einsam. Nur wenige Zuschauer haben bei Schnee und Kälte ihren Weg in die Pathologie in Bonn gefunden. Zunächst ist unklar, ob die Aufführung überhaupt stattfinden wird. Umso mehr weiß das Publikum es zu schätzen, als sich die Türen für die wenigen Gäste letztlich doch öffnen. Der Raum, in den sie geführt werden, ist vollkommen schwarz. Mit einem bangen Gefühl begeben die Zuschauer sich auf ihre Plätze und bevor sie sich versehen, geht auch schon d mehr...
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 Krieg der Geschlechter auf unterirdischem Niveau
Bühne: Uraufführung von Sibylle Bergs „Die Damen warten“ in der Halle Beuel Da suhlen sich vier Mittfünfzigerinnen in Sticheleien, Klischees und zuletzt im eigenen Erbrochenen. Am Anfang war da doch nur eine Einladung zu einem Wellness-Center anlässlich des Weltfrauentages, der die gestandenen Damen nachkamen. Diese Einrichtung entpuppt sich nach und nach als von der Außenwelt völlig isoliert, in der Frauen tun und lassen können was sie wollen. Sie haben hier aber auch keine Chance, in der Welt und in ihrem Leben wirklich etwas zu veränder mehr...
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 Zwei Mal Hitler, ein Mal Goebbels: ein Mordsspaß
Bühne: „Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ von Theresia Walser wird im Theater im Bauturm in Köln aufgeführt. 75 Minuten Schauspiel, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Nazis sind aktuell, ob in Jena oder auf den Titelseiten des Spiegel. Über einen von Hitlers Helfern, Rommel, existiert sogar ein Fernsehspiel im öffentlich rechtlichen Fernsehen. Das Stück hält sich jedoch nicht mit den kleinen Fischen auf, sondern wagt sich direkt an die großen. "Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ handelt von drei Schauspielern, die sich auf eine Podiumsdiskussion vorbereiten. Es kommt zu einer hitzigen Diskussion über das Theater und was es heute sein muss. Ist es möglich Hitler mehr...
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 "Die Erfahrung ist eine Frucht vom Baum des Irrtums"
Bühne: Am 19.11. zeigte der Comedian Dave Davis als "Motombo Umbokko" dem Publikum im Bonner Pantheon, wie viel Talent, Authentizität und Ideenreichtum in ihm stecken. Vielleicht erwartet man nicht besonders viel, wenn ein schwarzer Toilettenmann aus Afrika in stilvollem weißen Kittel auf die Bühne kommt. Doch schon nach den ersten Sekunden wird man eines besseren belehrt: Davis Programm "Live und in Farbe" ist überraschend anders und abwechslungsreicher als manch andere Comedy-Show. Der Comedian interagiert mit dem Publikum und gibt schon zu Beginn Kostproben seiner Spontanität und beeindruckenden Improvisationskunst.
Individuelle Comedy zum Mitmachen mehr...
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 Ein alljährliches Weihnachtswunder
Bühne: Die Premiere "A Christmas Carol" von Charles Dickens in den Kammerspielen Bonn Bad Godesberg Ebenezer Scrooge, bekannt als verbitterter alter Geizkragen, verbannt jegliche Freude und Liebe aus seinem Herzen und macht seinen Mitmenschen das Leben schwer. Gewinn und bedingungslose Strebsamkeit stilisiert er zum höchsten Gut des Daseins. Nicht einmal Weihnachten, bekannt als Fest der Liebe, kann ihn zum Lächeln bringen, denn dies sei bloßer Humbug. Doch sein toter Geschäftspartner Marley setzt Scrooges Skrupellosigkeit am Heiligabend ein Ende. Als Geist kehrt dieser für kurze Zeit a mehr...
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 Triebgesteuertes Frettchen zwischen Zahlenspielen und sicheren Lachern
Bühne: "Sei lieb zu meiner Frau" von René Heinersdorff im Contra-Kreis-Theater Beim Schlussapplaus laufen die Schauspieler Hugo Egon Balder und René Heinersdorff mit ausgebreiteten Armen aufeinander zu, doch aneinander vorbei und ihren Bühnenpartnerinnen in die Arme. Stimmt das Timing, stimmt die Komik, gilt aber bereits zuvor: Denn René Heinersdorffs Inszenierung von "Sei lieb zu meiner Frau" im Contra-Kreis-Theater zeigt wie lustig Zahlenspiele sein können. Spürt das Stück doch mathematisch präzise der Frage nach, die die einfache Grundkonstellation aufwirft: In wie viel mehr...
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 Teuflischer Wahnsinn
Bühne: "Der Teufel" nach Fjodor M. Dostojewski, inszeniert vom "Fringe Ensemble" unter der Leitung von Frank Heuel, in der Brotfabrik Beuel Was ist Wirklichkeit? Die Frage nach dem Realitätsanspruch der eigenen Wahrnehmung, beschäftigt die Theoretiker vieler Wissenschaftsdisziplinen seit Äonen von Jahren. Ist das, was man sieht, denkt, fühlt wirklich real? - Genau mit dieser Frage setzt sich das Stück "Der Teufel" auseinander und lässt den Zuschauer seine eigenen Realitätsvorstellungen hinterfragen.
Die Ruhe vor dem Sturm
Auf der Bühne stehen ein Sofa und ein Sessel aus den 70ern, in einer Ecke hängt ein alter Röhrenf mehr...
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 "Du dusselige Kuh"
Bühne: Die Fernsehserie „Ein Herz und eine Seele“ auf der Bühne im Kleinen Theater Bad Godesberg "Ein Herz und eine Seele" - ein Urgestein der deutschen TV-Geschichte. Die Serie erzählt von der spießbürgerlichen Familie Tetzlaff: Vater Alfred, Mutter Else, Tochter Rita und Schwiegersohn Michael, der Sozi aus der "Ostzone". Gelebt hat die Serie von ihren charismatischen Darstellern. Insbesondere von Heinz Schubert und Diether Krebs, die als "Ekel Alfred" und sein Schwiegersohn Michael berühmt wurden. Im Kleinen Theater in Bad Godesberg feierte die Bühnenversion am 2. November Premiere. Doch mehr...
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 "Sie knabberten alles an"
Bühne: "Die Ratten" von Gerhart Hauptmann in der Expo 1 Chaos in der Kaserne: Ein sarkastischer Theaterdirektor, der halb Schauspiellehrer, halb Fremdgeher ist, dessen Tochter eine Affäre mit dem nichtsnutzigen Theologiestudenten Erich Spitta (der Schauspieler werden möchte) hat und eine Frau John, die aus Einsamkeit (ihr Mann reist beruflich viel) das Kind von Pauline Piperkarcka gewieft an sich reißt – und das alles auf dem Dachboden einer Kaserne. Soweit zur Handlung, doch Karin Henkels Inszenierung startete noch vie mehr...
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 Gott hat den Anfang vergessen und läutet das Ende ein
Bühne: Suse Wächter lässt in „Der Abend aller Tage“ am Kölner Schauspiel zum Weltuntergang die Puppen tanzen Wie reagieren Menschen angesichts eines bevorstehenden Weltuntergangs? Und vielleicht die interessantere Frage: Wie steht Gott eigentlich dazu? Suse Wächter inszenierte am Kölner Schauspiel eine Komödie, in denen zwei Schauspieler Menschen spielen, Gott-Vater und Jesus aber von Puppen dargestellt werden.
Im Expo XXI hat das Schauspiel Köln neben der Halle Kalk ein weiteres Ausweichquartier gefunden. Diese beiden Spielstätten, wie übrigens auch das Ausweichquartier mehr...
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 'Nur reden will ich Dolche, keine brauchen.'
Bühne: „Hamlet“ in einer Übersetzung von Heiner Müller am Theater Bonn Ermordet von des eigenen Bruders Hand - Der Geist des Vaters springt auf Hamlets Schoß, als er ihn für seine grausame Rache instrumentalisiert. „Nimm Rat von allem, aber spare dein Urteil“ - Auch die Kinder des Polonius bekommen Unterweisungen von ihrem Vater. Bewappnet mit einem fülligen und gewichtigen Körper, maßregelt Polonius das Gefühlsleben und den Umgang seiner Tochter Ophelia. Sie weiß, nach wem sie sich richten soll und von wem sie im Zweifelsfall gerich mehr...
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 Was für ein Affentheater
Bühne: Das Kammerspiel "Die Ängstlichen und die Brutalen" am 26. Oktober im Theater im Ballsaal stemmt sich gegen Theaterkonventionen Das ist nichts für schwache Nerven: Die Brüder Eirik und Berg finden ihren Vater in seinem Sessel tot auf. Zu allem Überfluss hat die Katze ihr Geschäft in dessen Schoß verrichtet und der Vater sich selbst in die Hose gemacht. "Wie willst du da feierlich sein?", fragt Eirik zu Recht. Völlig überfordert mit dieser Ausnahmesituation, entwickelt sich eine seltsam-irrwitzige Komödie.
Kein normales Stück
Schon beim Einlass merkt man schnell, dass hier kein gewöhnliches Theaterstück geze mehr...
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 Im Dunkel der nächtlichen Gedankenbühne
Bühne: Katie Mitchell bringt Friederike Mayröckers „Reise durch die Nacht“ am Kölner Schauspiel zur Uraufführung Ihre Jahresringe möchte sie abtragen und hinter sich lassen. Das nachdenkliche Gesicht der Frau wird bei diesem Ausspruch großformatig auf eine Fläche über die Bühnenebene projiziert. In einem Zugabteil auf der Heimreise von Paris nach Wien Westbahnhof erinnert sich die namenlos bleibende Protagonistin (Julia Wieninger, die anscheinend stets in Katie Mitchells Werkzyklus die Hauptrolle spielt) an ihre Kindheit. Sie teilt sich das Zugabteil während der nächtlichen F mehr...
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 Wonnevolle Triebbefriedigung und ihre grausame Bestrafung
Bühne: „Das Einakter-Triptychon“ von Paul Hindemith im Bonner Opernhaus Sexualität, Gewalt und Macht sind die Konstanten, die Paul Hindemith in drei höchst heterogenen Operneinaktern thematisiert. In dem jeweiligen Stücken seines Triptychons wird die Bestrafung des Sexualtriebs einer Figur mit lustvollen Chören und subtilen musikalischen Leitmotiven in Szene gesetzt. Obszön, frivol und blasphemisch wurde Hindemiths Triptychon genannt, als es bei der Uraufführung 1922 für einen Skandal sorgte. Die Einakter des damals 25-Jährigen liefen mehr...
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 Intrigenintrigenintrigenintrigenintrigenintrigenintrigenintrigenintrigenintrigenintrigenintrigen
Bühne: Mozarts Oper „Die Hochzeit des Figaro“ im Kölner Palladium So mancher Opernbesucher wäre beim Anblick eines gemalten Phallus bei der Uraufführung des Figaros im Jahre 1786 wohl schockiert gewesen. Der pinkfarbene Phallus präsentiert sich zu Beginn der Kölner Inszenierung skizzenhaft auf eine Tafel gezeichnet. Zu einer nackten männlichen Figur gehörend, beugt er sich gefährlich nah hinüber zu einer ebenfalls nackt skizzierten weiblichen Figur. Ein ganzer Reigen an einzeln auftretenden Opernfiguren trippelt in der Ouvertüre mehr...
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 Die Reise ins Ich führt über Körperverletzungen und außerehelichen Sex
Bühne: Premiere des Stücks "Harper Regan" von Simon Stephens in den Bonner Kammerspielen Es ist eine Geschichte der Wandlung, die Patricia Benecke inszeniert hat: Harper (Tatjana Pasztor) lebt in London. Sie ist jenseits der fünfzig, verheiratet und Mutter einer beinah erwachsenen Tochter (Julia Goldberg). Sie hat auch einen gut bezahlten Job. Aber Harper ist nicht wirklich glücklich. Warum?
Stationen auf dem Weg zum Ich
Nun, einerseits hat sie einen Mann (Ralf Drexler) an ihrer Seite, der eine Schwäche für zehnjährige Mädchen zu haben scheint. Er ist ein registrierter mehr...
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 Minimalismus trifft Prosa
Bühne: "Die Verwandlung" von Franz Kafka im Euro Theater Central
"Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt" - Mit diesem ungewöhnlichen ersten Satz beginnt Franz Kafka seine berühmte Erzählung „Die Verwandlung“ von 1912. Die Themen sind aktuell; jeder kann seine eigenen Empfindungen in Gregor wiederfinden.
Entfremdung von der Wirklichkeit
Es geht um die Entfremdung des "Ich" von der äußeren Realität und Alltäglichkeit. Gregor Samsas Familie reagiert u mehr...
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 Stutenbissige Furie in High-Heels scheitert auf Ego-Tripp
Bühne: Männer aufgepasst: Karten für dieses Musical könnt ihr getrost eurer Freundin schenken Hüpfen, singen, schluchzen, springen: Musicals zehren am Nervenkostüm so mancher Männer. Während die meisten fußballbegeisterten Kerle Theater noch ertragen können, ist die musikalische Herz-Schmerz-Variante ein rotes Tuch. Bei Frank Nimsgern‘s Schneewittchen-Vertonung "SnoWhite" (bis April/2013, Bonner Oper) ist das anders. Neben rockigen Tönen gibt es heiße Frauen, klamaukige Zwerge und technische Finessen.
Alte Geschichte in neuem Gewand
Die Story ist altbekannt: Es geht um di mehr...
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 Sklaven der süßen Verführung
Bühne: Premiere von „ZUCKER. Kein Musical“ am 14. September im Theater im Ballsaal Das fringe ensemble eröffnet die neue Spielzeit des Theaters im Ballsaal mit einer ganz besonderen Hommage. Ihre aktuelle Uraufführung widmet sich dem süßen Molekül, welches bereits vor einer Woche Spiegel-Titelthema war. Zucker ist im Leben jedes Einzelnen allgegenwärtig. Das Agrarprodukt versüßt unsere mehr...
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 "I can resist everything except temptation"
Bühne: BUSC-Hauptdarstellerin Judith Ponwitz im Gespräch Man nehme einen Klassiker von Oscar Wilde mit schönen Frauen, untreuen Ehemännern und charmanten Liebhabern. Füge etwas Dramatik, einige Missverständnisse und eine große Portion Leichtigkeit hinzu. Überlässt man das Ganze zwei Stunden jungen motivierten Schauspielern in einer familiären Atmosphäre in einem kleinen Bonner Theater, fehlen nur noch zahlreiche Zuschauer für einen gelungenen Theaterabend.
Seit genau 20 Jahren führt die Bonn University Shakespeare Company (BUSC) englischsprach mehr...
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 Rückkehr zum verlorenen Paradies
Bühne: Premiere von „Der Kirschgarten“ am 1. Juni in den Kammerspielen Das Leben ist ein Traumspiel. Der Zuschauer gewahrt zu Beginn der Inszenierung eine im Bühnenzentrum schlafende Figur. Hinter ihr werden auf einer Leinwand nebelverhangene Bilder von Baumstämmen oder Geäst projiziert. Die Bäume des blühenden Gartens, der Anton Tschechows Theaterstück von 1904 den Titel gibt, erscheinen so als unfassbare Visionen. Zahlreiche braune Koffer säumen statt ihrer die Bühne zu Anfang und gegen Ende der Inszenierung. Eine bunt zusammengewürfelte Gesellschaft befindet sic mehr...
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 Darf man für seine Überzeugung töten?
Bühne: Das Euro Theater Central zeigt „Die Gerechten“ von Albert Camus Eine Gruppe russischer Terroristen, getrieben von Hass, Rachegelüsten und Liebe zum Kollektiv. Gemeinsam spionieren sie den Großfürsten Sergej aus. Sie verfolgen ihn Wochen lang mit dem Ziel, ihn mit Hilfe einer selbst entworfenen Bombe zu ermorden. Sie wollen der Tyrannei ein Ende setzen, um das Morden an Unschuldigen zu rächen. Doch wie weit darf ein Mensch gehen? Mit welcher Rechtfertigung darf man Gleiches mit Gleichem vergelten und ist dies durch die Liebe zum Mitmenschen legitimierbar?
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 Lesung mit Spezialeffekten
Bühne: "Die Ringe des Saturn" in der Halle Kalk "Die Ringe des Saturn" von W. G. Sebald ist eine Erzählung über eine Reise, die in der Halle Kalk in Köln aufgeführt wurde.
Worum geht es in dem Buch?
>Jemand reist durch die englische Grafschaft Suffolk und protokolliert diese Reise mit viel Liebe zum Detail aus der Erinnerung heraus. Eine klare und präzise Sprache lassen sie vor dem geistigen Auge zum Leben erwecken.
Wie dramatisiert man einen solchen Reisebericht? Es gibt ja nicht mal Dialoge.
>Katie Mitc mehr...
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 Achtung: Gefälle
Bühne: "Robo A Gogo" in der Halle Kalk Egal, ob man ein Buch liest, einen Film schaut oder ins Theater geht: es gibt immer viel Raum für Interpretationen und Analysen. In erster Linie geht es aber doch darum, ob man sich gut unterhalten gefühlt hat und ob die Kunst eine Botschaft vermittelt, die einen vielleicht zum Nachdenken bringt. Hat einen die Kunst gefesselt ?
Damit man gefesselt werden kann ist in der Regel eine Spannungskurve von Nöten. Es braucht etwas, das einen in der Geschichte hält. Im Optimalfall kann man kaum erwart mehr...
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 Zögling, 16, sucht: sich selbst
Bühne: Premiere von „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ am 16. Mai im „Freien Werkstatt Theater“ in Köln Wer kennt ihn nicht? Der Roman „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“ von Robert Musil gehört zur deutschen Standardliteratur. Etliche Schüler und Schülerinnen musste sich in den Oberstufen mit dem kurzen Werk auseinander setzten und stellten erschreckende Parallelen zu ihrem eigenen Dasein als angehender Erwachsener fest. Ein heikles Thema an dem sich Komponist Henrik Albrecht und Regisseur Andreas Durban in ihrer Inszenierung des Stückes im „Freien Werkstatt Theater Köln“ nun versuchten.
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 Getanzte Freude an den fragwürdigen Stärken und den sympathischen Schwächen des Menschseins
Bühne: Pina Bauschs „Ten Chi“ am 27. Mai im Wuppertaler Opernhaus Empfehlenswert. Aufregend und schön. Reich an unerwarteten Eindrücken. Habe für drei Stunden meine Sorgen vergessen können.
Schon die Musik ist den Besuch der Inszenierung wert. Mit musikalischem Spürsinn haben Matthias Burkert und Andreas Eisenschneider Kleinode der Klangkunst und einige sehr ungewöhnliche Stücke ausgewählt und zusammengestellt, die in eine schöne Wechselwirkung mit dem sehr einfachen aber suggestiven Bühnenbild treten. Die Beleuchtung verdient ebenfalls der besonderen Erwähnu mehr...
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 Überlebenskämpfe auf dem Arbeitsmarkt
Bühne: Gerhart Hauptmanns „Die Weber“ am Theater Bonn Missstände in der Gesellschaft – darauf aufmerksam zu machen war wohl das Ziel der Regisseurin, Simona Furlani, die mit der Aufführung des in den 1890er Jahren entstandenen Stücks „Die Weber“ von Hauptmann die Geschichte eines Aufstandes erzählt.
Zu Beginn stehen die Weber auf der Bühne und klagen ihr Leid und ihre Not. Schuld sind die zu niedrigen Löhne, die ihnen der Fabrikbesitzer Dreißiger für ihre Heimarbeit zahlt. Dreißigers Angestellter Pfeifer, der ebenfalls einst ein Weber war, sucht j mehr...
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 Von frechen Frauen und eifersüchtigen Ehemännern
Bühne: „Die lustigen Weiber von Windsor“ in der Bonner Oper „Ein Weibchen fängt es einmal Feuer, bleibt es nicht auf halbem Wege steh'n“. Ein derartiges Feuer erhofft sich Sir John Falstaff bei gleich zwei Frauen zu entfachen. Dumm nur für ihn, dass er dabei kein Feuer der Liebe, sondern eher ein Feuer der Rache schürt.
Basierend auf Shakespeares gleichnamiger Komödie schrieb Salomon Hermann Mosenthal 1849 die deutsche komisch-fantastische Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“. Die beschwingte Musik dazu hat Otto Nicolai komponiert. Die Inszenierung a mehr...
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 Eine unterhaltsame Reise durch Paris und das Leben eines Säufers
Bühne: Joseph Roths "Die Legende vom Heiligen Trinker" im Theater im Bauturm 200 Francs. Damit beginnt die Geschichte von Andreas, dem „heiligen“ Trinker.
200 Francs, die er an einem Sonntag seiner Wahl zur Kapelle St. Marie de Batignolles zurückbringen soll. Doch dieses Unterfangen gestaltet sich schwieriger als gedacht.
Der Obdachlose Andreas kommt wie durch ein Wunder zu Geld. Viel Geld.
Doch wie man es von einem Säufer erwartet, vertrinkt er das Geld.
Trotzdem erhält er es immer wieder auf wundersame Weise zurück. Der polnische Einwanderer trifft in seiner Ge mehr...
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 "Wozu sein, wenn nichts wird?"
Bühne: Die Komödie "Gibt's ein Leben über 40?" im Theater am Sachsenring Vom Alter haben wir eher eine verschwommene Vorstellung. Ist es irgendwann da, freut das die Wenigsten. Oli, ein akkurat gekleideter Mann mit Seitenscheitel und Brille, sieht seinem nahenden vierzigsten Geburtstag mit Argwohn entgegen. Noch weniger, als alt zu werden, möchte er diesen Anlass feiern – ein vergeblicher Wunsch dank der euphorischen Freunde des Geburtstagskindes. Die tauchen bald mit reichlich Bier und altersgemäßen Geschenken wie Nasenhaartrimmern und Funktionskleidung bei Oli auf mehr...
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 Wenn der Schuh drückt
Bühne: Premiere von "Corpus Delicti – ein Prozess" im Kölner Orangerie-Theater Blaues Licht, eintönige Musik, Menschen mit blauen Schutzanzügen und Mundmasken – Der Beginn von „Corpus Delicti“ zeigt eine kalte Welt. Es ist das Jahr 2057. An Stelle der Demokratie ist das System „Die Methode“ getreten. Es zwingt jeden Gesund zu leben, um der Gesellschaft nicht zur Last zu fallen. Rauchen verboten, Trinken verboten, Ruhe verboten. Stattdessen herrscht Fitness- und Hygienewahn. Das System drückt wie ein zu kleingewordener Schuh.
Zwischen Systemtreue und Bruderliebe
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 Auf schmalem Grat
Bühne: Ulrich Rasche inszeniert Heinrich von Kleists "Michael Kohlhaas" Wer ins Theater geht, der hat Erwartungen. Meist in dem Sinne, dass er als Zuschauer Schauspielern dabei zusehen will, wie sie ein Stück inszenieren. Dabei sollten diese im besten Fall miteinander interagieren und dem Publikum den Inhalt des Stücks möglichst eindrucksvoll und plastisch näher bringen. Wer mit einer solchen Erwartungshaltung in die Bad Godesberger Kammerspiele geht, um sich „Michael Kohlhaas“ anzuschauen, der muss zwangsläufig enttäuscht werden. Regisseur Ulrich Rasche distanziert mehr...
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 "Die Wahrheit ist ein Komet"
Bühne: Premiere der deutschsprachigen Erstaufführung von „Tief in einem dunklen Wald“ am 16. Mai in der Bonner Werkstatt Die Zuschauer treten in den Theaterraum und befinden sich bereits mittendrin. Mitten in einer Holzhütte irgendwo in Amerika. Eine Frau steht in der Küche, nippt in Gedanken versunken an ihrem Rotweinglas. Während die Musik einer E-Gitarre erklingt und das Publikum noch redet, beginnt sie bereits unruhig Umzugskartons einzupacken. Plötzlich geht das Licht aus, die Gespräche verstummen und alles ist dunkel. Stille. Die Ruhe vor dem Sturm.
„Die Wahrheit schmerzt“
Der Besuch lässt nic mehr...
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 Vier kurzweilige Stunden mit Dostojewskijs "Der Idiot"
Bühne: "Der Idiot" im Schauspiel Köln Der junge Fürst Myschkin verkörpert alle Eigenschaften, die in der früheren russischen Gesellschaft -und wohl auch noch heute - als idiotisch angesehen werden: Er ist bis zur Naivität aufrichtig, vertrauensselig und sieht in anderen nur das Gute. Von seinen Mitmenschen wird er jedoch nur gequält und verachtet.
Nach einem langen Kur-Aufenthalt in der Schweiz, um seine epileptischen Anfälle zu heilen, kehrt er zurück nach Russland. Im Zug nach Petersburg lernt er den Kaufmann Rogoschin kennen, mehr...
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 Brennende Leidenschaft und blutige Vergeltung
Bühne: „Il Trovatore“ im Opernhaus Bonn Rache, Hass, Gewalt und Liebe. So etwa könnte man den höchst verwirrenden Plot von Giuseppe Verdis „Il Trovatore“ zusammenfassen. Verdis Troubadour wurde in Rom 1853 uraufgeführt und gehört bis heute zu den meistgespielten Opern. Kein Wunder also, dass sie auch in dieser Saison auf dem Spielplan des Bonner Theaters steht. Das Libretto basiert auf Antonio García Gutiérrez' Schauspiel von 1836 „El trovador“ und spielt 1409 im spanischen Aragonien.
Eine Oper in acht Bildern
Einst hatte d mehr...
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 „Mitten im Leben, mitten im Wald“
Bühne: Uraufführung von Alexander Riemenschneiders „Mathilde Bäumler – Ein Dschungelstück“ im Theater Bonn „Das Stück zum Film zum Buch“, so lautet der Untertitel zu dem Stück. Das autobiographische Buch handelt von Mathilde Bäumlers Kindheit im Dschungel. Dieses soll nun am Originalort verfilmt werden. Das Filmteam reist zusammen mit Mathilde Bäumler in die Tropen. Soweit das fiktive Gerüst des Stückes.
Es ist konzipiert wie ein „Making-of“, das man oft im Bonusmaterial von Spielfilmen findet. Die Schauspieler äußern sich über ihre Motivationen und Dreherfahrungen, Mathilde Bäumler über ihre Vorst mehr...
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 Angst kommt auf, wenn neue Erkenntnisse anderes denkbar machen
Bühne: Premiere von „Leben des Galilei“ am 16. März in den Kammerspielen Gesellschaftspolitische Macht nimmt stets Einfluss auf die Wissenschaft und unser Weltbild. Viele Entwicklungen können erst gemacht werden, weil sich gesellschaftliche Strukturen verändern und Wissenschaften gesellschaftlich gefördert werden. Der italienische Physiker Galileo Galilei gilt heute als Begründer der modernen Naturwissenschaft. Brecht setzte dem Astrologen mit seinem Theaterstück „Leben des Galilei“ 1939 ein vielzitiertes Denkmal. In dem epischen Stück veranschaulicht Brecht das Zu mehr...
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 Lebensfrust und Chauvinismus light
Bühne: Premiere von „Zombie oder Ich will nie wieder so alt werden.“ am 20. März in der Bonner Werkstatt Das Vorspiel ist beklemmend. Vier Paare tanzen auf der Bühne eng umschlungen, bevor jeweils einer der Partner auf den anderen einschlägt oder -tritt. Partner werden fliegend gewechselt. Sicherheit oder Vertrauen erweisen sich als trügerisch. Einer ist stets das Opfer des Gewaltausbruchs seines Partners.
Die Geschichte, die nun dynamisch auf drei verschiedenen Bühnenebenen dargeboten wird, verlangt dem Zuschauer einige Bereitschaft ab, sich in die komplexe Handlung einfühlen zu wollen. Vulgär u mehr...
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 Die Ehe: Ausbeutung des Mannes
Bühne: Premiere von „Der dressierte Mann“ im Contra-Theater-Kreis Bonn
Das kann doch nicht wahr sein! Bastian will seiner Freundin einen Heiratsantrag machen... Als sie über deinen Kopf hinweg befördert wird. Statt Ehepartner mit fast gleichem Einkommen bringt sie jetzt zehn Mal soviel nach Hause – Ohne Zulagen, und ist auch noch sein CEO! Knatsch ist angesagt, Bastian (brilliant: Stephan Schleberger) ist außer sich! Nicht nur fühlt er sich zurückgesetzt – zugleich fühlt er sich nutzlos.
Vertauschte Rollen: Sie will zur Feier des Tages Sex, und er hat Migräne. mehr...
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 Die ewige Suche
Bühne: "Traumfrau, verzweifelt gesucht" im Theater am Sachsenring Kann man Liebe suchen? Und wenn ja, wo fängt man am Besten damit an? In dem Stück „Traumfrau, verzweifelt gesucht“ wird ein Feldexperiment betrieben. Einsamer Mann sucht Partnerin fürs Leben. Die Ergebnisse sind nicht neu, aber unterhaltend.
Name des Testobjekts: Harald – ein Durchschnittsmensch. Vor anderthalb Jahren ging seine langjährige Beziehung in die Brüche, seitdem versinkt er im Selbstmitleid. Seine gute Freundin Henriette steht ihm in dieser schweren Zeit zur Seite. Auf ihren Rat an mehr...
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 Von den Höhen und Tiefen der Liebe im Alter
Bühne: „Wolke 9“ im Theater im Bauturm Liebe ist unvorhersehbar. Im Theaterstück „Wolke 9“ verliebt sich die naive, lebenshungrige und bereits auf die 70 zugehende Inge in den temperamentvollen, 76-jährigen Naturfreund Karl. Sie unternehmen gemeinsame Radtouren ins Freie, sitzen händchenhaltend am Fluss und verbringen Nachmittage mit leidenschaftlichem Sex.
Dem Zuschauer zeigt sich romantische Liebe im Alter , die sich entwickelt und gelebt wird –wie eine Liebe unter Jüngeren. Dabei scheut das Stück weder davor, die Probleme des mehr...
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 Gefangen in der ersten Welt
Bühne: Wallace Shawns abendfüllender Monolog "Das Fieber" am Euro Theater Central
"Wir können nicht im selben Raum feiern, in dem die Leute gefoltert werden." Sätze wie dieser stammen von einem Mann, der einen Abend lang zwischen rasender Verzweiflung und zerstörerischem Idealismus oszilliert. Knud Fehllauer spielt einen Durchschnittsmenschen aus der oberen Mittelschicht. Getrieben von den Abgründen und Widersprüchen der ersten Welt, als deren Gefangener er sich empfindet, denkt er am Badezimmerboden liegend über sein Leben nach. Diese Gedanken lassen ihn nicht mehr lo mehr...
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 Wenn Köpfe aufhören zu rollen
Bühne: Am 12.12. brachte die Bonner Oper Puccinis „Turandot“ letztmalig zur Aufführung Turandot stürzt reihenweise Verehrer ins Verderben. Die chinesische Prinzessin gibt ihren Heiratskandidaten drei Rätsel auf. Nur so können sie ihre Hand erwerben. Andernfalls verlieren sie ihren Kopf. Die Rätsel der Prinzessin sind komplex. Sie möchte an ihrer Unabhängigkeit festhalten und unverheiratet bleiben. Blut spritzt. Köpfe fallen durch den Schacht des kaiserlichen Schlosses. Sie säumen die Bühne der Bonner Oper.
Ein Mädchen lockt mit ihrer Verweigerung ins Verderben
Das g mehr...
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 Lasst Euch überraschen!
Bühne: Sibylle Bergs Weihnachtsstück wieder in den Kammerspielen Lasst Euch überraschen – denn Weihnachten steht vor der Tür! Auch in den Godesberger Kammerspielen, wo Sibylle Bergs gleichnamiges Erfolgsstück aus dem letzten Jahr mitsamt seinen messerscharfen Charakteren wieder ins Programm genommen wurde. "Was brutzelt da so schön auf dem Teller? Ein Sozialdemokrat – frisch aus dem Keller."
Mit schnappend bissigen Kommentaren treffen zwei Generationen der Bundesrepublik bei der alljährlichen "Zwangsfamilienzusammenführung" aufeinander: auf mehr...
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 Othellos Ehrenmord
Bühne: Premiere von Shakespeares neu übersetzter Tragödie am 16.12. im Kölner Kellertheater Der venezianische General Othello residiert auf Zypern, nachdem er die Türken besiegte. Er und seine Frau Desdemona lieben sich innig. Spürbare Aggression richtet sich zunächst nur nach außen. Gekämpft wird gegen die türkischen Feinde der Republik Venedig. Othello selbst ist afrikanischer Herkunft, also „Mohr“, wie es bei den bisherigen Shakespeare-Übersetzungen heißt, oder „Schoko“, wie es in seiner Übersetzung Feridun Zaimoglu nennt. Zaimoglu, wiederum selbst türkischer Herkunft, übersetzte de mehr...
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 Bekannte Story in neuem Gewand
Bühne: Das Vier-Autoren-Stück Finnland im Theater im Ballsaal Finnland. Eine Familiengeschichte beginnt wie eine Spielshow. Eine Art Glücksrad, mit den acht Namen der Charaktere; zwei werden ausgewählt, leuchten hell auf. Einer der acht Schauspieler steht auf, und stellt seine Frage: „Warum hat mein Vater mich zurückgewiesen?“ Die Spielshow gleicht einer Therapie. Es ist der Start der Suche nach der Antwort. Einer der Schauspieler erklärt sich bereit, die Rolle des Vaters zu übernehmen. So wird diese Familiengeschichte aufgerollt.
Dieses S mehr...
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 Anti-Aging mit Folgen
Bühne: Premiere von Das Bildnis des Dorian Gray in der Pathologie "Das Leben war zu kurz, dass man die Fehler eines Anderen auf seine Schultern laden konnte. Jeder lebte sein eigenes Leben und zahlte seinen eigenen Preis dafür. Das Schlimme war nur, dass man für einen einzigen Fehler so oft bezahlen musste."
Diese Gedanken macht sich Dorian Gray (Sven Djurovic), ein junger und hübscher Mann, der es nicht erträgt, seine jugendliche Schönheit eines Tages zu verlieren, denn die ist seiner Meinung nach sein einziger Vorzug. Auf diese Idee bringt ihn Lord mehr...
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 Dreck- Dreck- Friss- Friss! - Teil 2
Bühne: Karin Beier bringt eine Kakophonie und Elfriede Jelineks "Kein Licht." zur Uraufführung
Unter Trümmern begraben
Einige Zuschauerreihen der ausverkauften Theaterveranstaltung sind in der zweiten Hälfte des Abends, in der Elfriede Jelineks „Kein Licht.“ gezeigt wird, sichtlich weniger besetzt. Es bleibt lange dunkel und es wird, wie zuvor in „Demokratie in Abendstunden“, rhythmisch gesprochen. Furchtbares scheint sich anzubahnen und bleibt gleichzeitig verborgen. „Kein Licht.“ ist die Fortsetzung von Jelineks Werkzyklus über die Katastrophenanfälligkeit menschlicher Techni mehr...
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 Dreck- Dreck- Friss- Friss!
Bühne: Karin Beier bringt eine Kakophonie und Elfriede Jelineks „Kein Licht.“ zur Uraufführung
Eine Figur karrt Stühle und andere Requisiten für ein Orchester auf die Bühne. Nachdem sie diese umständlich in mehreren Anläufen positioniert, suchen Trauben von Figuren gepaart mit Instrumenten ihre Plätze. Es gebart sich ein Chaos, da sich die auftretenden Orchesterleute fortwährend Sitzgelegenheiten wegnehmen und ihre Stühle umstellen. Das durchaus reizvolle Bühnenbild ist so schon zu Anfang fortwährend in disharmonischer Bewegung. „Demokratie in Abendstunden“, das erste Stück des Abends im mehr...
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 Das Beben reißt nicht vom Hocker
Bühne: Erdbeben in London am Theater Bonn "Der Planet kann eine Milliarde Menschen aushalten. Wir haben gegenwärtig sechs Milliarden. Also wird er in den nächsten hundert Jahren die Bilanz ausgleichen. Fünf Milliarden Menschen werden innerhalb einer Generation von der Erdoberfläche verschwinden. Massenmigration weg vom Äquator, Weltkriege, Hungersnöte..."
So düster lässt Mike Barlett seinen Robert Crannock in Erdbeben in London die Zukunft sehen. Doch die Frage, die in jeder Szene von Johannes Leppers Inszenierung am T mehr...
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 "Die Frage des Geschlechts stand außer Frage. Er war eigentlich eine Frau."
Bühne: Uraufführung von Virginia Woolfs "Orlando" am 21. Oktober im Freien Werkstatt Theater „Orlando“ ist vielleicht der ironischste, witzigste und verspielteste Roman Virginia Woolfs. Im England des 16. Jahrhunderts ist der 16-jährige Orlando ein Liebhaber von Königin Elisabeth I. Zum Dank überlässt sie ihm einen stattlichen Landsitz. Im Alter von 36 Jahren wandelt sich sein Geschlecht von einem Mann zu einer Frau, was Fragen nach der damaligen gesellschaftlichen Stellung der Frau aufwirft. Nach der Wandlung altert Orlando nicht mehr. Über einen Zeitraum von etwa 350 Jahren erlebt sie mehr...
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 Das Blut der Freiheit
Bühne: Theater Bonn entfesselt Beethovens Fidelio Alter Staub in neuem Glanz. Prägnanter lässt sich die neue Inszenierung von Bonns Theaterintendant Klaus Weise nicht zusammenfassen. Basierend auf der Idee von Beethovens Oper Fidelio thematisiert Der entfesselte Fidelio oder: Das Blut der Freiheit das Problem der Freiheit – der eigenen wie auch der Umgang mit der anderer. Das alte Landesbehördenhaus erweist sich dabei als idealer Spielplatz.
Romantisch verträumt präsentiert sich in der untergehenden Abendsonne der obere Innenho mehr...
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 Volksfeind trifft Wutbürger
Bühne: Premiere von Ibsens Volksfeind am Theater Bonn "Dummheit, die man bei anderen sieht, wirkt meist erhebend aufs Gemüt!" Doch wenn die Dummheit in der Mehrzahl ist, nützt einem auch Buschs Sprichwort nicht mehr viel. Henrik Ibsen, Norwegens Vorzeigeliterat und zugleich lebenslanger Außenseiter, schuf mit Der Volksfeind ein zeitloses Sittengemälde der zivilisierten Menschheit, in der Freiheit und Recht Macht und Masse gewichen sind. Treffsicherer hätte das Theater Bonn mit der ersten Schauspiel-Premiere die Saison nicht eröffnen k mehr...
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 Mamma Mafia
Bühne: Das Schauspielhaus Köln klärt auf in Sachen "cosa nostra" und anderen Omertà – Schweigen. Das oberste Gesetz der Mafia. Doch was ist die Mafia? Und wo existiert sie? In Sizilien, wo sie der Sage nach entstanden ist? Antonio Latella hat sich in der letzten Spielzeit im Kölner Schauspielhaus mit dem Phänomen „Mafia“ auseinandergesetzt und dabei ein beängstigendes Kaleidoskop kreiert, dessen Weiterentwicklung man lieber nicht ersinnen möchte.
Latella, der in Köln die Gemüter spaltet, trommelte für sein jüngstes Projekt neben Kölner auch italienische Schauspieler z mehr...
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 Tanz um den Stachelbaum
Bühne: Familientag in der Theater-Werkstatt "Eine Familie": Leute, die durch einen Zufall genetisch miteinander verbunden sind. Nicht mehr und doch viel mehr skizziert Tracy Letts in seinem gleichnamigen Bühnenstück, dass jüngst in der Werkstatt des Theater Bonn in einer Inszenierung von Ingo Berk Premiere feierte.
Letts Stück ist ebenso banal wie subtil. Die Geschichte der Westons aus Osage County, im Mittleren Westen der USA, könnte durchschnittlicher kaum sein: Familienoberhaupt Beverly hat den sprichw mehr...
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 Tanzen über den Tod hinaus
Bühne: Premiere von "Gisela - Giselle" im Euro Theater Central "Gisela -Giselle", hinter dem Titel der am 2. Juni uraufgeführten Inszenierung verbirgt sich der Vorname der Intendantin des Euro Theaters Central. Es stellt sich für den Zuschauer von Anfang an die Frage, ob dieses eigens für dies Theaterhaus von der Tanzkompanie Bo Komplex und der Videokünstlerin Sirpa Wilner erarbeitete Stück etwas über seine Intendantin erzählen möchte. In der Tat will das Tanztheater den Lebensweg der ausgebildeten Tänzerin Gisela Pflugradt-Ma mehr...
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 Des Schweigens stille Tiefe
Bühne: "Der Mann an Tisch 2" in der Halle Kalk Es ist früh am Morgen. Leise öffnet sich die Tür der Gaststätte, zwei Männer betreten den Raum. Der eine arbeitet schon lange dort, er weist den anderen ein, zeigt ihm alle Räume. Beide gehen in die offene Küche. Während dem Neuen die Arbeitsschritte erklärt werden, betritt eine Kassiererin den Raum. Das Café öffnet.
Interaktion von verschiedensten Charakteren
Was so unspektakulär beginnt, wird zu einer Odyssee des Erlebens. Die ersten erscheinenden Gäste stellen sich noch langsam v mehr...
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 Mein Fleisch heißt Lulu
Bühne: Wedekinds Skandalstück als Softporno in den Kammerspielen "Meine Idee vom Glück: Seinen Anlagen gemäß verbraucht zu werden." So charakterisierte Frank Wedekind sich Anfang des letzten Jahrhunderts selbst, und dieses Credo verarbeitete er auch in seinen Werken. Ein Paradebeispiel dafür ist "Lulu", ein Skandal-Stück, das Menschen auf die reine Auslebung ihrer körperlichen Triebe reduziert. Am Freitagabend fand die Premiere in den Bonner Kammerspielen statt.
Mein Fleisch heißt Lulu
"Mein ganzes Innre mehr...
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 OUT TRIPS
Veranstaltung: Eine unendliche Reise queer durch Köln Wie wird es im Jahr 2099 aussehen? Welche Gesellschaft erwartet uns? Wird die Trennung zwischen den Geschlechtern ein für allemal aufgehoben? Ist vielleicht Transsexualität das Konzept der Zukunft? In der Inszenierung „Out Trips“ des anyway-Jugendzentrums Köln in Kooperation mit dem Sommerblut Kulturfestival darf sich der Zuschauer nun selbst ein Bild machen: auf einer interaktiven Zeitreise, quer und queer durch Köln.
Out on a Trip
Eine Gruppe von zwanzig jungen, multisexuellen Men mehr...
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 Nicht das Leid selbst, sondern nur seine künstlerische Darstellung vermag uns zu berühren!?
Bühne: "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" und "Die Dreigroschenoper" neu inszeniert in Köln
Die Kölner Oper und das Kölner Schauspiel zeigen in dieser Spielzeit 2011 zwei zeitgleich vor 80 Jahren entstandene Werke des Künstlerduos Brecht und Weill. Die Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" und das Drama "Die Dreigroschenoper" werden jeweils auf ähnliche Weise durch freche und unbarmherzige Schlager oder Jazz-Rhythmen unterbrochen. Sie sind sich von ihrer Thematik und Figurenkonstellation her ähnlich. Auf zynische Art behandeln sie materielle und soziale Probleme in der Gesellsch mehr...
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 Nicht das Leid selbst, sondern nur seine künstlerische Darstellung vermag uns zu berühren!? - Teil 2
Bühne: Nicolas Stemann inszeniert "Die Dreigroschenoper" "Die Dreigroschenoper" handelt von dem Bettlerkönig Peachum, der das Elend in der Welt vermarktet, ohne irgendetwas an diesem Elend ändern zu wollen. Er überlegt sich, wie er die Elenden so elend aussehen lassen kann, dass sie die Menschen rühren. Er kommt zu dem Schluss, dass nur Künstler den Menschen noch rühren. Das Personal des Dramas besteht aus so genannten 'Asozialen': Gangster, Zuhälter, Trinker, Bettler, Huren, Betrüger und korrupte Polizisten bevölkern die Bühne. Es wird das Geschäftsl mehr...
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 Eine Komödie über den Film noir – in Schwarzweiß und Englisch
Bühne: "Phil Noir" im Theater am Sachsenring Was waren die 40er und 50er doch für eine gute Zeit. Männer waren noch richtige Männer, Frauen waren noch richtige Ladys und Detektive noch richtige Draufgänger. Früher war alles besser – jedenfalls im Film noir! Die Detektive-Komödie „Phil Noir“ ist eine Ode an das namengebende Filmgenre und spielt mit allen gängigen Clichés der Zeit. Egal ob coole Privatdetektive, mehr oder weniger hilflose Ladys oder dicke und charismatische Bösewichte: man findet sie an diesem Abend im Theater am Sachsenrin mehr...
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 Ein langer, süßer Selbstmord
Bühne: FWT Köln inszeniert "Den Fall Oscar Wilde" Oscar Wilde: ein irischer Dandy, der zwischen 1891 und 1895 zum literarischen Genie avancierte. Der berühmt war für seinen extravaganten, ausschweifenden Lebensstil, in dem sich alles nur um das reine Schöne drehte. Und vor allem auch um Männer, seine offen zelebrierte, heimliche Leidenschaft. 1895 bringt sie ihn ins Gefängnis, das ihn zugrunde richten sollte. In „Ein langer, süßer Selbstmord: Der Fall Oscar Wilde“ lässt das Freie Werkstatt Theater Köln sein Publikum nun hautnah an diesem Abstie mehr...
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 Wenn das Leben auch ein Arschloch ist...
Bühne: Premiere von "Leere Stadt" am 12. Mai im Theater im Bauturm, Köln Es ist Krieg. Und eine verlassende Stadt wartet darauf, bei Sonnenaufgang Schauplatz der Entscheidungsschlacht zu werden. Die Brüder Gjore und Gjero sind in dieser Stadt. Sie haben sich dort zufällig getroffen. Nach etlichen Jahren ist es das erste Wiedersehen. Beide sind Soldaten. Beide kämpfen in diesem Krieg. Dumm nur, daß sie sich als Gegner gegenüberstehen...
Kaum haben sie einander erkannt, nimmt das Unausweichliche seinen Lauf: Gjore, der vor Jahr und Tag mehr...
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 Zwischen Jago und Jägermeister
Bühne: Musikalisches Tête-a-tête der Theaterhelden in der Werkstatt Ort des Geschehens: die Werkstatt der Oper Bonn. Möchtegern-Nazi Erich aus dem Horvát’schen Wiener Wald gibt den Barkeeper, Ibsens Tante Julchen ist auch schon da und Prinz Friedrich von Homburg lässt sich gerade nieder. Parzifal und Kästners Fräulein Andacht werden noch erwartet. In ungewohnter Umgebung erwachen sie zu völlig neuem Leben – und zwar singend! Michael Barfuß, seines Zeichens musikalischer Leiter des Bonner Schauspiels, lädt in der neusten Theaterprod mehr...
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 Das Leben ist ein Gedichte
Bühne: Barbara Kratz gab die Friederike Kempner im Freien Werkstatt Theater in Köln „Das Leben ist ein Gedichte“ – natürlich mit einem „e“ am Ende! Denn kaum eine andere Dichterin beherrschte die deutsche Grammatik so innig und scherte sich zugleich so wenig um sie wie „der schlesische Schwan“, Friederike Kempner (1836-1904). Obwohl von vielen wegen ihrer ungewollten Komik belächelt, erlangte sie als eine der ganz wenigen Frauen im 19. Jahrhundert bleibenden Ruhm. „Poesie ist Leben!“, so ihr Lebensmotto, das Barbara Kratz wie ein übermächtiges Credo gleich zu Beginn ihrer autob mehr...
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 Des Faultiers vorbildliche Lebenseinstellung
Bühne: "Vom Nichtstun" im Freien Werkstatt-Theater In der Dunkelheit ertönt eine Stimme. „Entspannen Sie sich. Stellen Sie sich ein Tier vor. Beobachten Sie es genau. Werden Sie zu diesem Tier“. Langsam wird es hell. Auf der Bühne räkeln sich drei Faultiere. Es tritt ihr Wärter auf die Bühne und erklärt: „Sie müssen morgen wiederkommen“. Die Begründung, dass die Tiere dann aktiver seien, steht nur kurzfristig im Raum. Auf sie folgt die Einschränkung, dass Faultiere eigentlich nie wirklich aktiv seien, da sie 23 Stunden täglich schlafen.
Kur mehr...
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 Bestimmt kein 4-letter-word
Bühne: Die Tanzinitiative Bonn veranstaltete vom 15. – 17. April 2011 das Festival für Tanz/Performensch im Lampenlager der Schauspielhalle Beuel Ein Tanz-Festival mit über 20 Mitwirkenden, das (zumindest Bonn-) Premieren zeigt, wie zum Beispiel Zig Leiber|Oi Division von bodytalk (nominiert für den Bewegungskunst-Preis) und Frauen-Porträts (Internationales Frauenzentrum Bonn und Bibiana Jimenez, Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter NRW), außerdem zwei Appetithäppchen von Miguel Angel Zermeno (ULAMA - Ball/Spiel und X-Ray-Dance) und die Solo-Performance I-MACK & I-Mac von und mit Mack Kubicki.
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 Ein kulturelles Streitgespräch der besonderen Art - auf Englisch und Amerikanisch
Bühne: "A Special Relationship" im Theater am Sachsenring England und Amerika. Auf der einen Seite die reservierten Britten und ihre kühle, sogleich auch vornehme Art. Am anderen Ende des Atlantiks die Amerikaner: laut, extrovertiert und weltoffen. Die spezielle Beziehung beider Länder zueinander ist das Kernthema des Stückes „A Special Relationship“.
Schauspieler Tony Dunhame und Komiker Andy Valvur sind die Männer des Abends. Dunhame, britischer Gentleman und Cricket-Liebhaber, und Valvur, amerikanischer Lebemann und Baseball-Fan, wollen anhand i mehr...
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 Die Liebe ist ein seltsames Spiel
Bühne: Die Alanus Hochschule inszeniert Horváths "Kasimir und Karoline" in der Werkstatt Die Welt ist Plastik – aufblasbar, vergänglich und subtil. So zumindest der Eindruck, den die Bühne von Wolfgang Kurtz mit ihren drei überdimensionalen Wasserbällen und Wurstförmigen Luftmatrazengebilden vermittelt. Kaum, dass die Schauspielschüler der Alanus Hochschule die Bühne erstürmen, entsteht die typische Oktoberfest-Atmosphäre: Es dominieren Spaß, Sex und Saufen, immer in der Hoffnung, der Last des Alltags dadurch zumindest kurzzeitig entgehen zu können.
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 Andy Warhol für jedermann
Bühne:"Andy Warhol just finished eating a hamburger" im freien Werkstatt Theater Minimalistisch scheint das Bühnenbild. Vier Tische, ein Garderobenständer, ein Fernseher. An den Tischen vier Schauspieler des Rose-Theegarten-Ensembles.
Jeder der vier Schauspieler spielt die Performance „Andy Warhol eats a hamburger“ präzise nach. Betont langsam packen sie die Hamburger aus, legen sie auf das Papier, greifen zum Ketchup. Bei dem Versuch, ihn auf das Papier zu träufeln, fällt der Satz „Oh, it doesn't come out“. Schließlich wird der Hamburger synchron gegessen, das Papier or mehr...
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 Wenn du schlägst, was anders ist...
Bühne: Das Euro Theater Central zeigt Kafkas "Die Verwandlung" Gregor Samsa ist Textilvertreter. Er wohnt im besten Mannesalter noch im elterlichen Haus, arbeitet hart in unliebsamer Firma und ist fest integriert in seine Familie, die ihn als Ernährer versteht. Doch: "Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt." Ein Krieg beginnt.
Anfangs kämpft er noch – mühsam genug – mit den Unbillen seiner neuen Gestalt. Dann streitet er – zunehmen mehr...
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 "Suche impotenten Mann fürs Leben"
Bühne: Premiere am 6. April in der Komödie in der Steinstraße Düsseldorf Vor ausverkauftem Haus fand am 6. April die Premiere zum Theaterstück des Bestsellers von Gaby Hauptmann statt.
Florian Battermann, Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter der Komödie in Braunschweig, entwarf die Bühnenfassung des millionenfach verkauften Romans, der schon verfilmt wurde. Die größte Herausforderung dabei war, die Vorlage "privattheatergerecht" und bühnenwirksam umzusetzen.
Den Roman dabei auch werktreu umzusetzen, war nicht leicht. Im Buc mehr...
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 Die Apachen kommen!
Bühne: Die Nachtwerker holen den Wilden Westen in die Werkstatt Apachen! Und Cowboys! In der Werkstatt des Theater Bonn! Ja, ist denn schon wieder Karneval, mag sich der ein oder andere gefragt haben, als die Nachtwerker am Dienstag, den 12. April, zum allmonatigen Stelldichein baten – unter dem Aussagestarken Motto "Bad Segewerk – Das Westernwerk".
In Anbetracht der Tatsache, dass die Karl May-Festspiele in Bad Segewerk im Juni 2011 ihr 60. Jubiläum feiern, sahen die Mitglieder des Nachtwerk-Ensembles die Zeit gekommen, dem Genre der Kuhjungen und Rothä mehr...
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 Die Vorbereitung auf den Weltuntergang
Bühne: "Polsprung" im Euro Theater Central Die Bühne ist in stilles Dunkel gehüllt. Nur eine bedrohliche Melodie ertönt. Ein Mann betritt die Bühne. Ruhig stapelt er Umzugskartons in dem ansonsten leeren Bühnenbild. Er hängt eine Lampe auf, holt weiteres Gepäck und ein Radio.
Er befindet sich in einer gemieteten Berghütte. Er hat seine Stadtwohnung verlassen, um in dieser Hütte den seiner Meinung nach kurz bevorstehenden Weltuntergang zu überleben. In den Umzugskartons befinden sich daher Kiloweise Salz mehr...
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 Wenn Fragen aus der Angst kommen
Bühne: Karel Vaneks Tanzstück "Fearytale" in der Brotfabrik Bonn Die Bühne taucht in tiefe Dunkelheit – ein greller Angstschrei ertönt. So laut und so lange, dass man sich die Ohren zuhalten möchte, bis er endlich wieder aufhört. Dann kühles Licht: Drei Tänzer sitzen auf der Bühne und schälen eine Zwiebel. Was verbirgt sich unter jeder weiteren Schicht und was bleibt am Ende übrig, wenn Schicht für Schicht entfernt ist? Nach wievielen Schichten gelangt man ins Innere des Menschen? Und was ist, wenn am Ende gar nichts übrig bleib mehr...
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 Das Leben ist ein Kinderspiel
Bühne: Kästners "Pünktchen und Anton" in den Kammerspielen Wer kennt sie nicht: die rotzfrechen und zugleich weisen Kindergeschichten von Erich Kästner? "Pünktchen und Anton" ist eine davon. Eine, die von Freundschaft erzählt. Und von bösen Schurken, dusseligen Hausmädchen, Workaholics – kurz: von den komischen Erwachsenen und ihrer Welt, die Kindern ewig unverständlich sein wird. Frank Heuel hat den Kästner-Klassiker nun wieder ausgegraben und erinnert mit viel Liebe in den Kammerspielen daran, dass "die Kleinen" uns Groß mehr...
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 "Suche impotenten Mann fürs Leben"...
Bühne: ...lautet nicht die Kontaktanzeige einer Singlefrau, sondern die nächste Premiere am 6. April 2011 in der Komödie in der Steinstraße in Düsseldorf Eine witzige und frivole "Frauenkomödie" - natürlich auch für Männer - nach Gaby Hauptmanns Besteller, der in 26 Ländern erschien. 2003 wurde das Buch mit prominenter Besetzung verfilmt, u.a. mit Dirk Bach und Wigald Boning in Nebenrollen.
Inhalt
"Wie viele Taschentücher wohl täglich wegen der Kerle draufgehen? Millionen." Die attraktive Carmen hat genauso wie ihre beste Freundin Laura, endgültig die Nase voll von all den lendengesteuerten Versagern, die ihr das Leben schwer machen. mehr...
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 Demontage von Links und Rechts
Bühne: Theater Bonn gibt Brechts "Herr Puntila und sein Knecht Matti" "Geehrtes Publikum, die Zeit ist trist. Klug, wer besorgt, und dumm, wer sorglos ist!"
Brecht hat Hochkonjunktur. Während Katharina Thalbach gerade den "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" in der Kölner Oper inszeniert und das benachbarte Schauspielhaus die Dreigroschenoper wiederentdeckt, hat sich das Theater Bonn unter der Regie von Johannes Lepper nun "Herr Puntila und sein Knecht Matti" vorgenommen.
Kultur hineintragen in diese Kaffs…
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 Geschichten aus dem Wiener Wald
Bühne: Klaus Weise inszeniert Ödön von Horváths Erfolgsstück Am Sonntag, 20. März 2011, feierte das Theater Bonn in der Halle Beuel die Premiere des Stückes "Geschichten aus dem Wiener Wald", ein Volksstück Ödön von Horváths in einer Inszenierung von Intendant Klaus Weise.
Bei der Uraufführung 1931 bescherten die "Geschichten aus dem Wiener Wald" ihrem Autor seinen größten Erfolg. Gleichzeitig riefen sie jedoch auch lautstarke Kritiker hervor, insbesondere aus konservativen Kreisen. Unter den Nationalsozialisten wurden d mehr...
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 Schattierungen der Wellen und Elemente: gesehen, gehört, gefühlt
Bühne: Virginia Woolfs "Die Wellen" feierte am 18. Februar Premiere am Schauspiel Köln Die Britin Katie Mitchell ist eine innovative Regisseurin. In ihren Inszenierungen bricht sie die Einheit von Personen oder Ereignissen auf. Dies erreicht sie dadurch, dass es kein einheitliches Bühnenbild gibt, sondern dieses aus verschiedenen Elementen besteht. Zu einzelnen Ereignissen wird die Akustik gesondert hinzugefügt. Ein Schauspieler spricht den Text für einen anderen, der eine Handlung ausführt. Auch der Einsatz von Videoaufnahmen von Details (wie z. B. Gesichtern) und deren Live-Über mehr...
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 Das Überleben des Handlungsreisenden
Bühne: Grandioses Theater: Matthias Fontheim inszeniert am Theater Bonn den "Tod eines Handlungsreisenden" Mühsam schleppt sich Willy Loman auf die Bühne. Der anstrengende Tag und die Belastung der Arbeit ist ihm deutlich anzusehen. Angestrengt zieht er seine Schuhe aus. Gerade bereit, sich Entspannung zu gönnen, ist er schon umringt von Familie und Freunden. Alle konfrontieren ihn lautstark mit Ratschlägen und Kritik. Keinen Ausweg findend, bricht er schließlich auf der Bühne zusammen.
So der Beginn der gelungenen Inszenierung des "Tod eines Handlungsreisenden" in d mehr...
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 Die Geiseln der Einsamkeit
Bühne: PiaMaria Gehle inszeniert "Meier, Müller, Schulze oder nie wieder einsam!" von Marc Becker Zugegeben, anfangs habe ich mich schon gefragt: „Herr Meier entführt Herrn Schulz, allein aus dem Grund, nicht länger allein zu sein und wird dabei von Frau Müller gestört.“ Geht das als Theaterstück, wenn auch als Farce? Doch bereits mit dem Erblicken des Bühnenbildes trat in dieser Frage Entspannung ein: in dem kleinen Single-Haushalt ist einfach alles schief. Die Schränke, der Stuhl, das Fenster, ja sogar die ganze Zimmerflucht scheinen aus dem Lot geraten zu se mehr...
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 Leicht und locker
Bühne: Peter Tömöry inszeniert Neil Simons Komödie "Rose und Walsh" im Euro Theater Central in Bonn Die Komödie "Rose und Walsh" thematisiert eine besondere Art von Beziehung: eine Beziehung zwischen Liebe und Hass, Diesseits und Jenseits.
Rose (Helga Bakowski), betagte Schriftstellerin und zweifache Pulitzer-Preis-Gewinnerin, bringt es nicht übers Herz, sich von ihrem Mann Walsh (Franz Jürgen Zigelski), ebenfalls Schriftsteller, zu trennen. Es verbindet sie eine Hassliebe, sie braucht ihn, kann nicht ohne ihn leben. Dabei ist Walsh schon lange tot. Dennoch er mehr...
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 Sündenstolz reflektieren
Bühne: Elfriede Jelineks „Rechnitz (Der Würgeengel)“ inszeniert am Düsseldorfer Schauspielhaus Wo sind denn hier die Täter? Wollen auch diesmal alle im Publikum wieder Opfer sein? Von der Banalität des Bösen erzählt Jelineks Drama Rechnitz (Der Würgeengel) von 2008. Aber auch davon, dass man Geschichte als „Darmspiegelung von hinten“ und dort als moralische Grauzone inszenieren kann. Auf dieser kann man also sitzen, sich aber keinesfalls ausruhen.
In Rechnitz, einem Dorf an der österreichischen Grenze zu Ungarn, wurden in der Nacht vom 24. auf den mehr...
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 Zuerst schließen wir die Augen…
Bühne: "Sehstörung" von Christina Masciotti fasziniert am 5. Februar im Theater Bonn "Die Augen sind das Fenster zur Seele." Was passiert, wenn sie den Menschen im Stich lassen? Was erlebt ein Mensch, dessen Augen "verstummen"? Was verschweigen sie, was verstecken sie? Grundexistentielle Fragen wirft Christina Masciotti in ihrem Stück "Sehstörung" auf, das am letzten Samstag im Alten Malersaal in Bonn seine deutschsprachige Erstaufführung erlebte.
Zeit sich zu Entspannen, Leute!
Dass die Bedeutung unserer Augen in einer schieren Überle mehr...
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 Someone please call 911
Bühne: "Crime or Emergency" von Sybil Kempson am 3. Februar erstmals in Europa "Is this a crime or an ermergency?" – Ist es ein Verbrechen oder ein Notfall, was derzeit im Alten Malersaal des Bonner Theaters in Beuel inszeniert wird? Vor wem müssen die Protagonisten beschützt werden: vor anderen oder doch eher vor sich selbst? Sybil Kempsons "Crime or Emergency", das am 3. Februar im Rahmen des Festivals SZENE NEW YORK seine Europapremiere feierte, zerrt mit bitterbösem Sarkasmus amerikanische Traumvorstellungen hervor, die sich in gnadenlose mehr...
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 Der Blick hinter die Wohltat
Bühne: "Benefiz – Jeder rettet einen Afrikaner" im Freien Werkstatt Theater Köln Spendengala, Telethon und Benefizveranstaltungen, die Hilfe für Afrika anpreisen und versprechen, traten in den letzten zwei Jahrzehnten regelmässig ins Bewusstsein der Öffentlichkeit und sorgten für ein kollektives schlechtes Gewissen. "Mit einer Spende in der Höhe von 10 Euro pro Monat kann der kleine Mugabi regelmäßig Essen und Kleidung bekommen" und anderen Slogans sollen zur Unterstützung der Ärmsten anregen.
Was jedoch hinter den Kulissen der Wohltaten-Veranstaltungen vorgeht, ist für mehr...
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 Last Man Standing
Bühne: Maxwells "Ode to the man who kneels" eröffnet Bonner SZENE NEW YORK-Festival Richard Maxwell gilt als einer der radikalsten Theaterregisseure unserer Zeit. Nicht zu Unrecht, wie so mancher Theaterbesucher bereits in der letzten Spielzeit auch am Theater Bonn eindrücklich erleben durfte. Die Inszenierung seines Stückes "Das Mädchen" sorgte mit ihrer sperrigen Experimentierfreude eher für Ratlosigkeit und Unverständnis. Nun präsentierte er sein Werk "Ode to the man who kneels" im Rahmen des Festival SZENE NEW YORK im Alten Malersaal - und übe mehr...
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 The American Way of Culture
Bühne: "Festival Szene New York" in Bonn "Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten…" – der große Traum ist ausgeträumt! Längst hat sich die große Sehnsucht, die die Menschen Scharenweise in die "Neue Welt" trieb, als große Illusion entpuppt: In Zeiten von Wirtschaftskrise und sozialer Probleme erscheint Amerika nicht mehr als das Traumziel, in dem es sich unbekümmert leben lässt.
Dennoch sind Magie und Faszination nicht verloren gegangen. Insbesondere New York übt noch immer einen unwiderstehlichen Reiz aus, dem man als Kul mehr...
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 Förderung zahlt sich aus
Bühne: Stellungnahme privater und freier Theater zur aktuellen Situation der Kultur in Bonn Seit dem Frühjahr 2010 ist die zukünftige Finanzierung der privaten und freien Theater in Bonn völlig ungeklärt. Zu Beginn des Jahres 2011 gilt für das Kulturamt – entgegen diversen Äußerungen aus der Kulturpolitik – immer noch die von dem ehemaligen Kulturdezernenten Dr. Krapf veröffentlichte sogenannte 'Giftliste', die bereits in diesem Jahr einschneidende Kürzungen der kommunalen Zuschüsse für die professionellen freien Theater bedeutet.
Für 2012 ist eine Reduzierung der städtischen Mitte mehr...
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 Rat wird Kultur nicht beschneiden, Beethovenfest bekommt mehr Geld
Bühne: Demonstration gegen Kürzungen im Kulturhaushalt der Stadt am 16. Dezember Rund 600 Bürger versammelten sich gestern, am 16. Dezember, vor der Oper Bonn. Sie folgten damit dem Aufruf zur Demonstration gegen die geplanten Kürzungen im Kulturhaushalt. Ans Rednerpult trat auch Intendant Klaus Weise. Er rief im Hinblick auf eine Schließung der Oper den Status der Stadt Bonn als Beethovenstadt in Erinnerung, der das Vorhandensein einer eigenständigen Oper zwingend erfordere.
Nach weiteren Ansprachen zogen die Demonstranten zum Stadthaus. Dort besetzten an die 300 Bürger mehr...
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 "Heben Sie die moralische Kaufkraft!"
Bühne: fringe ensemble gastiert mit der "Heilige[n] Johanna der Schlachthöfe" in der Studiobühne Köln Brechtsche Stücke haben einen nicht ganz einfachen Stand. Immer zittern sie an einem sehr schmalen Grat zwischen überdrüssiger Ablehnung und beeindruckender Zeitlosigkeit. Wo die Textrezeption schwanken mag, ist die Kritik der zur Aufführung gebrachten dramatischen Verse wesentlich eindeutiger: Entweder sind die Theatersäle voll, oder sie sind es nicht.
Nachdem das fringe ensemble unter der Leitung des Regisseurs Frank Heuel seine Johanna bereits in Bonn aufführ mehr...
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 Was den Menschen nicht losläßt
Bühne: Jaap Achterberg in "Die Geschichte von Herrn Sommer" am 15. Dezember im Euro Theater Central Menschen schwelgen gern in Erinnerungen an die Kindheit. Sie kommen von Hölzchen auf Stöckchen und malen ihre Anekdoten oft mit schillernden Farben aus. Mit den Jahren wächst die Gelassenheit dem Vergangenen gegenüber, das damit an Bedeutung verliert. Patrick Süskinds "Die Geschichte von Herrn Sommer" ist auch eine Erinnerung. Jedoch eine etwas andere Art Erinnerung.
Es ist die Geschichte eines Jungen, der in einem Dorf am See aufwächst. Die Welt stellt ihm ein mehr...
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 Todes Werk und Beuchleins Beitrag
Bühne: Thomas Franke spielt in der Pathologie den knuddeligsten Massenmörder aller Zeiten Wenn Choräle ertönen, ist es Zeit für die Beichte. Ein Mann kniet nieder und beugt demütig sein Haupt, denn er hat Schuld auf sich geladen. Welche, das erzählt Peter Brandts Monolog "Balduins Bittere Beichte", den Thomas Franke im Bonner Theater "Die Pathologie" zur Uraufführung bringt. Der Titel täuscht, denn das Stück ist nicht bitter, sondern sehr unterhaltsam: Noch nie war Massenmord so drollig.
Dabei ist der Plot von Brandts Stück eigentlich ein Mittelal mehr...
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 Keine Kürzung beim Theater!
Bühne: Personalrat Oper, Schauspiel und Orchester ruft zur Demonstration auf Mit Trommeln, Tröten und Kostüm startet die Demonstration am 16. Dezember um 16:00 Uhr auf dem Vorplatz der Oper. Von dort geht Richtung Stadthaus zu ziehen. Um gebührend auf sich aufmerksam zu machen, sollen die Teilnehmer Transparente und ähnliches mitbringen.
Vom Vorplatz der Oper geht es dann durch die Unterführung Belderberg, durch die Brüdergasse, die Sternstraße, Bonngasse, Friedrichstraße, Sterntorbrücke, über die Oxfordstraße und in die Maxstraße und Breite Straße. Neben der Anli mehr...
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 Ist das Kunst oder kann das weg?
Bühne: Diskussion zur aktuellen Situation von Theater Bonn Aufgrund der aktuellen kulturpolitischen Debatte veranstaltet THEATER BONN am Samstag, den 11. Dezember 2010, um 17.00 Uhr im Opernfoyer ein öffentliches Podiumsgespräch zu dem Thema:
IST DAS KUNST ODER KANN DAS WEG?
Diskussion zur aktuellen Situation von THEATER BONN.
Moderation: Andreas Rossmann (Frankfurter Allgemeine Zeitung).
Ihre Teilnahme auf dem Podium haben zugesagt:
Bernd Loebe (Intendant der Oper Frankfurt, Vorsitzender der Deutschen Opernkonferenz), Ulrich Khuon (Inte mehr...
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 Alles Schmu! (2)
Bühne: Schorsch Kamerun rebelliert mit "Des Kaisers neue Kleider" gegen die Marktmacht "Des Kaisers neue Kleider" ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch pädagogisch. Believe ist das Bekehrungsvorbild: Dem Kaiser-Gläubigen, der die Wahrheit selbst als die Kinderstimme aus dem Off die Nacktheit aufzeigt, nicht glauben will, fällt es am Ende wie Schuppen von den Augen. Das Licht wird gleißend hell, er kommt zur Erleuchtung: "Alle wollten nur sein, was sie nicht sind. Ich muss einfach nur an mich glauben!"
So transportiert das Stück ein Plädoyer gegen Leichtgläubigkeit und die u mehr...
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 Alles Schmu!
Bühne: Schorsch Kamerun rebelliert mit "Des Kaisers neue Kleider" gegen die Marktmacht "Endlich passiert mal was!" ruft ein Kind, als sich kurz vor Schluss mit einem lauten Knall silberner Glitter über die Bühne ergießt. Dabei war Schorsch Kameruns Versprechen, seine Inszenierung von "Des Kaisers neue Kleider" sei ein Märchenspektakel für jung und alt. Spektakel gibt es in der Halle Kalk durchaus. Darüber wird aber der Rest vergessen.
Klassisches Märchen, modern inszeniert
Unter dem Schlagwort des Versprechens subsummiert der inzwischen regieerfahrene Sänger der Hamb mehr...
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 Bonner lieben ihr Schauspiel
Bühne: Oper und Schauspiel ganz oben in der Publikumsgunst Ganz oben in der Publikumsgunst liegen derzeit Oper und Schauspiel des THEATER BONN. Die nächsten Vorstellungen von TURANDOT und CARMEN sind ausverkauft. 'Sold out' heißt es auch für die Familienkonzerte im Dezember, das Gastspiel des Prager Nationaltheaters mit NUSSKNACKER, die NIGHT AT THE OPERA am Silvesterabend und nahezu ausverkauft ist das NEUJAHRSKONZERT.
Selbst eine so unbekannte Oper wie IRRELOHE, die der Bonner Oper überregionale Beachtung gebracht hat, liegt mit nahezu 70% verkauf mehr...
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 Pilz: Jürgen Nimptsch
Bühne: Der Personalrat Oper, Schauspiel und Orchester (PROSO) nimmt Stellung zum heutigen Artikel des Bonner Express Der Personalrat Oper, Schauspiel und Orchester (PROSO) hat heute folgende Stellungnahme veröffentlicht:
Zum Expressartikel vom 24.11.2010
mehr...
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 Warnung vor barbarischer Zerstörung
Bühne: Statement von Stefan Blunier vom Beethoven Orchester Bonn zur aktuellen Einsparungsdebatte "Natürlich bin ich sehr erstaunt über die Zeitungsberichte einer eventuellen Disposition der Bonner Oper. Da ich aber momentan im Ausland weile, möchte ich mich hüten, vor einem anvisierten Gespräch mit Herrn OB Nimptsch und dem neuen Kulturdezernenten Herrn Schumacher ein voreiliges Statement zu verfassen.
Generell gilt aber:
Grundsätzlich sollten vor öffentlich geführten Diskussionen die Gespräche zum Kulturkonzept abgeschlossen sein, denn vor Zahlen stehen zunächst die Inhalte: also wie mehr...
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 Bei falschen Entscheidungen ist es aus
Bühne: Zweiter Offener Brief des Personalrats Oper, Schauspiel und Orchester (PROSO) An die Bürgerinnen und Bürger
An die Fraktionen der Bundesstadt Bonn
An die Ratsmitglieder
An die Kulturausschussmitglieder
Sehr geehrte Damen und Herren,
in den letzten Wochen müssen wir eine Flut von öffentlich diskutierten Sparvorschlägen für den Kulturbereich erleben. Der bisherige Höhepunkt ist zweifellos der Vorschlag, die Bonner Opernsparte zu schließen – keine Stammtisch-Idee, sondern ausgerechnet vom noch amtierenden Kulturdezernenten, OB Jürgen Nimptsch, vor sachkundige mehr...
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 Nimptsch für Schließung der Oper
Bühne: "Kulturelle Arbeitsteilung" in der Region auf Kosten der Bonner Oper Vergangenen Samstag, den 20. November, tagte das 3. Kulturpolitische Symposium der Region in Köln. Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch sprach sich dort nicht nur für den Bau eines Festspielhauses aus, sondern äußerte auch Überlegungen zur "Neujustierung kultureller Leistungen in der Region Köln/Bonn", wie die Pressestelle der Stadt Bonn heute in einer Meldung bekanntgibt.
Laut Nimptsch solle die "kulturelle Zusammenarbeit und Arbeitsteilung" zwischen Bonn und Köln ausgebaut werden. Theat mehr...
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 Et kütt wie et kütt
Bühne: Karin Beier inszeniert am Schauspiel Köln Elfriede Jelineks Dramen "Das Werk/ Im Bus/ Ein Sturz" Fehler beim U-Bahnbau führten im vergangenen Jahr zum katastrophalen Einsturz des Kölner Stadtarchivs. Mittelalterliche Handschriften und andere historischen Archivalien wurden unter Trümmern begraben und vom Wasser weggespült. Der Schaden scheint unermesslich, auch weil bedeutende Schriften nicht rekonstruiert werden können und zwei Menschen starben. Eindeutige Verantwortliche mehr...
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 Dank Haushaltssanierung in die Kulturwüste
Bühne: Offener Brief des Personalrats Oper, Schauspiel und Orchester (PROSO) Der PROSO bezieht Stellung zu den Sparplänen für das Theater:
Nach dem Regierungsumzug mussten Theater und Orchester in zwei Stufen (2003 und 2008)
ca. 230 Arbeitsplätze abbauen, der Etat wurde um 14 Mio. €, rund ein Drittel, reduziert. Das Tanzensemble und die Biennale wurden bereits geopfert. Trotz der verringerten Mittel bietet das Theater nach wie vor ein breitgefächertes und hochwertiges Angebot für Bonn und die ganze Region. Alle Alters- und sozialen Schichten werden angesprochen – v mehr...
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 Schwarz-weiße Helden im Knast
Bühne: Der Bühnencomic "Abwärtsbunker" am 11. November im Theater im Ballsaal Theater gehört auf die Bühne. "Comic aber auch", dachte sich das deutsch-israelische Duo "half past selber schuld" wohl. Und schon war er da: der Bühnencomic. Mit allem, was dazugehört, inklusive Geräuschkulisse und Musik.
Die Story: Dunkelziffer ist ein Superheld. Durch unglückliche Umstände ist er den Leuten von Herrn Schmidt in die Hände gefallen. Der ist so richtig fies, autoritär, tyrannisch, sadistisch – klischeehaft Stasi-like. Dazu auch noch Innenminister. Er steckt Dunkelziffer in d mehr...
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 Ab 2013 THEATER BONN ohne Schauspiel?
Bühne: Die Stadt Bonn stellt ihr Schauspiel zur Disposition Nach massiven – im deutschsprachigen Theaterraum einmaligen – Einsparungen innerhalb der letzten 10 Jahre (200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, knapp 14 Millionen Euro pro Jahr) soll THEATER BONN ab 2013 mit dem Auslaufen des Intendantenvertrags erneut sparen: und zwar 7 Millionen Euro jährlich.
Dies würde bedeuten, dass es ab 2013 kein Schauspiel mehr gibt – für das prosperierende Bonn und seine kulturinteressierten Bürger eine desaströse Entwicklung, zumal 2008 bereits die eigene Tanzspar mehr...
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 Die Worte füreinander finden
Bühne: Szenische Lesung des Briefwechsels von Ingeborg Bachmann und Paul Celan in der Pathologie am 30. Oktober Ingeborg Bachmann war eine schillernde Persönlichkeit. Die Liebesbeziehungen der vielleicht bedeutendsten deutschsprachigen Autorin des 20. Jahrhunderts sind legendär. 2008 erschien Bachmanns Briefwechsel mit dem Lyriker Paul Celan. Er belegt einmal mehr, dass Celan (1920-1970) und Bachmann (1926-1973) ein Liebesverhältnis und darüber hinaus innige Freundschaft verband. Geprägt wurde beider Leben durch die NS-Katastrophe. Mit ihrer Sprachskepsis reagierten beide Autoren ähnlich auf das Problem d mehr...
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 Analogtheater mit Herrn Köhler
Bühne: Die Verschwörungspraktiker: Eine Zusammenarbeit von ANALOG und BODYTALK in der Orangerie
„Was ich haben will, das kriege ich nicht und was ich haben kann, gefällt mir nicht.“ Persönliche Erfolge, Peinlichkeiten, Enttäuschungen und Wünsche stehen im Mittelpunkt der Inszenierung „Die Verschwörungspraktiker“, aufgeführt von der Kölner Theatergruppe ANALOG und der Bonner Tanztheatergruppe BODYTALK. Eine durchgehende Handlung ist nicht erkennbar, stattdessen ist der Zuschauer Zeuge einzelner Erlebnisse aus dem Leben der Akteure.
Darstellung einiger Szenen
Die Szene beginnt mi mehr...
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 Warhol lebt!
Bühne: Wiederaufnahme von "Songs for Drella: The Special Version" im Alten Malersaal in Beuel Schon in der letzten Spielzeit hatte die Inszenierung von "Songs for Drella", einer musikalischen Hommage von Lou Reed und John Cale an Andy Warhol, für Begeisterung unter den Bonner Theaterfans gesorgt. Am 21. Oktober wurde das Stück nun wiederaufgenommen, allerdings in einer "Special Version". Was das bedeutet? Das bedeutet, dass Warhol diesmal selbst anwesend ist, und zwar in Begleitung seines Freundes Truman Capote.
Da sitzen sie wie Waldorf und Stadtler auf der Empore und begutachten vo mehr...
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 "Keiner kann so genial Scheitern lassen wie Katja Lange-Müller" (2)
Interview: Mit Schauspielerin Johanna Marx, Regisseur Nils Daniel Finckh und PiaMaria Gehle CW: Nils Daniel, Du bist seit 2003 am Schauspielhaus Hamburg beschäftigt und hast dort in unterschiedlichen Funktionen etwa neun Inszenierungen betreut. Johanna, Du hattest lange ein Festengagement in Dortmund, übernahmst verschiedene Theaterarbeiten u. a. in Bonn und Bayern und warst Sprecherin für den Rundfunk bei Hörspielen und Features. Es ist Dein erstes Theaterstück für ein Privattheater und Deine erste Inszenierung in Köln. Warum ist Katja Lange-Müllers Roman „Böse Schafe“ eine mehr...
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 "Keiner kann so genial Scheitern lassen wie Katja Lange-Müller"
Interview: Mit Schauspielerin Johanna Marx, Regisseur Nils Daniel Finckh und PiaMaria Gehle In der Monologinszenierung von Katja Lange-Müllers Roman „Böse Schafe“ im Theater Der Keller, gelingt es Johanna Marx, die Spannung des Textvortrags zu halten und das Publikum in gekonnten Nuancen zu bannen. Erzählt wird von der Liebe der Figur Soja, einer arbeitslosen Gelegenheitsblumenverkäuferin, zu dem an Aids erkrankten, kriminellen Junkie Harry.
Eindrücke der Bühnen-Diskussion mit Katja Lange-Müller
An die Premiere der „Böse Schafe“-Uraufführung am 17.09.2010 schloss eine Di mehr...
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 Kein Schmusesong
Bühne: "Schwarzes Tier Traurigkeit" im Theater im Ballsaal am 22. Oktober Musik verbindet, heißt es häufig. Doch in dem von der Studiobühne Köln produzierten Schauspiel "Schwarzes Tier Traurigkeit" ist die Musik kein verbindendes Element. Im Gegenteil: Während die Zuschauer ihre Plätze suchen, sitzen die Darsteller ihnen auf sechs Stühlen gegenüber, jeder mit einem Paar Kopfhörern auf den Ohren. Versunken in dasselbe Lied und doch jeder für sich.
Eine Idylle, die von Anfang an keine ist
Verbunden sind die sechs Protagonisten durch ein Geflecht von Verwan mehr...
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 Kult-Comedy-Bühne sucht Nachwuchs
Bühne: Schauspiel-Casting im "Mittelblond" – Kölns gemütlichstem Theater Das "Mittelblond", seit zwei Jahren ein Garant für schrille und lustige Theaterabende, sucht Verstärkung. Aus diesem Grund gibt es Ende November ein offenes Casting. Eine schriftliche Bewerbung davor ist aber absolut notwendig. Bewerben können sich alle professionellen, aber auch nicht professionellen Schauspieler, die unbedingt auf Kölns einziger Kult-Comedy-Bühne Theaterluft schnuppern möchten.
Hierzu lädt Theaterleiter Marcos Schlüter, vielen besser bekannt als "Europas hässlichste Tunte" mehr...
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 Das Monster, das ich schuf
Bühne: Mary Shelleys „Frankenstein“ als Musiktheater in der Orangerie Köln Ursache und Wirkung – die meisten wissenschaftlichen Experimente beruhen auf dem Prinzip der Kausalität. Welche Voraussetzungen (A) braucht es, um ein bestimmtes Ergebnis (B) zu erzielen? Was geschieht (B), wenn bestimmte Faktoren zusammenkommen (A). Im Idealfall gewinnt der Wissenschaftler aus diesen Zusammenhängen neue Erkenntnisse. Manchmal aber zieht das gewünschte Ergebnis (B) unerwünschte Nebenwirkungen (C und D) nach sich – und was dann?
Über die Folgen seiner Taten wird sich der Prota mehr...
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 Forever young
Bühne: Les Ballets C de la B gastierten mit "Gardenia" in den Bonner Kammerspielen Bonn, 8. Oktober 2010, 19:30 Uhr. Der Vorhang in den Kammerspielen öffnet sich und gibt den Blick frei auf eine Gruppe alter Männer, auf eine Frau und einen adretten Jungspund. Wie Statuen stehen sie da – erstarrt, steinern, mit einem Blick, der warm und leer zugleich wirkt. Vanessa van Durme ergreift das Wort. Oder besser gesagt: er eröffnet die Show. Die letzte Show des "Gardenia-Kabaretts".
Er? Ja – er! Oder doch sie? "Gardenia" steht für professionelle Travestie, für Menschen, die ihr Le mehr...
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 Der Griff ins Aquarium
Bühne: Katja Lange-Müllers Roman „Böse Schafe“ textnah und mit sparsamen Mitteln inszeniert im Theater Der Keller Oft meint man, es gäbe nur böse Schäfer oder ungeduldige, jähzornige Schafhirten. Auf die zwischenmenschliche Ebene übertragen heißt das: es gibt auch „Böse Schafe“. Davon handelt der gleichnamige Roman der Ostberliner Autorin Katja Lange-Müller, der im Jahr 2007 beim Verlag Kiepenheuer & Witsch erschien. Er stellt als Erinnerungsmonolog die Liebe der Gelegenheitsblumenverkäuferin Soja zu dem an Aids erkrankten, kriminellen Junkie Harry dar.
Im Roman erschließt sich dem Leser die Gedankenwelt mehr...
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 Let’s do the Time-Warp
Bühne: Violets&Roses mit der "Zicken-Horror-Music-Show" am 1. Oktober in der Harmonie "Im weißen Rössl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür…" – so hatten die Zicken der Bonner Laien-Travestie-Truppe Violets&Roses sich das zumindest vorgestellt. Doch wie immer ist Ihnen das besungene Glück nicht hold: bei einer Wanderung durch die Alpen zur Louis-Tränker-Gedächtnisstätte geht erst der Fremdenführer und im Laufe der Nacht jeder der Hobbywanderer verloren. Könnte das vielleicht irgendwas mit diesem finsteren Schloss und seinem eigenartigen Besitzer mit den langen Zähnen zu mehr...
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 "Tom, wir brauchen dich für die Credibility"
Bühne: "Till Eulenspiegel" im Theater der Keller Wer kennt heutzutage noch Till Eulenspiegel? Der Narr und Schalk aus dem 14. Jahrhundert ist in der Versenkung verschwunden. Nun treibt keiner mehr Schabernack und Späße. Die moderne Welt ist grau, langweilig und eintönig.
Das möchten vier Jugendliche ändern. Tabea, Theresa, Tia und Tom treffen sich regelmäßig auf einem Dach. Hier entfliehen sie dem grauen Alltag und gesellschaftlichen Zwängen. Sie sind unzufrieden mit der Welt, die sie vom Dach aus sehen. Und deshalb gründen sie eine Gruppe mehr...
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 "Der einzige Reiz an dir ist der Hustenreiz"
Bühne: "Der Theatermacher" von Thomas Bernhard in der Orangerie Eine unerträgliche Person. Wer kennt sie nicht, Menschen, die nur von sich reden? Menschen, die über andere nur kommentierend sprechen? Thomas Bernhard entwirft seine Akteure von Beginn an als Karikatur, gezeichnet mit dicken Linien. Das Filigrane dagegen erschließt sich meist nur durch Abstand und Reflexion. Es sind Menschenbilder, die bis zur Unerträglichkeit plakativ vorgeführt werden. Die Erbärmlichkeit des eigenen Daseins, die schwebende Angst vor der Unvollkommenheit, sie ist in allen sein mehr...
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 Ein Traum, was sonst…?
Bühne: Premiere von Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" in den Kammerspielen Bad Godesberg am 24. September 2010 Es ist die Nacht vor der Schlacht von Fehrbellin 1675. Prinz Friedrich von Homburg, General des Brandenburgischen Kurfürsten, schlafwandelt in dessen Schlossgarten und flicht einen Lorbeerkranz. Die hochherrschaftliche Gesellschaft um den Kurfürsten überrascht den Prinzen und erlaubt sich einen Scherz mit ihm, bei dem der Handschuh von Prinzessin Natalie von Oranien in seine Hände fällt. Nach Erwachen begibt sich Friedrich, irritiert und verwirrt von Traum und Handschuh, zur Kriegsbesprechung, d mehr...
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 Im Wartesaal der Träume
Bühne: Lessings Nathan der Weise feiert am 22. September Premiere am Theater Bonn Gerade Haltung, Hände auf den Knien, die Blicke geradeaus ins Leere. Die Szenerie erinnert an einen Wartesaal. Die Schauspieler sitzen reglos auf ihren Plätzen. Nach einer Weile dann ertönen sphärische Klänge, der Schauplatz erfüllt sich mit Leben. Nathans Tochter Recha erhebt sich und tanzt. Doch bald fällt sie schon wieder hin. Die Figuren in Franziska Marie Gramss’ Inszenierung von Lessings Paradestück um Toleranz und Humanität sind Traumwandler: auf der Suche nach sich selbst und ihrem Nächs mehr...
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 Lasset die Spiele beginnen…
Bühne: Theater Bonn startet opulent in die neue Saison "Eine Woche ohne gutes Theater ist ein Verlust", wusste schon Richard von Weizsäcker. Im Zuge der alljährlichen Sommerpause wird der gemeine Theaterliebhaber daher auf eine äußert harte Probe gestellt, die die Nerven aufs gröbste strapazieren kann. So überraschte es nicht, dass beim Theaterfest des Theater Bonn am Sonntag, den 19. September 2010, wie üblich großer Andrang herrschte.
Geduld zahlte sich aus
Schon lange vor dem offiziellen Startschuss um 14 Uhr bildete sich vor dem In mehr...
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 Wie das Hildchen berühmt wurde
Bühne: Eine Hommage an "die Knef" im Euro Theater Central Berlin 1946, auf der Bühne des ehrwürdigen Schlosspark-Theaters in Steglitz. Hier begann die Karriere der Hildegard Knef. Und hier beginnt nun die Handlung der neuen Inszenierung des Euro Theater Central mit dem bedeutungsschweren Titel "Letzter Vorhang". Am Donnerstag, 16. September 2010 startete das kleine Bonner Traditionstheater mit der Premiere in die neue Spielzeit.
Man schreibt das Jahr 1993, es ist die Nacht vor dem wortwörtlich "letzten Akt" auf der Schlosspark-Bühne: das Theater mus mehr...
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 Mönche in Aktion
Bühne: Kung Fu und Tanz – passt das zusammen? Wer das von Kritikern hochgelobte Stück Sutra gesehen hat, weiß: Ja, und wie!
Campus-web war bei der Kölner Premiere im Opernhaus dabei.
Ein schlichter, weißer Bühnenraum. Links im Schneidersitz ein Mann, der die Figuren eines Brettspiels zu bewegen scheint. Weiter hinten betritt ein chinesischer Mönch in grauer Kutte die Bühne. In seinen Händen hält er ein langes silbernes Schwert, das er mit fließenden Bewegungen vor sich herschwingt. Tänzelnd bewegt er sich von einer Seite zur anderen, mehr...
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 Und sie wollen immer nur f...
Bühne: Premiere von "Koxkox und Kikequetzel" in der "Pathologie" Einst geriet die Erde unter den Einfluß eines Kometen. Als Folge davon gab es Überschwemmungen, die im alten Mexiko die Bevölkerung stark dezimierte. Zu den Überlebenden zählt Koxkox, ein junger Mann, mutmaßlich der letzte seines Volkes. Koxkox verbringt Jahre mit einem Papageien, bevor er eines Tages im Wald ein Mädchen findet. Und da er niemals zuvor eines gesehen hat, ist er dementsprechend beeindruckt. Es kommt, wie es kommen muß: die beiden ver- und lieben sich. Er nennt sie Kikequetzel. Ve mehr...
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 All the world‘s a TV set
Bühne: "Man of the Moment", die Sommerproduktion der Bonn University Shakespeare Company 1988 wurde es geschrieben, aber eigentlich rennt Alan Ayckbournes Stück "Man of the Moment" gerade im Jahr 2010 offene Türen ein: Der Zuschauer blickt hinter die Kulissen einer Fernseh-Dokumentation, die trotz aller guten Vorsätze sehr frei mit der Wahrheit umgeht. Solche Sendungen gibt es heute wie Sand am Meer, und da scheint es doch sehr offensichtlich, sich dem Thema zu widmen. Die Bonn University Shakespeare Company (BUSC) versucht mit ihrer aktuellen Inszenierung jedoch keinen krampfhaften mehr...
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 Wenn die Revoluzzer Zahnspange tragen…
Bühne: Gob Squad mit "Revolution now!" am 30. Juni in Köln "Ich will die Revolution, aber ich habe keine Ahnung, was ich tun soll." Simon, Mitglied der Theatergruppe Gob Squad, forderte am Mittwoch im Schauspiel Köln die große und gesamte Revolution. Zusammengekommen sind hier 500 Zuschauer und die 5 Schauspieler der deutsch-englischen Gruppe Gob Squad. Das Ziel ist Veränderung!
Die Revolution wollen sie. Das ist klar. Aber wie genau läuft so etwas eigentlich? Von den Darstellern scheint das wirklich niemand zu wissen. Aber sie versuchen es trotzdem mehr...
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 Nonstop Nonsens
Bühne: „Kaspar“, die letzte Premiere der Spielzeit im Theater Bonn, am 2. Juni Was muss das für eine Zeit gewesen sein, als das Theater noch provozieren konnte. Peter Handke gelang 1966 mit seinem Stück „Publikumsbeschimpfung“ ein großer Wurf; die imaginäre Wand zwischen Zuschauersaal und Bühne wurde so stark beschädigt wie selten zuvor. Statt einlullender Szenen und wohl platzierter Botschaften wird das Publikum direkt angesprochen, direkt in die Inszenierung einbezogen. Dem „klassischen“ Zuschauer ging das natürlich ziemlich gegen den Strich.
Auch Handkes „Kaspar“ aus mehr...
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 Wer die Heimat liebt wie Du...
Bühne: Scene Ungarn: "Bündelball" am 20. Mai in der Brotfabrik Bonn
Von April bis Juli 2010 findet in vierzehn nordrhein-westfälischen Städten das Kulturfestival Scene Ungarn in NRW statt. 109 Künstler und Kompanien aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Literatur, Film, Kunst und Dialog geben Einblicke in die zeitgenössische ungarische Kulturszene.
Csongor ist ein junger Lebenskünstler. Er stammt aus einer donauschwäbischen Familie, die nach dem Zweiten Weltkrieg deportiert wurde. Jet mehr...
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 Episches Theater meets Commedia dell‘arte
Bühne: "Leben des Galilei" kombiniert Brecht’sche Verfremdungseffekte mit venezianischen Masken Das Brecht’sche Werk über das "Leben des Galilei" ist eines der bedeutendsten deutschen Literaturwerke der jüngeren Vergangenheit. Dass man seinen Faible für Verfremdungseffekte dabei auch sehr gelungen mit venezianischen Masken kombinieren kann, beweist nun das Horizont Theater in Köln, dessen Inszenierung des Stückes am Mittwoch, 5. Mai 2010, Premiere feierte.
Das Leben des Galilei
Das Ende steht ganz am Anfang: Nicopolous‘ Inszenierung beginnt mit den letzten Lebensjahren Galile mehr...
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 Es zieht eine Wolke auf…
Bühne: Scene Ungarn: Space machten mit "The Cloud" Endenich unsicher
Von April bis Juli 2010 findet in vierzehn nordrhein-westfälischen Städten das Kulturfestival Scene Ungarn in NRW statt. 109 Künstler und Kompanien aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Literatur, Film, Kunst und Dialog geben Einblicke in die zeitgenössische ungarische Kulturszene.
Wir schreiben das Jahr 2060. Vor exakt 50 Jahren, am 26. April 2010, begann der Anfang vom Ende. Genau hier, mitten in Bonn. Hier, unmit mehr...
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 Die ganze Welt dreht sich nur um uns
Bühne: Berliner Kabarett-Duo "Die Egoisten" besuchte die Pauke "Für Sie heute Abend: Die Egoisten aus Berlin, aus Berlin – die Egoisten" In bester V.I.P.-Manier dröhnte die großspurige Ansage aus den Lautsprecherboxen im kleinen Bühnenraum der Pauke. An Großmut mangelte es also offensichtlich nicht. Das Kabarettduo „Die Egoisten“ beehrte am Freitag, 23. April, die Bonner Pauke und versuchte dem selbstgesetzten, hohen Anspruch gerecht zu werden.
Ein Grieche, Dimitrios, am Keyboard und Wolf, der deutsche Sänger. Klar, dass da nationale Differenzen bestehe mehr...
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 Marmor, Stein und Liebe bricht
Bühne: "In Marmor" in den Kammerspielen Zwei Freunde unterhalten sich bei einem Feierabendbrandy plus Zigarre. Die beiden kennen sich schon lange, sie arbeiten zusammen, es wird gescherzt. Art ist verheiratet mit Anne, und Ben mit Catherine. Zwei Paare um die vierzig des gehobenen Mittelstandes. Die beiden Herren verdienen in schicken Anzügen das Geld, während sich die Frauen zu Hause um die Kinder kümmern und bei einem Glas Rotwein auf ihre Ehemänner warten.
Alles ist wie immer. Das heißt, fast. Denn an diesem Abend erzählt Art e mehr...
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 Kasper, die Mörderpuppe
Bühne: Scene Ungarn: "Macbeth für Anfänger" in der Brotfabrik Bonn
Von April bis Juli 2010 findet in vierzehn nordrhein-westfälischen Städten das Kulturfestival Scene Ungarn in NRW statt. 109 Künstler und Kompanien aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Literatur, Film, Kunst und Dialog geben Einblicke in die zeitgenössische ungarische Kulturszene.
Ein klassisches Kasper-Stück am 23. April im Theater in der Brotfarbik: "Die gestohlene Geburtstagstorte". Natürlich mit Kasper, der Großmutte mehr...
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 Wir werden die Welt verändern!
Bühne: Theater Die Raben zeigt den Mensch Rosa Luxemburg Wer war Rosa Luxemburg? Als kompromisslose Verfechterin des Sozialismus ging sie in die Lehrbücher ein, kaum jemand sonst kämpfte derart verbissen für die „Große Idee sozialer Gerechtigkeit für die Gemeinschaft“. Doch daneben gab es noch eine andere Seite: die Humanistin Luxemburg. Eine Frau, die auch den Blick für das kleine Glück eines jeden Menschen nicht verlor. Die ihren menschlichen und zeitweilig sogar sensiblen Charakter zwar gekonnt unterdrückte- ihn aber niemals ganz vergaß. Genau dies mehr...
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 Verwandlungsfähig wie ein Chamäleon
Bühne: Der Kabarettist Thilo Seibel imitiert im Kölner Stollwerck Politiker Thilo Seibel ist zwar in München geboren, er lebt aber seit 1990 in Köln und das Stollwerck ist seine Lieblingsbühne. Die Vorstellung seines Programms "Hurra! Hurra! Das Öl ist aus!" am 16. April war also eine Herzensangelegenheit, die er sauber über die Bühne brachte.
Dazu trug das Stollwerck mit Sicherheit seinen Teil bei. Schließlich kann man diesem Theater ein besonders gemütliches Ambiente nicht absprechen. Runde Tischchen in der ersten Reihe verbreiten eine familiäre Stimmung, in der e mehr...
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 Polit-Kabarett mit Herrn Westerwelle
Bühne: Die Hengstmann Brüder im Bürgerhaus Stollwerck "Ahh!" Der junge Mann auf der Bühne fasst sich erneut an den Kopf. Mit schmerzverzerrtem Gesicht schaut er seinem Peiniger in die Augen. Dieser entschuldigt sich beim Publikum, es tue ihm leid, doch sein kleiner Bruder könne diesen Namen nicht mehr hören. Es bereite ihm Schmerzen, wenn man ihn ausspricht. Es sei einfach zu viel, seit Guido Westerwelle Außenminister und Vizekanzler sei. "Ahh!"
Diese seltene "Guido-Phobie" ist Teil des Polit-Kabaretts "gegen()SÄTZE" der Hengstmann Brüder. Seba mehr...
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 Von Liebe und Leiden
Bühne: Wiederaufnahme von "Madama Butterfly" in der Oper Köln Liebe, Herzschmerz und Exotik, untermalt von ergreifender Musik: Das sind die Zutaten, die
Giacomo Puccini für seine 1904 uraufgeführte Oper "Madama Butterfly" zusammenmischte.
Im November 2008 feierte das Stück in der Inszenierung von Patrick Kinmonth an der Kölner Oper Premiere, am Sonntag, 11. April, wurde es wieder ins Programm aufgenommen.
Schauplatz der Handlung ist die japanische Stadt Nagasaki. Dort trifft im ersten Akt die 15-
jährige Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly (Ermone mehr...
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 I have the style it takes
Bühne: Eine musikalische Hommage an Andy Warhol "Only Tonight: Songs for Drella, ein musikalischer Nachruf auf Mr. Andy Warhol." schon mit der Begrüßung wurde die Richtung des Abends vorgegeben: das berühmte Konzeptalbum „Songs for Drella“ zu Ehren von Andy Warhol von Lou Reed und John Cale auf die Bretter von Bonns Theater zu holen. Am Mittwoch, 14. April 2010, fand in der Halle Beuel die Premiere der musikalischen Zugabe zu „To All Tomorrows Parties“ statt.
"Songs fo mehr...
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 Das hat Rrrasss, macht mir Spasss…
Bühne: Die Witwe trieb zum vorerst letzten Mal ihr buntes Spiel in der Kammeroper Köln "Die Lustige Witwe" gehört wohl unumstritten zu den beliebtesten Operetten der Musikgeschichte. Kein Werk wurde und wird so oft auf die Bühne gebracht wie Franz Lehárs Meisterstück, es machte die Wiener Operette Anfang des 20. Jahrhunderts wieder salonfähig und begeisterte die Menschen rund um den Globus. Auch die Inszenierung der Kammeroper Köln feierte in der Spielzeit 2009/10 großen Erfolg; am Sonntag, 11. April, fand nun die vorerst letzte Aufführung statt.
Zur Zeit der Uraufführung 1906 mehr...
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 "Wie kommt das, dass das alles so durcheinander läuft?"
Bühne: "Vergissmeinnicht" am 9. April im Theater im Ballsaal Bonn Noch liegt die Welt in Dunkelheit. Wassergeräusche erklingen; eine Frau putzt den Boden. Und gerade so, als würde sie das Bewusstsein freilegen, wird es langsam heller. Zuerst nur das kleine Licht einer Taschenlampe, mit der ein Mann seine Umgebung in Bruchstücken erkundet. Er wirkt lustlos, desinteressiert. Die Welt, die er wahrnimmt, scheint ihm nicht viel zu geben. Sobald es heller wird, sieht man nicht mehr als einen schräg durch den Raum gezeichneten Gang und ein paar Stühle; einer von dies mehr...
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 Die Puppe tanzt und schreit
Bühne: Wiederaufnahme von "Nora" am Theater Bonn "Zur Unauflöslichkeit einer Verbindung ist das beliebige Zusammentreten zweier Personen nicht hinreichend; ein Theil musste dem andern unterworfen und (…), um ihn beherrschen oder regieren zu können." Kants Auffassung von Liebesbeziehungen erwies sich gerade im Hinblick auf die Frauengeschichte leider oftmals als wahr. Henrik Ibsen thematisierte diese Art der Herrschaft schon 1879 in seinem Meisterwerk "Nora". Dass die Thematik aktueller denn je ist, beweist die Inszenierung von Klaus Weise am T mehr...
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 Theatergemeinde ist besorgt
Stellungnahme der Theatergemeinde Bonn wegen geplanter Einsparungen im Kulturhaushalt Der Vorstand der Theatergemeinde BONN e. V., mit ca. 9.000 Mitgliedern eine der bundesweit größten gemeinnützigen Besucherorganisationen und der größte Bonner Kulturverein, beobachtet mit Sorge, dass die kulturpolitische Diskussion in Bonn dominiert wird von den Auseinandersetzungen um das geplante Beethoven-Festspielhaus. Er begrüßt ausdrücklich die Bemühungen der Stadtverwaltung, offene Fragen zur Finanzierung und Rentabilität des Projekts zu klären.
„Wir halten es für unwahrscheinlich, d mehr...
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 Lovecats – What a feeling II
Bühne: Liebe, Humor und Rock´n Roll Was passiert mit einer Band, die eine neue attraktive Sängerin engagiert? Besteht die Band aus Freunden und einem Pärchen, ist das Chaos vorprogrammiert.
Die Story
Die Love Cats sind wieder zurück. Und das erfolgreicher als je zuvor. Ihre Konzerte werden umjubelt und es winkt ein TV-Vertrag für die Abendshow von Harald Raab. Und da passiert es: plötzlich verschwindet Sängerin Marion während eine Konzerts spurlos. Doch es wird nicht lang gejammert, sondern eine neue Sängerin gesucht. mehr...
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 Ein Stück aus der Kulturhauptstadt
Serie: "Unter Tage" von Adnan G. Köse im Arkadas Theater Köln Eine Steinkohlezeche, kurz vor der Schließung. Draußen tobt der Streik, drinnen sitzen die Kumpel Kemal und Ritchie und warten auf Thomas, Ritchies Bruder. Der erscheint, schleppt einen angeschossenen Unternehmensberater mit sich, fuchtelt wild mit der Waffe. Die Zeche ist sein Leben, er verteidigt seinen Arbeitsplatz mit allen Mitteln.
In den mitunter rüden und aggressiven Auseinandersetzungen wird schnell klar, daß auch sein Bruder und Kemal ihn nicht davon abbringen können, seine "Verschw mehr...
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 Rustikal und radikal
Bühne: "Das Mädchen" als experimentelles Theater in der Halle Beuel Ein Experiment. Ein Theaterstück, das sich ausschließlich auf die Handlung und den Text fokussieren soll. Der amerikanische Regisseur Richard Maxwell ist bekannt für seinen eigenwilligen Stil. Auch in seinem neuen Auftragswerk für das Theater Bonn mit dem vieldeutigen Titel "Das Mädchen" beweist er eindrucksvoll, dass er von Theater im klassischen Sinne nichts hält. Am Samstag, 13. März 2010, fand die Premiere statt.
Maxwell ist in der Bonner Kulturszene längst kein Unbekannter mehr: bereits mehr...
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 Mit Mutter und Mucke die Zeit totschlagen
Bühne: "Fleisch ist mein Gemüse" im Theater der Keller Heinz gibt mehrmals ein lautes und erschöpft klingendes Stöhnen von sich. Die zum Lachen komische Leidensgeschichte von Heinz Strunk beginnt sanft, doch der erste Eindruck trügt. Schrill und laut erweckt Regisseurin Iwona Jena den autobiographisch angehauchten Romanstoff im Theater der Keller zum Leben. Ihr Ruf der grotesken Inszenierungen eilt ihr voraus – und dem macht sie in Zusammenarbeit mit Schauspielern der Wuppertaler Bühne und Schülern des Theaters der Keller auch diesmal wieder alle Eh mehr...
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 Selbstmord – die Krone der Masturbation
Bühne: Heiner Müllers "Quartett" im Euro Theater Central Die Marquise de Merteuil trifft auf ihren ehemaligen Liebhaber, den Vicomte de Valmont. Beide sind gealtert. Die Zeiten, in denen sie um die Wette Liebesaffairen sammelten, den guten Ruf tugendhafter Ehefrauen zerstörten und Intrigen sponnen, sind vorbei.
Im Bewußtsein um den eigenen Verfall ist die körperliche Lust der an zynisch-sadistischen Spielen gewichen, deren unweigerlich letztes sie beginnen.
Der Vicomte will die treue Präsidentengattin Madame de Tourvel zu Fall bringen. Die Marqui mehr...
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 Das schönste Gedicht…
Bühne: Mascha Kalèko – Abend im Theater der Keller in Köln Man bezeichnet sie unter anderem auch als den weiblichen Erich Kästner: Mascha Kalèko. Sie war eine der begnadetsten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts, berühmt für ihre einfachen, direkten Verse, in denen sie wie kaum ein anderer die "Berliner Schnauze" mit der Melancholie des östlichen Judentums zu verbinden vermochte. Im Kölner Theater der Keller widmet Judith C. Jakob der Virtuosin nun eine Hommage der besonderen Art.
Ein Galoppritt durch die Stationen ihres turbulenten, rast- und ruhelose mehr...
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 Heavy Metal begeistert auf der Theaterbühne
Bühne: "Mentallica" in der Schlosserei des Kölner Schauspiels Bei modernen Stücken muss man es als Zuschauer oft einfach darauf ankommen lassen. Man geht ins Theater und hofft darauf, dass der Regisseur es mit seinen "Visionen" nicht übertrieben hat, was manchmal leider der Fall ist. Dies darf nicht als ein Apell gegen künstlerischen Mut verstanden werden, doch oft sieht man sich einem Übermut gegenübergestellt, bei dem man mit heruntergeklappter Kinnlade das verworrene Geschehen auf der Bühne zu verfolgen versucht und am Ende froh ist endlich endlassen mehr...
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 Ein Schrei nach Sinn
Bühne: Premiere von Camus' "Der Fremde" im Euro Theater Central Am 4. März feierte Camus' "Der Fremde" im Euro Theater Central Premiere. Eine Inszenierung von Jan Steinbach mit Richard Hucke und Frank Musekamp.
Der Angestellte Meursault führt ein monotones und ambitionsloses Leben. Selbst dem Tod seiner Mutter begegnet er mit Gleichgültigkeit. Kurz nach der Trauerfeier trifft er zufällig seine ehemalige Kollegin Marie. Schon am selben Abend beginnen die beiden eine Affaire, die jedoch oberflächlich bleibt, da Meursault Marie zwar begehrt und sich zu ihr h mehr...
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 Fesselndes Gastspiel
Bühne: "Romeo and Juliet" in Originalsprache in den Kammerspielen Eine seltene Gelegenheit bot sich Theaterfreunden und Shakespeare-Liebhabern am 23. Februar in den Kammerspielen in Bad Godesberg. Sie konnten sich eine Aufführung der wohl bekanntesten Tragödie der Welt in englischer Sprache anschauen: „Romeo and Juliet“, aufgeführt von den Schauspielern der TNT Theatre Britain und The American Drama Group Europe, die in Bonn gastierten. Das Ensemble gab zwei Vorstellungen und tourt seitdem weiter durch Deutschland.
Viele ließen sich dieses besondere Erlebni mehr...
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 Oh je, wie rührt mich dies…
Bühne: Die Kammeroper Köln inszeniert "Einen heiteren Musenkuss" Opern und Operetten liebt man oder man hasst sie. Wer sie hasst, den bezeichnet man gemeinhin als "Banausen", die vom sprichwörtlichen Kuss der Muse noch nicht erreicht wurden. Die Kammeroper Köln will dem nun mit der turbulent inszenierten Gala "Ein heiterer Musenkuss" Abhilfe schaffen. Am Samstag, 6. März 2010, feierte man grandios Premiere.
Allein unter Kulturbanausen
Das hatte Rosalinde Luft sich auch anders vorgestellt: Statt mit ihr in die Oper zu gehen, geht ihr feiner Herr G mehr...
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 Geh mer Tauben vergiften!
Bühne: Silberzahn & Bubalo entführen in süße Welt einer Träumerin Ja, ja, die Liebe. Allgegenwärtig und gleichzeitig bedroht. Gerade in der heutigen Zeit bleibt für den klassischen Romantiker kein Platz. Oder doch? Das Damen-Duo Silberzahn & Bubalo bewies am Freitagabend, 26. Februar 2010, in der Bonner Pauke mit dem Chanson-Theaterstück "…und die Liebe wär‘ noch warm" eindrucksvoll das Gegenteil.
Eine Reise durch die deutsche Lyrik-Landschaft
Anna wartet auf Max, den Einen, den Richtigen. Die "Animierdame", wie sie sich im schönsten Kästner-Deuts mehr...
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 Was nach dem Krieg übrigbleibt
Bühne: Lothar Kittsteins "Haus des Friedens" feiert Premiere in der Werkstatt In dieser Woche wird der Bundestag über ein neues Afghanistan-Mandat abstimmen. Der Einsatz am Hindukusch polarisiert und dominiert derzeit das Mediengeschehen. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis er auch Eingang in die Kulturszene finden würde. Lothar Kittstein hat nun mit "Haus des Friedens" ein Auftragsstück für das Theater Bonn geschaffen, das mit viel Intensität und Feingefühl das Verhältnis der Deutschen zum Krieg beleuchtet. Am Mittwoch, 24. Februar 2010, war Premiere.
Ob es sich mehr...
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 Eine Pfote ist verbrannt
Bühne: „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ feiert Premiere im Theater Bonn Tenessee Williams‘ „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ ist legendär, spätestens seit der Verfilmung mit Elizabeth Taylor und Paul Newman aus dem Jahre 1958 ist das Stück zum Klassiker geworden, denn kaum ein anderes Werk vermag derart scharfsinnig und zynisch die menschlichen Abgründe aufzuzeigen wie das Südstaatendrama um Big Daddy und seine Bagage. Am Freitag, 19. Februar, erlebte es nun seine Premiere am Bonner Theater
Das heiße Blechdach im Zentrum der Aufmerksamkeit
Wie auf de mehr...
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 Leidenschaft, die Leiden schafft
Bühne: „Bonnards Geheimnis“ im Euro Theater Central Ein alter Greis steht nachts im Museum vor einem Gemälde von Pierre Bonnard, in der Hand Palette und Pinsel. Plötzlich holt er aus, setzt an und – verbessert das Bild. Der Nachtwächter kann es nicht fassen, vehement versucht er den Alten von seinem Vorhaben abzuhalten. Der wird wütend, behauptet, es sei sein Bild und er könne damit machen, was er will. Als der Wachmann ihn weiterhin von seinem Tun abhält, zückt er erbost den Ausweis und verlässt die Szenerie, einen verblüfften Wachmann zurücklas mehr...
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 Tod und Liebe, des Künstlers Triebe
Bühne: „La Bohème“ zum vorläufig letzten Mal in der Oper Bonn Ein Atelier in Paris, verarmte Bohemiens, die Liebe und schließlich der Tod – was braucht es mehr, um ein Meisterwerk zu vollbringen? Giacomo Puccini zumindest genügte diese Vorlage, um eine der bedeutendsten italienischen Opern nach Verdis Zeiten zu schaffen. 2007 wurde „La Bohème“ von Dietrich Hilsdorf in der Oper Bonn inszeniert, letztes Jahr wurde sie wiederaufgenommen. Am Sonntag, 31.Januar 2010, fand nun die vorerst letzte Aufführung statt.
Tout pour 1‘amour
Paris, Ende des 19 mehr...
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 "Sei helle, bestell den Katalog von Quelle"
Bühne: „Tausend Wünsche – eine Quelle“ feiert umjubelte Premiere in der Werkstatt Wer erinnert sich nicht an die einprägsamen Werbeslogans des Versandhauses Quelle? Seit dem 5. November 2009 ist das deutsche Traditionsunternehmen insolvent. Mit dem Untergang des Versandhandels verschwand auch eine der populärsten Lektüren aus unserem Alltag – der Quellekatalog.
Zeit, ihm eine eigene Hommage zu widmen. Diese Aufgabe hat das Theater Bonn übernommen und das Stück „Tausend Wünsche – eine Quelle. Oder: Der Pfennig ist die Seele der Milliarde“ inszeniert. Am Samstag, den 30. Ja mehr...
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 Der Mensch hinter der Fassade des Maschinenwerks
Bühne: Tugsal Mogul bringt mit Halbstarke Halbgötter imposantes Theater nach Endenich „Aber wir sollen ja nicht denken, wir sollen funktionieren!“
Dr. Pröll, Funktionsoberarzt der Chirurgie ist entsetzt, wirft seine Hände in die Luft und schleicht wie ein gebrandmarktes Tier um den Operationstisch herum. Seine Kollegen schauen ihn nur mit großen Augen an. Sie wollen ihn beruhigen. Doch das ist schwierig, weil sie sich selbst eingestehen müssen, dass er recht hat.
„Am Anfang war ich ehrgeizig, der 24-Stunden-Dienst hat mir sogar Spaß gemacht. Ich habe meine Kollegen unterhal mehr...
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 Ich habe (k)eine Freundin!
Bühne: „Das Tagebuch der Anne Frank“ als Mono-Oper im Theater Bonn Anne Frank war ein jüdisches Mädchen aus Deutschland, das sich gemeinsam mit ihrer Familie in einem Hinterhaus in Amsterdam vor dem Nazi-Regime verstecken musste. Zur Legende geworden ist sie durch ihr Tagebuch, das sie in dieser Zeit geschrieben hat. Es ging in die Literaturgeschichte ein.
Der russische Komponist Grigorij Samuiloviè Frid verwandelte es ab 1969 in eine Oper, 1972 war die Uraufführung. Seit Mittwoch, 27. Januar 2010, kann man das Werk nun auch im Theater Bonn sehen.
Das mehr...
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 Und alles um der Liebe willen...
Bühne: Premiere von "Cyrano" im Euro Theater Central Cyrano de Bergerac, französischer Edelmann, begnadeter Dichter und tollkühner Fechter, ist unsterblich verliebt in seine Cousine Roxanne. Doch in seinem Gesicht prangt eine große Nase, deren Gestalt und Wirkung ihm nur allzu bewußt sind.
Damit nicht genug: Roxanne gesteht ihm ihre Liebe – zum Kadetten Christian de Neuvillete, der auch sie liebt. Sie bittet Cyrano, Christian zu schützen, denn der schmierige Oberst Graf de Guiche hat Roxanne zum Objekt seiner Begi mehr...
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 Sister Act, neu gewandet
Bühne: "Non(n)sens" im Theater der Keller Eigentlich ist das Leben im Kloster für fünf Nonnen aus Hoboken, New Jersey, ein grauer Alltag. Als sie eines Tages durch Glück und ihre Leidenschaft zu Bingo knapp dem Tode entkommen, bietet sich ihnen eine Chance, dem Alltag zu entkommen. Mit einer Benefizshow erfüllen sie sich nicht nur den Traum, auf der Bühne zu stehen, sondern tun etwas Gutes für ihren Orden.
Warum sie das machen und wieso es eine Benefizshow ist, erzählen sie in der zweistündigen Musical-Komödie "Non(n)sens", mehr...
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 Clowneske Groteske
Bühne: „Der Golem“ feiert seine Premiere in der Oper Bonn Schon lange hatten Opernfreunde darauf gewartet, nun war es endlich soweit: Am Sonntag, 24. Januar, fand in der Oper Bonn die Premiere einer Inszenierung statt, die eine Seltenheit in der Opernlandschaft darstellt: „Der Golem“, ein Musikdrama in drei Akten von Eugen d’Albert.
Die Legende vom Golem ist ein uralter Mythos des Judentums, fast so alt wie die Religion selbst. Als Motivvorlage erfreute es sich immer wieder großer Beliebtheit, so auch in diesem Opus. 1926 wurde es uraufgeführt, im mehr...
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 Was ist Wirklichkeit in diesem Spiegelkabinett?
Bühne: Theatergruppe „FULMINANT“ zeigte „Mr. Pilks Irrenhaus“ in der Pauke Absurdes Theater, gespickt mit dem schwarzen Humor der Briten. Ken Campbell, der bekannte britische Schauspieler, Theaterregisseur und Schriftsteller, hat sich mit spitzer Feder an die Ergründung der menschlichen Identität begeben, an der so mancher gelegentlich zweifelt, mancher sogar verzweifelt.
In „Mr. Pilk’s Irrenhaus“ hat er eine Sammlung von Anekdoten zusammengetragen, die verschiedene Ausformungen einer Bewusstseinskrise aufzeigen und Ansätze zur Bewältigung bieten. Am Freitagabend, 2 mehr...
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 Die Hölle – das sind die anderen
Bühne: „Geschlossene Gesellschaft“ von Jean-Paul Sartre im Euro Theater Central
Sartres „Geschlossene Gesellschaft“ in der Inszenierung von Claus Marteau wird im Euro Theater Central schon seit 1980 gegeben. Die Wiederaufnahme-Inszenierung von Gisela Pflugradt-Marteau läuft seit September 2009.
Das Stück ist somit ein wahrer „Dauerbrenner“. Das liegt zum einen daran, daß es als Sartres bekanntestes Stück gilt. Zum anderen mag es aber auch daran liegen, daß es sich als „Einraum-Stück“ hervorragend für die Aufführung in einem Einraum-Theater eignet.
So scheint es für da mehr...
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 THEATER BONN GELINGT NEUERLICHE MILLIONENEINSPARUNG
Bühne: Mit einer schwarzen Null endet die Spielzeit 2008/09 am THEATER BONN, so der Tenor des Berichts der Wirtschaftsprüfer
Ab dieser Spielzeit hatte Klaus Weise einen Betrag von 2,7 Millionen Euro einzusparen. Bereits 2003, zu Beginn seiner Intendanz, wurde der Theateretat um 10 Millionen Euro per annum reduziert. Erfreulicherweise führten beide Einsparungen nicht zu dem befürchteten Publikumsrückgang.
Die Spielzeit lag mit 185.445 Zuschauern durchaus im Schnitt der zurückliegenden Jahre. Die Einnahmen aus Kartenverkäufen in Höhe von EUR 2.998.446 bescherten dem Bonner Theater das zweitbeste Ergebnis der vergange mehr...
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 Shakespeare mal anders
Bühne: Premiere von Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig" im Theater im Ballsaal
"Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht?
wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht?
wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht?
und wenn ihr uns beleidigt?"
Dieser, hier leicht gekürzte, Verteidigungsmonolog gehört zu den berühmtesten Textstellen aus William Shakespeares "Der Kaufmann von Venedig".
Im Original spricht ihn der Jude Shylock, der sich über die ihm angetane Ungerechtigkeit beschwert. In der Inszenierung von Severin von Hoensbroech ist es aber nicht ein Schauspieler, der di mehr...
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 Schillerndes Theater
Bühne: „Schiller – ganz oder gar nicht“ im Euro Theater Central
Ein Ensemble hat sich viel vorgenommen: Alle Dramen Schillers sollen an einem Abend gespielt werden. Damit das aber nicht zu lange dauert, wird jeweils nur der Kern des Stückes umgesetzt: immer nur eine Szene, vorzugsweise die vermeintlich wichtigste.
Darüber hinaus hat die Werktreue absolute Priorität. Das hindert aber nicht daran, landläufige Interpretationen, die im Mief des Kultussystemes seit Jahrzehnten wieder und immer wieder wiedergekäut werden, auch höchst pikant umzuwerfen, denn nur mehr...
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 …wenn ich Hänsel und Gretel wär
Bühne: „Being Hänsel und Gretel“ als grotesker Spaß für die ganze Familie
Das Märchen „Hänsel und Gretel“ zählt zu den beliebtesten Klassikern der Gebrüder Grimm. Gerade deshalb, dachte sich wohl das Theater Bonn, bilde die Geschichte die perfekte Grundlage für „Being Hänsel und Gretel“, die erste „Christmas Panto“ in Bonn, ein Theaterkonzept aus Großbritannien, bei dem traditionell in der Vorweihnachtszeit eine bekannte Geschichte durch pures Stegreiftheater und unter Einbezug des Publikums völlig neu dargestellt wird.
Doch das Stück ist keineswegs ein reines „We mehr...
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 Happy Days/Glückliche Tage
Bühne: Die Studiobühne feierte die Premiere von Samuel Becketts „Glückliche Tage“. „Oh, dies ist ein glücklicher Tag, dies wird wieder ein glücklicher Tag gewesen sein!“
Trotz dieser immer wiederkehrenden Zeile wird dem Publikum kein besonders vergnügliches Geschehen geboten. Die Bühne ist völlig schwarz, in ihrer Mitte sind zwei folienbedeckte Tische/Särge. Eine Frauenhand ragt zwischen ihnen empor. Links am Rande schläft ein großer, bis auf die Unterhose nackter Mann auf dem Boden, der wie ein grotesker Säugling erscheint.
Durch ein ohrenbetäubendes Geräusch wird das st mehr...
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 Dreiundzwanzig Jahre und nichts für die Unsterblichkeit getan!
Bühne: Wiederaufnahme von „Don Karlos, Infant von Spanien“ am Theater Bonn
Schillers Werke sind nicht für jeden leichte Kost. „Don Karlos“ hat den Dichter selbst schon einiges an Mühe gekostet: Vier Jahre (1783-1787) hat es allein gedauert, bis das Stück geschrieben war. Ein dramatisches Gedicht in fünf Akten – dass die Bonner Inszenierung trotz einiger Kürzungen rund 3 ½ Stunden dauert, überrascht nicht. Da ist Ausdauer gefragt – die was aber belohnt wird!
Die Handlung des Klassikers dürfte einschlägig bekannt sein: Der Marquis von Posa will das von Spanien unterj mehr...
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 Das geht doch alles kaputt hier!
Bühne: Anlässlich 20 Jahre Mauerfall: „Heaven (zu tristan)“ in der Werkstatt Bonn
Anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten zum Mauerfall hat sich das auch das Theater Bonn in Kooperation mit dem fringe ensemble intensiv mit dem Thema „Deutsche Revolutionen“ auseinandergesetzt und unter dem gleichnamigen Titel eine Sonderreihe aus verschiedenen Veranstaltungen zusammengestellt. Eine davon stellt die Inszenierung von Fritz Katers „Heaven (zu tristan)“ in der Werkstatt dar.
Das moderne Schauspiel, dessen Uraufführung gerade einmal zwei Jahre zurückliegt, transferiert die Legen mehr...
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 Camus' "Die Pest" als Solostück
Bühne: Gastspiel mit Jaap Achterberg am 9. und 10. Dezember im Euro Theater Central
Albert Camus' Roman „Die Pest“ ist ein dankbarer Theaterstoff. Die Gründe hierfür sind nicht nur seine Struktur, sondern auch seine Aussage: Losgelöst von jeglicher Transzendenz, kämpft der Mensch zeitlebens gegen die Absurditäten der Welt an. Die zwingen ihn zum existentiellen Kampf, zu dem er sich solidarisieren muß, um Erfolg zu haben. Dieser Erfolg jedoch bleibt kurzfristig.
Der Mensch leistet in der Welt eben Sysiphusarbeit. Diese Ansichten vertritt auch der Protagonist und Erzähler des mehr...
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 Basquiat:Re-Mix09. Eine Recherchemaschine – „You are selling me!“
Bühne: Der Künstler als populär-kulturelles Abziehbild
Das A.Tonal.Theater stellt mit Basquiat:Re-Mix09 den Querschnitt eines Lebens und ebenso einer Epoche dar. Mit Elementen wie u.a. YouTube, Fernsehschirmen, großflächigen Projektionen und einem DJ-Mixpult wird die scheinbare Essenz des Künstlers Jean Michel Basquiat und der 80er Jahre mit dem Zuschauer als Beobachter und indirekten Akteur aufgespielt. Laut, dröhnend, schrill, in Zeitlupe.
Der Remix einer Epoche
Die Darstellung des A.Tonal.Theaters versucht einer dramatischen Biograph mehr...
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 Theater Festival Impulse 2009 – abseits der großen Bühnen, jenseits des Mainstream
Bühne: Rückblick auf das Theater Festival Impulse 2009
Vom 25. November bis zum 6. Dezember fand in Köln, Düsseldorf, Bochum und Mühlheim a. d. Ruhr das Theater Festival Impulse 2009 statt. Mittlerweile haben sich die Eindrücke gesetzt – höchste Zeit für einen Rückblick.
Forum für neue Ideen
Das Festival präsentiert im Zweijahresrhythmus Theaterproduktionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber immer wieder auch Gäste, wie z.B. dieses Jahr aus Frankreich. Es bedient sich bei der Auswahl der Produktionen bewußt nicht a mehr...
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 Studentenalltag mal anders
Bühne: „Türkish Delight“ bringt Publikum mit „Ein-€-Theater“ zum Lachen. Studentischer Uni-Alltag hat viele Facetten. Dazu gehören das Zurechtfinden im bürokratischen Uni-Dschungel, Asta-Sitzungen und Studiengebühren. Aber auch Themen wie Partnerschaft, Kinderkriegen und Familienfeste bewegen die Studenten von heute. Wie passt all das in eine Vorstellung? Das zeigte die Gruppe „Türkish Delight“ am Montagabend in der ausverkauften Studiobühne.
Das aktuelle Stück besteht aus fünf Sketchen. Das wohl meistgehasste Übel der Studenten ist klar: Studiengebühren. Numan ha mehr...
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 Einladung zum High-Sein
Bühne: Theater Bonn zeigt „To All Tomorrow’s Parties“
Sie war Fotomodell, Schauspielerin, Sängerin – eine Ikone ihrer Zeit: Christa Päffgen alias Nico. Bekannt wurde sie als Frontsängerin bei “The Velvet Underground”, einer der erfolgreichsten Underground-Produktionen aller Zeiten, sowie vor allem als Muse von Andy Warhol. Im New York der 60er Jahre gehörte sie zu seiner berühmt-berüchtigten „Factory-Clique“, jener Künstlerschmiede, die sowohl durch revolutionäre Kunstideen wie vor allem durch exzessive Happenings auffiel. In „To All Tomorrow’s Par mehr...
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 Ein klassischer Gefühls-Reigen
Bühne: Das Russische Nationalballett zeigt „Schwanensee“ im Theater Bonn
Schon das Stück „Schwanensee“, geschrieben von Pjotr Iljitsch Tschaikowski, ist legendär. Es gilt als der Gipfel des klassischen Balletts und gehört bei jeder klassischen Ballettcompagnie zum Standardrepertoire. Somit darf es natürlich auch bei dem „Russischen Nationalballett – The Crown of Russian Ballet“ nicht fehlen, das als eine der beliebtesten Compagnien weltweit riesige Erfolge feiert. Vom 14. bis 16. Dezember gaben sie ein Gastspiel im Theater Bonn.
Prinzessin Odette und ihre tre mehr...
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 Ja. Jetzt sind sie alle tot.
Bühne: “Antony and Cleopatra” als Seifenoper
Tot sind Shakespeares Charaktere bekanntlich erst am Ende eines Stückes. Auch in „Antony and Cleopatra“ bleibt er sich selbst treu. So fragt Octavius Caesar: „How goes it here?“ Die Antwort: „All dead.“ In Anlehnung an diese Szene wandte sich Regisseurin Charlotte Karpenchuk an die Premierengäste und bedankte sich, nachdem der Vorhang in der Brotfabrik gefallen war. Ein klassisches Ende, das auf eine moderne Theateradaption folgte, in dem selbst Laptop und iPod Einzug hielten.
William Shakes mehr...
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 Gut ist Böse – Weiß ist Schwarz
Bühne: Ungeschönte Doku-Performance von I said the things you told me not to say. Please forgive me – Stumm und ernst halten sie die Transparente hoch, blicken die Zuschauer durchdringend an. Und der Geräuschpegel auf der Bühne verstummt ebenso jäh, wie er gekommen ist. Einige rutschen leicht unbehaglich auf den Stühlen herum. Doch bevor man sich zu irgendeiner Form der schwerwiegenderen Reaktion hinreißen lassen kann, geht es auch schon weiter. Das fringe ensemble und phoenix5 erschütterten mit der Doku-Performance I said the things you told me not to say mehr...
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 Fünf Frauen und ein Mann
Bühne: Premiere des Stückes Madame de Sade im Euro Theater Central
Liebe, Intrige, Flucht, Loyalität und unabdingbare Willensstärke. Dieses Stück, gleicht einem skandalösen Feuerwerk der Gefühle.
Marquis Alphonse de Sade ist ein Mann, der nicht nur wegen seiner Frauengeschichten bekannt ist, sondern aufgrund seines lasterhaften Lebens im Gefängnis gelandet ist. Seine durch und durch loyale Ehefrau Reneé de Sade gibt trotzdem nicht auf, ihn aus der Gefangenschaft zu befreien. Dafür nimmt sie dankbar die Hilfe anderer Frauen in Anspruch. Auf der mehr...
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 Wenn einer eine Reise macht
Bühne: Auf den Spuren von Friedrich Schillers „Die Räuber“.
„Man nehme dieses Schauspiel für nichts Anderes, als eine dramatische Geschichte [...]. Nun ist es aber nicht sowohl die Masse meines Schauspiels, als vielmehr sein Inhalt, der es von der Bühne verbannet.“
So die Worte Friedrich Schillers im Vorwort seines Dramas „Die Räuber“ im Jahre 1781. Manch einer hat das verstaubte, gelbe Reclam-Heft noch im Bücherschrank stehen und erinnert sich an die vielen Interpretationsversuche des Stoffes aus der Sturm und Drang Zeit.
Was will der Autor uns mehr...
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 Reim in Flammen
Bühne: 4 Jahre Poesie und Prosa in Köln.
Groß wird das vierjährige Jubiläum begangen. Statt im Tsunamiclub weicht "Reim in Flammen" in den Kölner Stadtgarten aus und lädt sich große und kleine Stars der deutschen Slamszene ein. Angesichts der Schlange vor dem Eingang wird klar: Poetry Slam ist keine Untergrundkunst mehr. Bei einem Slam versucht man selbstverfasste Texte und Gedichte einem Publikum vorzutragen, und das besser als die Konkurrenz.
Mit 400 Menschen ist der "größte Slam Kölns" , so Moderator Benjamin Weiß, ausverkauft. U mehr...
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 Spuren der Vergangenheit
Bühne: Am 21.10.2009 feierte die neu gegründete Gruppe "Jüdisches Theater Tacheles Köln" ihre Premiere mit dem Theaterstück "Liebe in dunklen Zeiten" von Joshua Sobol.
Wie geht man mit der eigenen traumatischen Vergangenheit um - oder der Frage nach der Schuld? Was macht der Krieg aus den Menschen? Unter anderem mit diesen Fragen beschäftigt sich das Stück "Liebe in dunklen Zeiten".
Das Stück ist ein Gespräch zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen, die zunächst nicht bemerken, dass sie auf der Suche nach denselben Antworten sind. Anda und Petra – gespielt von Dagmar von Kurmin und Marion Minetti – sind trotz völlig unterschiedlicher Lebensläufe auf ähn mehr...
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 Keine ganz normale Schlafzimmergeschichte
Bühne: Im Euro Theater Central läuft im Oktober „Dreier“. Ein „postdramatisches“ Stück von Jens Roselt, inszeniert von Stefan Krause. Mit Doris Lehner, Hanno Dinger und Richard Hucke.
Eine Frau und ihr Liebhaber liegen im Bett, beim und nach dem Sex. Danach, dazwischen und währenddessen ein zerrissener Dialog, der ein viel zu vordergründiges Verhältnis offenbart, das in erster Linie jedem der beiden selbst am dienlichsten zu sein scheint. Die Gemeinsamkeit des Paares, das wird schnell klar, erschöpft sich vorderhand darin, daß man sich eben zusammen „dem einen“ widmet und sich so gegenseitig Vergnügen verschafft. Aber selbst dabei agiert man nicht gerade in bestechender Harmo mehr...
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 Eiskalte Engel am Sachsenring
Bühne: Joe Knipp inszeniert den Klassiker „Gefährliche Liebschaften“.
Verwicklungen um Macht, Intrigen und Verführung. Nein, in diesem Fall ist das nicht die Ankündigung für eine neue Folge der Daily Soap „Verbotene Liebe“. Das sind die Komponenten des Theaterstücks „Gefährliche Liebschaften“, das am vergangenen Donnerstag im Theater am Sachsenring unter Regie von Theaterleiter und -lehrer Joe Knipp Premiere feierte.
Im Zentrum der Handlung stehen die Protagonisten Marquise Isabelle de Merteuil, gespielt von Rebecca Madita Hundt, und der Vicomte Sébastien de V mehr...
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 Alte Mäntel und schwarze Erde
Bühne: Die Erinnerungen Nadeschda Mandelstams werden zum Leitmotiv der neuen Koproduktion der Schule des Theaters und der Kunsthochschule für Medien.
„Weil das Glück eine Erinnerung ist, gibt es das Glück, weil gleichzeitig das Umgekehrte der Fall ist“ – sinniert Nadeschda Mandelstam zu Beginn des Stücks. „Glück“ und „Erinnerung“ hängen für die alte Frau eng miteinander zusammen, die sich nach dem grausamen Tod ihres Ehemanns Ossip in einem Arbeitslager bei Wladiwostock 1938 die Bewahrung seines literarischen Werkes vor dem Vergessen zur Lebensaufgabe macht. Da die Erfahrung sie gelehrt hat, dem Geschriebenen gegenüber misstrauisch zu sein, mehr...
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 Eine Geschichte ohne Worte
Bühne: Am 23.09.09 feierte das Tanzstück „Flashback“ Premiere in der Alten Feuerwache Köln. Man wusste nicht so ganz genau, worauf man sich bei dieser Vorführung eigentlich einließ, sofern man den als Vorlage dienenden Roman „Camere separate“ des Italieners Pier V. Tondelli nicht vorher gelesen hatte. Das Programmheft zeigte sich inhaltstechnisch nicht gerade aufschlussreich und vermittelte nur eine vage Vorstellung über die eigentliche Handlung. Von Andersartigkeit, von Tod und der Erschütterung gesellschaftlicher Mechanismen ist dort die Rede. Soweit, so unklar.
Dementsprechend r mehr...
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 Gertrude Stein. weiter anfangen. wir fangen an.
Bühne: Ein Experiment aus Sprache, Rhythmus, Form zur Spielzeiteröffnung der studiobühneköln. EIN STÜCK PAPIER IST EINE WEISSE FLÄCHE IST EIN BRIEF IST EINE KRONE IST EIN BRAUTSCHLEIER IST EIN STÜCK PAPIER. So setzt das Ensemble c.t. 201 den bekannten Satz Gertrude Steins „a rose is a rose is a rose is a rose“ in ein eigenes Konzept um.
Worte sind für Gertrude Stein ein Spiel – das genau ist der Fluch, aber auch der Reiz ihrer oft abstrakt und konstruiert wirkenden Texte. Löst man diese jedoch aus ihrer starren Schriftlichkeit, um sie tatsächlich als Spiel auf der Bühne erlebbar zu m mehr...
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 "Für mich soll´s rote Rosen regnen"
Bühne: Mit einer emotionalen Hommage an die Ausnahmekünstlerin Hildegard Knef beeindruckt das Sommerstück im Theater der Keller. „Ich heiße Hildegard und möchte Schauspielerin werden.“ Mit 16, da hatte die Knef noch Träume, naive Vorstellungen davon, was es heißt, berühmt zu sein. Das Leben der Hildegard Frieda Albertine Knef verlief aber keineswegs immer geradlinig, sondern war von Schicksalsschlägen, Einsamkeit und Krankheit geprägt.
Doch gerade diese Achterbahnfahrt des Lebens und ihr Mut zeichnen Knefs faszinierende Persönlichkeit aus und bergen das Potenzial, aus dem die Revue „Für mich soll´s rote Rosen re mehr...
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 Theater geht in Serie: Eine "schillernde" Pilotfolge in Köln
Bühne: Theaternovela ‚Pension Schiller II’ startet mit ‚Hurricane durchs Mikrophon’. Was passiert, wenn Theater in Serie geht? – Theater. Davon können sich künstlerisch aufgeschlossene Liebhaber des weniger klassischen Schauspiels in dieser Woche überzeugen. Der Weg zum Schauspielhaus ist nicht nötig: Das ehemalige Konditorei-Café Oehler, direkt um die Ecke (Nähe Heumarkt), ist nämlich von Sonntag bis Sonntag zu einer kleinen Fernsehstube mutiert. Doch statt Lindenstraße, gibt es große theatrale Leidenschaft und ganz großes Chaos zu sehen: ‚Pension Schiller II – nicht nur ein Th mehr...
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 "To stamp out evil with a worse evil"
Bühne: Die Bonn University Shakespeare Company (BUSC) inszeniert “A clockwork orange” von Anthony Burgess. „Hey, I’m not a thing, brother!“ betont Alex, der zweifelhafte Held der Geschichte, kurz vor seinem verzweifelten Sprung aus dem Fenster. Ein Selbstmordversuch, der sich darauf begründet, ein Spielball von Politik, Wissenschaft und Regierung zu sein. Alex, der brutale Schläger, der Vergewaltiger, der Mörder – und das Opfer. Die Bonn University Shakespeare Company (kurz: BUSC) nahm sich mit ihrer diesjährigen Sommerproduktion ein komplexes, gewalttätiges und strittiges Original vor. Die Premiere mehr...
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 Kreativität als Rohstoff der Zukunft
Bühne: Normalerweise packt man zu einem Interview ein Paar Extrafragen ein, falls sich sein Gegenüber als zu wortkarg erweisen sollte. Diese Vorsorge stellte sich bei Thomas Daviaud, welcher die Rolle Mephistos bei der Theateraufführung „Faustspuren“ übernommen hat, als unnötig heraus. Der aus Frankreich stammende Schauspieler mit seinem sympathischen Akzent hatte einiges zu seiner aktuellen Rolle, dem Theater an sich und seiner allgemeiner Zukunft zu sagen. cw: Hr. Daviaud, schildern Sie uns kurz ihren Weg zur Bühne.
Daviaud: Vor circa zehn Jahren habe ich an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter studiert. Danach arbeitete ich in unterschiedlichen Theatern in Berlin, Holland, Frankreich und Italien. Da ich freiberuflicher Schauspieler bin, habe ich meistens drei bis vier Arbeitgeber und unterrichte auch selbst an einer Schauspielschule in Südfrankreich. Das geht von Coaching von Rechtsanwälten bis zu sozialpäd mehr...
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 Faust auf der Spur
Bühne: Das Ensemble Theaterwandel/Fakt21 NRW geht mit ihrer Inszenierung von Goethes Faust II „Faustspuren“ unkonventionelle Wege, indem es mit Akrobatik, Ausdruckstanz Musik und klassischen Theaterelementen ein Crossover von Kunstformen erschafft- und damit auf ganzer Linie überzeugt. Schon wieder eine Neuinterpretation eines klassischen Stücks? Vor allem bei Goethe stellt sich dem Theaterbesucher im vornherein die berechtigte Frage, ob das gut gehen wird. Oft genug wurde man Zeuge davon wie überfleißige Regisseure mit ihren schwerlich nachvollziehbaren Eigenvisionen richtige Gräueltaten auf der Bühne verübten.
Umso gespannter ist man dann als das Licht ausgeht und die Publikumsgespräche langsam verstummen. Der Blick heftet sich auf die verdunkelte Bühne. Plötzlich vernim mehr...
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 „Alles was nie schläft, möchte sich in Deinen Armen ausschlafen“
Bühne: Das Leben einer russischen Lyrikerin in der Orangerie am Volksgarten. Das Programm zum neuesten Stück des Svetlana Fourer Ensembles verspricht traumähnliche Sequenzen, die in die Welt der russischen Lyrikerin Marina Zwetajewa Einblick gewähren sollen. In die Welt einer russischen Literatin, die ein abenteuerliches Leben mitten im unruhigen Europa zwischen Krieg und Poesie zu Beginn des 20. Jahrhunderts führte. Teil dieser Welt war die Begegnung mit Rainer Maria Rilke, den sie nie in Natura, sondern nur in Liebesbriefen traf. Ein Seelenverwandter, der starb, bevor mehr...
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 Gratis und nicht Umsonst
Bühne: Das Sommer Special im Kölner Atelier Theater. „Was umsonst ist, nützt auch nichts“, sagt der Volksmund. „Kostet nichts, lohnt sich aber“, sagt Rosa K. Wirtz und lädt seit dem 08.Juni und bis zum 27.08.2009 wieder „Gratis und nicht Umsonst“ ins Kölner Atelier Theater ein. Täglich (außer Freitag bis Sonntag) ab 21h30 treten hier an den ersten vier Tagen der Woche KünstlerInnen im Atelier Kaffee auf. Um sich vorzustellen, neues aus aktuellen Programmen auszuprobieren oder um die kleine Bühne im Atelier Kaffee, das an diesen Abenden ab 20 Uhr g mehr...
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 Kurt Schwitters Erben im Bügelwahn
Bühne: Theaitetos Trio mit „Wir bügeln in der Finsternis“ im Bonner thaterimballsaal. Es ist doch ungewöhnlich, dass der vierte Mann des „Theaitetos Trios“, es eigentlich gar keines sein lässt. Ungewöhnlich ist auch das, was die vier Künstler uns in ihrem aktuellen Programm präsentieren.
Wer Witze reißende Musiker, gepaart mit der üblichen, leichtverträglichen Comedy-Kost erwartet, der wird nach einem Abend mit Helmut Buntjer, Johannes Dolezich, Udo Herbst und Bernd Kortenkamp nicht nur überrascht, sondern auch ziemlich enttäuscht sein. Wer hätte auch ahnen können, dass der Hi mehr...
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 Vorder-, hinter-, abgründig
Bühne: Das Schauspiel Köln inszeniert Harold Pinters Die Geburtstagsfeier. Die Musik setzt mit voller Wucht ein. Der Bass lässt die Sitzfläche vibrieren, der Körper surrt mit. Dolby-Surround-Gefühl. Der Vorhang öffnet sich.
Mehr einer Kinoleinwand als einer Theaterkulisse gleicht die Szene: Ein Cinemascope-Format mit bemerkenswerter Tiefenschärfe. Es könnte ein Bild von Gregory Crewdson sein, der seine fotographischen Inszenierungen so aufwendig wie ein Filmset beleuchtet. Wir sehen in das Interieur einer verschrobenen Pension; dort ist jede Blume, jeder Stuhl, ja mehr...
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 Den kleinen Vogel Angst – sie fängt ihn ein
Bühne: Die Tanztheaterproduktion Blind Date bewegt sehendes und blindes Publikum. Der Leiter des Sommerblut Festivals Rolf Emmerich erhebt vor der Vorstellung kurz seine Stimme. Um den sehbehinderten Gästen bühnennahe Plätze zu gewährleisten, bittet er diese zuerst in den Vorstellungsraum.
Doch auch für diejenigen, die nachrangig den Raum betreten, sind noch gute Plätze frei – immerhin gibt es gleich vier erste Reihen. Die quadratische Tanzfläche befindet sich in der Mitte. Während sich die Reihen peu à peu fast lückenlos füllen, hat die Vorstellung schon begonnen. Unters mehr...
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 Einmal Gott spielen
Bühne: Die Theatergruppe "Mutprobe" präsentierte am vergangenen Wochenende im Schützenhof mit Woody Allens "Gott" eine erfrischende und unterhaltsame Darbietung dessen, was man gutes Theater nennen kann. "Sie werden gleich Gott sehen", verspricht Oliver Wenzel mit ernster Miene dem Publikum. Ein Satz, der hohe Erwartungen an die zwölfköpfige Theatergruppe stellt, denn spätestens ab diesem Zeitpunkt warten die knapp 100 Zuschauer auf eine Erleuchtung. Und natürlich auf Gott. Und Gott kommt. Wenn auch anders, als erwartet.
Wir befinden uns in Griechenland, nur wenige Minuten vor dem Auftakt des "Athener Dramatikerfestivals" und Hepatitis (herrlich mit sich und der Welt ringend: David Schumacher mehr...
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 Das UnGLÜCK der Götter
Bühne: Uraufführung von Kristóf Szabós Glück im Rahmen des Sommerblut-Festivals im Arkadas Theater am 21.5.2009. „Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen.“ (Albert Camus, Der Mythos von Sisyphos)
Kristóf Szabó inszeniert in seinem intermedialen Werk den Mythos des Sisyphos und begibt sich auf die Suche nach dem Glück. Dem Glück, das auch der sisyphossche Mensch sein Leben lang erstrebt. Er muss sich des eigenen Egos entledigen und wahres Mitgefühl verspüren, um Glück von Dauer zu empfinden.
Dies ist auch das größte mehr...
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 „Wer ist das nächste Opfer?“
Bühne: Meisterklasse – das Leben der Maria Callas neu inszeniert, feiert im Rahmen des Sommerblutfestivals Premiere. Eine fast leere Bühne erwartete den restlos gefüllten Saal in der Jungen Kammeroper Köln bei der Premiere von „Meisterstück“ am 16. Mai 2009, einem Musiktheaterstück von Terence McNally, neu inszeniert von Volker Hein. Ein Klavier, ein Stuhl, ein Tisch mit einem Wasserkrug, sonst nichts. Diese Bescheidenheit der Bühnenausstattung kollidiert zunächst mit der Erinnerung an den schillernden Opernstar Maria Callas, um den es hier gehen soll. Wo ist der Prunk, wo ist der Glamour? Schließlich ist sie mehr...
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 Die erstaunlich aktuelle Brisanz eines Mythos
Bühne: Mit einer gelungenen Inszenierung von Euripides´ „Iphigenie“ wird im Schauspielhaus die Sinnlosigkeit der Menschenopferung aufgezeigt. Grelle Scheinwerfer strahlen von der Bühne ins Publikum. Eine Windböe weht eine Art Papierschiff heran, das sich hin und her bewegt. Dann plötzlich klappt die hintere Wand der Bühne zu, der Raum verdunkelt, Wind und Schiff stehen still.
Der Heerführer Agamemnon (Felix Goeser) tritt aus dem Schiff heraus. Um ihn herum schwirren die in dunkle Gewänder gehüllten Chormitglieder.
Seit Wochen nun verhindert diese Windstille das Auslaufen der griechischen Flotte gegen Troja. Der Seher Kalchas ver mehr...
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 Orlando scrapped
Bühne: Unmittelbar beginnt der Tanz. Unmittelbar hört er auf. Das Ende ist der Anfang und in beiden verlieren sich die Tänzer des Bonner Ensembles COCOONDANCE in ihren individuellen Bewegungen. Faszinierend und akrobatisch, sinnlich und verstörend fremdartig, ziehen unsichtbare Energien an den Gliedmaßen. Bis aus diesem Wahnsinn ein Schrei ertönt, sich wiederholend, verzweifelt. Orlando Furioso, alias der rasende Roland, verliert seinen Verstand. Wie kaum ein anderes Stück ist Orlando Furioso von Ludovico Ariosto dazu geeignet, in Tanz und Bewegung umgesetzt zu werden. Die Handlung beinhaltet unzählige, ineinander verschachtelte Erzählstränge - Emotionen von Liebe, Eifersucht und Enttäuschung sind die Leitthemen. Eine Koproduktion von COCOONDANCE mit dem Theater Bonn, dem Theater im Pfalzbau Ludwigshafen und The Manning Camerata-Orchestra, London, haben sich dem Projekt angenommen, das Epos tanzbar zu machen.
Alle Handlungsstränge fi mehr...
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 Ein Märchen aus Farben und Musik
Bühne: „Die Liebe zu den drei Orangen“ als Pantomime von Milan Sladek Der kleine Schelm Truffaldino zittert so sehr, dass der gesamte rote Bühnenvorhang wackelt. In der Hocke kauert er unter dem Stoff, nur sein Hinterteil lugt hervor. Ihm ist die Köchin mit dem riesigen Suppenlöffel auf den Schlichen, eine weiße Tüll-Schürze umschnürt ihren massigen Körper, die Haare stehen ihr bedrohlich bunt zu Berge. Doch mit dem kleinen seidenen Schal gelingt es Truffaldino, die Küchenwächterin zu bezirzen. Und während er aufpassen muss, nicht in der Brustfülle der zyklopenähn mehr...
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 „Wär sie schäbig wie die Nacht, das juckt mich nicht“
Bühne: Die Zähmung der Widerspenstigen in der Werkstattbühne Bonn. Es ist ein ungleicher Kampf. Der kleine Hund versucht sich wild kläffend zu verteidigen, aber irgendwie hat er keine Chance.
Gut, das schwarze Kostümchen und die Pumps seines Gegenübers behindern etwas und der Rock ist auch eigentlich zu kurz, um damit auf allen vieren herumzukriechen, aber diese Frau ist alles andere als zimperlich. Wer sich mit ihr anlegt, der muss ordentlich einstecken – das hätte der Hund sich besser vorher überlegt.
Diese Szene ist der überraschende Auftakt der aktuell mehr...
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 Kushner, Hitler und Lenins Gehirn
Bühne: Das Endenicher theaterimballsaal zeigt in Zusammenarbeit mit der Akademie für Internationale Bildung What is to be done? – A Tribute to Tony Kushner, eine englischsprachige Produktion des LostAngeles Ensembles, einer Gruppe von Theater- und Tanzstudenten der Loyola Marymount University in Los Angeles. Wenn 21 schwarz gekleidete Menschen die Bühne betreten und sich beginnen tänzerisch in der Mitte zu einem wirren Haufen zu formen, dann macht das neugierig auf das, was da noch kommen mag - und das ist nicht einfach zu beschreiben.
Zunächst beginnt das Menschenknäuel sich wieder auseinander zu bewegen und es entstehen drei Gruppen. Da wären wir auch schon mitten in der Handlung. Drei Gruppen für drei Theaterstücke aus denen abwechselnd einzelne Szenen gespielt werden.
Klingt verwirrend - mehr...
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 Kidnapping neu interpretiert
Bühne: Die Bonner Oper inszeniert Mozarts „Entführung aus dem Serail“ und geht dabei recht modern vor Hätte Mozart das Wort „kidnapping“ gekannt und die bezaubernde Julia Nevikova in ihrer Rolle als britische Blondie gesehen, er hätte alle Pläne über Bord geworfen und die Oper in englischer Sprache verfasst. Allein aus dem Grund, um die blonde Schönheit ein wenig öfter das Wörtchen „fantastic“ sagen zu hören, das in ihrem glucksenden Lachen fast untergeht.
Doch es blieb bei der „Entführung aus dem Serail“, sodass es an Intendant Markus Dietz war, den Charakteren einen neuen aber hochwertigen mehr...
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 „Weg mit der Verstellung!“
Bühne: Die Geschichte der „Maria Stuart“ um Machtkampf, Liebe und Leidenschaft im Theater der Keller. „Maria Stuart!“ Es ist ein langer, gedehnter Schrei, den Elisabeth I. ausstößt. Die Verzweiflung der gebrochenen englischen Königin klingt nach Dämonenaustreibung und Hilferuf zugleich. Doch die Stuart ist längst tot, besiegt ist die ewige Rivalin.
Mit nur 27 Jahren nahm man sie gefangen, nach fast 20 Jahren Kerkerhaft starb sie am Schafott: Maria Stuart, Königin von Schottland, überzeugte Katholikin, konnte sich der herrschaftlichen Macht ihrer Gegnerin nicht erwehren. Im Frühjahr 1587 unter mehr...
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 Sweet Home Alabama?
Bühne: Am Donnerstag feierte „Winter im Morgengrauen”, eine Produktion des fringe ensembles und des Münsteraner Produktionslabels phoenix5, im Bonner theaterimballsaal Premiere. Auf der Bühne befinden sich drei Herren, die darauf warten, dass auch das letzte Stuhlknarzen, das letzte Wort aus den Reihen des einströmenden Publikums verstummt.
„Was mir damals zugestoßen ist, wird, so hoffe ich, nur hier offenbart werden. Ein Geheimnis wird es bleiben, jeder Einzelne wird sich daran erinnern.“ Jeder Einzelne. Das beinhaltet auch das Publikum.
Die Romanadaption des dänischen Autors Jens-Martin Eriksen nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise, die er so schnell nicht verg mehr...
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 Sie reden miteinander übereinander und treffen aufeinander
Bühne: Die Abschlussklasse der Arturo-Schauspielschule präsentierte in der Brotfabrik ihre zweite Abschlussinzenierung „Die bessere Hälfte“ von Alan Ayckborn. Nach dem großen Erfolg in Köln, begeisterten die sechs (fast) fertigen Schauspieler nun die Zuschauer in der Brotfabrik Bonn/ Beuel. Das Ehepaar Foster, aristokratische Oberschicht, korrekt, fast ein bisschen pingelig, nach außen hin eine blütenweiße Beziehung. Hier liegt nicht einmal Staub auf dem Teppich. Das Ehepaar Philip, das genaue Gegenteil, sie lieben und sie schlagen sich, das Baby manchmal nur Nebenrolle. Hier liegt nicht nur die leere Cornflakes-Packung auf dem Teppich und der zweite Schuh im Papierkorb, sondern auch das Balisto unter dem Teppich. Das dritte Ehepaar, William und Mary Featherstone, eine „zwischen-de mehr...
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 „Du treibst mich in den Wahnsinn!“
Bühne: Das Schauspiel „Reden mit Mama“ feierte am Samstag im Euro Theater Central Premiere. Thema des Stücks ist die vielschichtige Beziehung zwischen Pablo und seiner Mutter, die neben Existenzangst auch einen neuen Freund und einen neue Lebensphilosophie hat: den „Anarchopensionismus“. Exkurs: Ein typischer Anruf bei meinen Eltern:
„Hallo?“
„Hallo Mama, ich bins.“
„Ach, du meldest dich auch mal wieder?“
„Ja... ähm...ich hatte in letzter Zeit ziemlich viel zu tun.“
„Du warst wahrscheinlich wieder Tag und Nacht feiern, das kann ich mir schon vorstellen!“
„Nein, Mama. War ich nicht. Ich bin mitten in der Klausurenphase und den ganzen Tag in der Bibliothek!“
„Das will ich auch hoffen, wir bezahlen ja nicht umsonst dieses ganze Geld für deine Ausbildung...“
Im schlechtes mehr...
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 Intrigantes Mühlespiel mit Happy End... vielleicht...
Bühne: Die evangelische Studierendengemeinde (ESG) Bonn brachte den Komödien-Hit Viel Lärm um Nichts des Großmeisters William Shakespeare auf die Bühne. "Heute abend gibt's hier ein Mühlespiel..." Das hätte man meinen können, wenn man sich die Bühne der ESG mal genauer ansah. Das Zentrum der Spielfläche glich einem schwarz-weißen Spielbrett, links und rechts davon türmten sich ebenso schwarze und weiße Spielfiguren. Was das mit der ursprünglich geplanten Aufführung von Shakespeares Viel Lärm um nichts zu tun haben sollte, wurde schnell klar: Im Stück selbst wird oft auf das Mühlespiel verwiesen und auch die Handlungsstränge drehen sich um mehr...
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 Achtung: Schreckschusswaffen im Theater
Bonn University Shakespeare Company spielt The Roman Actor in der Brotfabrik. Der warnende Hinweis am Eingang des Theatersaales kommt nicht von ungefähr. Auch wenn viele es nicht glauben möchten, die Werke von Shakespeare und Co. sind gefährlich, vielseitig, spannend und verwegen. Das beweist die BUSC (Bonn University Shakespeare Company) jedes Jahr von Neuem, wenn sie sich eines dieser Stücke annehmen. Was dabei heraus kommt ist alles andere als staubtrocken und bieder. Die Theatergruppe erfindet das Material neu, filtert die Essenz heraus und mischt sie mit eigenem krea mehr...
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 Isch liebe disch
Der kleine Prinz landete im Jungen Theater Bonn Das erste Bild - das Innere eines Linienflugzeuges- auf den Bühnenvorhang projiziert, gibt sogleich einen Einstieg in das Stück, für die Besucher (die während des Fluges ihre technischen Geräte ausstellen sollen), wie auch für die Akteure: es beginnt die Reise. Eine Reise in die Erzählung von Antoine de Saint-Exupéry, eine Reise durch das Weltall bis hin zur Erde, eine Reise in die Geschichte des kleinen Prinzen und seinem langen Weg zur Erkenntnis was Freundschaft und Liebe wirklich bedeuten.
mehr...
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 Der Nussknacker knackt alle Herzen
Die lettische Nationaloper Riga gastiert in der Bonner Oper. Der erste Besuch beim Ballett ist eine heikle Angelegenheit – entweder man liebt es oder man hasst es. Ich bin neugierig, aber auch etwas unruhig. Und dann bahnt sich ganz schön patent und selbstsicher, mit einem großen Sitzkissen in der Hand, ein kleines Persönchen den Weg zu mir durch, setzt sich auf seinen Platz und grinst zu mir rauf. Auf meine Frage hin erwidert sie, sie sei schon ganz oft beim Ballett gewesen. Ihre Mutter sei auch da, allerdings würden sie die Karten immer erst so spät kau mehr...
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 Kampf der Königinnen
Das Schauspiel Maria Stuart im Kleinen Theater Bad Godesberg. Zwei Frauen, so verschieden wie sie nur sein können. Die eine sinnlich, von Männern umworben, ihre Schönheit besungen, die Inkarnation des Weiblichen schlechthin. Die andere eine, die ihre Jugend nicht ausleben konnte, sich bereits in jungen Jahren in einer männlich dominierten Politik behaupten musste und die mehr männliche als weibliche Attribute aufweist. Maria Stuart und Elisabeth Tudor - zwei Königinnen, die eine Schottlands, die andere Englands und beide kämpfen sie um den englischen Thron mehr...
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 Von Bösewichten und Ohrwürmern
Kalle Blomquist ermittelt in den Kammerspielen Bad Godesberg. Im Saal der Kammerspiele Bad Godesberg riecht es nach Gummibären und Keksen. Nein, nicht dauerhaft, aber am heutigen Abend strömt das Aroma von Süßigkeiten eindeutig durch die Stuhlreihen. Der Grund für die ungewöhnlichen Gerüche an diesem sonst doch der ernsthaften Kunst gewidmeten Ort, ist das Familienstück Meisterdetektiv Kalle Blomquist, die Bühnenadaption von Astrid Lindgrens berühmten Kinderbuch. Dem Anlass entsprechend stellt sich die Publikumsstruktur dar: Der für einen Mittwochab mehr...
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 Wenn Robin Hood aus einem Feuerwehrauto steigt
Familienstück Robin Hood feiert Premiere in der Halle Kalk. Das kleine Mädchen Marian lebt mit ihrem Großonkel Sir Richard in einem Schloss, irgendwo in England. Dort fühlt sie sich auch sehr wohl, bis eines Tages der raffgierige und korrupte Sheriff von Nottingham, Lord Trumm, sich die schöne Behausung unter den Nagel reißen möchte. Mit einer gemeinen Intrige, inszeniert von seinem Gehilfen Jack, das Wiesel, scheint es ihm zunächst auch zu gelingen. Der Großonkel wird in den Kerker geworfen und Marian wird gerade noch so von Robin Hood gerettet, der die mehr...
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 „Gestern, Punkt halb elf, ist die Vernunft gestorben.“
Ibsens Peer Gynt als tragikomische Groteske im Schauspielhaus. Es beginnt verzaubernd märchenhaft. Während man sich im Zuschauerraum noch mit letztem Hüsteln vorbereitet, erhebt sich aus dem Dunkel mehrstimmiger a cappella Gesang. Langsam wird die Bühne in warmes Licht getaucht und ein Puppenstuben-Bild erscheint: Ohrensessel und Stühle sind auf der in drei Höhenstufen unterteilten Fläche verteilt, regungslos verharren die acht Darsteller in ihren Sitzpositionen. Doch der Schein trügt. Je mehr die Scheinwerfer zu erkennen geben, desto deutlicher die Irritat mehr...
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 Das Bierchen danach - Theater als Herausforderung
Faust, der Tragödie erster Teil in der Halle Kalk. „Faust – schwere Kost…“ kommentierte vor einigen Jahren mein Großonkel, als ich ihm bei einem unserer Familienfeste von meiner neuen Lektüre erzählte. Diese Reaktion konnte ich zunächst überhaupt nicht verstehen, hatten mich doch Goethes Zeilen vom ersten Vers an beeindruckt. Doch zugegebenermaßen sind mir diese Worte wieder in den Sinn gekommen, als ich nach der beinahe vierstündigen Inszenierung die Halle Kalk verlasse. Denn mein Großonkel hätte diese Darbietung sicherlich nicht nur für schwer mehr...
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 Amor legt Herzen in Ketten
Die Oper Bonn feierte mit Orlando Furioso am 19. Oktober Premiere. Wer ist eigentlich in wen verliebt? Und warum leidet jeder an verratener Liebe, unerwiderter Liebe oder hoffnungsloser Liebe? In Aurelia Eggers Neuinszenierung von Vivaldis Barockoper aus dem Jahre 1727 geht es drunter und drüber, niemand scheint sein Glück in der Liebe so recht finden zu können. An dieser Stelle ein rascher Einschub für alle diejenigen, die beim Wort Barock - und dann noch in Kombination mit dem Wort Oper - am liebsten die Flucht ergreifen würden: Das Werk ist gar nicht mal so mehr...
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 Alles andere als „grauenvoll, diese Nacht“
Die Oper Bonn feiert mit Un Ballo in Maschera Premiere. Es geht um kräftige Schüsse und heiße Liebe. Ein Schuss. Damit endet das Leben von Ricardo und beginnt die Geschichte. Der Opernsaal liegt im Dunklen, die Streicher beginnen ein leichtes Spiel. Nur langsam erhellt sich die Bühne in kalt-weißem Licht und gibt den Blick auf einen mit dem Rücken zum Publikum stehenden Mann frei. Er hält sich am metallenen Gitternetz der Wand fest, das weiße Hemd achtlos aus der Hose hängend, bis er sich umdreht, ziellos erst nach rechts, dann nach links wankt und es knallt. Ricardo, Graf von Warwick, fällt un mehr...
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 Ein Blumenmädchen als Versuchsobjekt
Das Musical My Fair Lady im Kleinen Theater Bad Godesberg. Der Gedanke, dass man auf sein eigenes Werk stolz sein könnte, so sehr, dass der Stolz sogar in Liebe umschlägt, erscheint vielleicht gar nicht so abwegig. Das dachte sich auch schon Ovid, dessen Bearbeitung des Mythos Pygmalion bis heute immer wieder rezipiert wird. Die Geschichte um den Künstler, der sich in die von ihm geschaffene Elfenbeinstatue einer Frau verliebt, hat ebenfalls Bernard Shaw fasziniert. Der schuf daraus sein Schauspiel Pygmalion, in dem der Sprachwissenschaftler Prof mehr...
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 Dieses Jahr geht’s in die Oper!
“Verliere im Dreivierteltakt drei Viertel deiner Tugend.“ – Seit einem Jahr ist die Junge Kammeroper Köln in Rodenkirchen angesiedelt und stellte mit Die lustige Witwe von Franz Lehár, frisch inszeniert von Ela Baumann (Regie) und Inga Hilsberg (musikalische Leitung), eine Operette auf die Beine, die vor Originalität und einem ordentlichen Schuss Humor nur so sprüht. In nur sechs Wochen wurde dem Stück neues Leben eingehaucht. Das Besondere daran: Das Stück ist kein „normales“ Theatervergnügen, das Ensemble besteht nicht nur aus Schauspielern. Professionelle Sänger, zwei Tänzerinnen und zwei Schauspieler bilden das kunterbunte Ensemble. Sie spielen einander zu, ergänzen sich und verschmelzen miteinander – so selbstverständlich, als hätte es nie anders sein sollen.
Die Junge Kammeroper Köln war bis vor einem Jahr ein reines Tourneetheater. Ganz aufgegeben mehr...
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 Crossover an der Oper
Die Junge Kammeroper Köln feiert mit Die lustige Witwe Premiere. Rodenkirchen liegt genau zwischen Köln und Bonn macht sich einen Namen – und zwar als neue Hochburg der Kultur. Zu verdanken ist dies der Jungen Kammeroper Köln, die sich dort ihre erste feste Heimat ausgesucht hat. Vorher als Wanderoper in ganz Deutschland unterwegs, hat sie nun das Zigeunerleben zumindest teilweise aufgegeben und widmet sich, wie der Name schon sagt, stattdessen der Produktion von Opern und Operetten.
Wer bei dem Wort Oper nun unweigerlich an betagte Herrschaften in mehr...
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 Der Jude, der gar keiner war.
"Andorra" von Max Frisch im Studentendorf Efferen. Die nunmehr dritte Produktion der Theatergruppe Barfuss feierte am 1. August Premiere im Studentendorf Efferen. Das Ensemble selbst setzt sich aus den Bewohnern des Studentendorfs zusammen und führt in diesem Jahr zu Beginn der Semesterferien „Andorra“ von Max Frisch auf.
In dem Stück geht um den vermeintlichen Juden Andri, der von seinem leiblichen Vater, dem Lehrer Can, als gerettetes, jüdisches Kind ausgegeben wird. Von nun an lebt er bei ihm, dessen Frau und deren gemeinsamer Tochter Barb mehr...
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 "Bin ich auch wirklich ich?" – Eine Spurensuche
Maulwürfe feiern Premiere in der Orangerie im Volksgarten. Wir befinden uns im 21. Jahrhundert, einem Zeitalter, in das neuartige Geschäftsideen Einzug gehalten haben. Man muss beim Einkauf nur ein Chipkärtchen zücken und schon weiß der Gegenüber alles von einem. Angefangen bei der Schuhgröße über die individuellen Vorlieben bei Zeitschriften bis hin zu den regelmäßig benötigten Medikamenten. Doch was geschieht eigentlich, wenn sich jemand in dieses System einloggt und die persönlichen Daten manipuliert?
Mit dieser Annahme beschäftigt sich das Theate mehr...
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 Verstehst Du mich überhaupt?
Die „Fensterbank“ spielt Christian Baiers Gegenüber in der Ehrenfelder Kolbhalle. Die merkwürdigste Rolle im Theater ist vielleicht die des Zuschauers. Zahlenmäßig weit überlegen, tritt er trotzdem nie in Erscheinung. Und während die Bühnenfiguren mit Zeter und Mordio aufeinander losgehen und um ihr Schicksal ringen, lehnt er sich bequem im Sitz zurück und sinnt auf ein bisschen Rührung und Erleuchtung. „Ansprechendes“ erwartet er vor allem – aber wenn er selbst von der Bühne herab angesprochen wird, als Gegenüber, was dann?
Christian Baiers Eine-Frau-Stück Gegenüber mehr...
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 Wurstsemmelspektakel und homerische Sprachverwirrung
Die Bonner University Shakespeare Company kurz BUSC, inszeniert Werner Schwabs Troiluswahn und Cressidatheater. „Ich Spiele dieses Stück, bis das Stück mich spielt!“ Das ist Pathos und Energie. Recht so: Manch einem Schauspieler stünde diese Einstellung gut zu Gesicht. So sprach allerdings Agamemnon, Kriegsherr aller Griechen und Initiator des Trojanischen Krieges. Nachzulesen in Homers Ilias. Wohlgemerkt: Nicht das Zitat, mehr der Krieg an sich.
Streng genommen war es nicht Agamemnon selbst, sondern einer der Schauspieler der BUSC. Ja ist klar, aber nicht wirklich. Wir schreiben das Jahr… och, mehr...
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 Theater im Zugabteil
Das Theater déjà vu und „Die Männer – Alles nur Sex?“ am Bahnhof Beuel. Was passiert, wenn zwei Frauen unterschiedlichsten Naturells auf engstem Raum miteinander leben müssen? Wenn die eine Männer wechselt, wie andere ihre Kleidung, während die andere von Männern nichts mehr wissen will? Und beide Frauen sich obendrein auch noch dasselbe Bett teilen müssen?
Eine prekäre Ausgangslage, die viel Unterhaltung verspricht.
Shelly, der männerkonsumierende Vamp, lebt in einem alten Waggon, hat keine Arbeit und muss dringend das Geld für die Miete beschaffen. Sie stürzt mehr...
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 Ach, wie schön kann Sterben sein
Das Junge Theater Bonn präsentiert erstmals Shakespeares Meisterstück „Romeo und Julia“, mit Darstellern im Alter der Originalfiguren. „O Romeo! Warum denn Romeo?“ fragt sich Julia verzweifelt, die an das Fenster gelehnt ihr Unglück beweint. Jeder kennt diese Szene aus William Shakespeares weltberühmter Liebesgeschichte und dennoch wird sie immer und immer wieder neu inszeniert. Warum, fragt sich das Kreativteam des Jungen Theaters.
Sie haben sich die Antwort selbst gegeben: Der Saal ist ausverkauft, das Publikum ist begeistert. Minutenlange Beifallsstürme begleiten die jungen Schauspieler und treiben sie wieder und wieder auf mehr...
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 Hamlet, Hitler und Dirk Bach
Die Komödie „Sein oder Nichtsein“ feierte am 15.5. Premiere im Millowitsch-Theater Köln Warschau 1939. Eine kleine Theatergruppe probt eine Komödie über Hitler, aber dann wird die Aufführung des Stückes „Gestapo“ von der polnischen Regierung kurzerhand abgesagt. Es droht der Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Polen, da gilt es, Vorsicht walten zu lassen. Schauspieler Bronski ist enttäuscht, wäre doch der „Hitler“ die Rolle seines Lebens gewesen. Sein Kollege Josef Tura hingegen ist hoch erfreut, kommt jetzt nun stattdessen Shakespeares Hamlet auf der Spielplan und damit sein groß mehr...
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 Forschungen eines Hundes
Eine körperlich-musikalische Interpretation der Erzählung Franz Kafkas durch das Theater Tanto
Ein Hund denkt nach. Und was dabei herauskommt, ist höchst verwirrend. – Kafka eben. Da philosophiert ein alternder Vierbeiner über sein Leben, über die (Hunde-)Gesellschaft und über sein Herzblutprojekt: der Erforschung, „woher die Erde ihre Nahrung nimmt“. Im Kampf mit der Erkenntnis winden sich seine Gedanken, verknäulen und verkanten sich, setzen woanders neu an. Ein anrührend absurdes Sammelsurium aus Beobachtungen, Kommentaren und Geständnissen ergibt sich und wirft Fragen über Fragen auf. mehr...
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 Helden, wo seid ihr?
Mit „sentimental milk unshaken“ stellt die artblau Tanzwerkstatt eigenwillige Nachforschungen an. Die Spurensuche beginnt im Dunkeln mit einem Dickicht aus Stimmen. Drachentöter? Feuerwehr? So viel ist klar: Der moderne Held hat ein eklatantes Profilproblem.
Da beginnen sich zögerlich drei Tänzer zu bewegen und eröffnen die Heroen-Modellwelt, Spielfeld 1: Politik. Mit europäischen Flaggen auf dem Rücken umkreisen sie, verwickeln sie, vertreiben sie sich gegenseitig. Kreidegrenzen werden gezogen und überschritten. Und alle drei tanken den gleichen Kraftstoff: Milch. Aus dem Tetrapack in den mehr...
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 Wenn der Milchmann zweimal klingelt...
„Mörder-Variationen“ in der Schlosserei Köln „Menschen gehen auf der Wiese. Und dann liegen sie unter ihr.“ Als ein steinernes, und doch leicht verspieltes Memento wirft dieser erste Satz aus Christoph Nussbaumeders „Mörder-Variationen“ seine Schatten über die verschneite Bühne. Zwei Auftragskiller (Simon Eckert und Aljoscha Stadelmann) warten dort über eine Stunde lang am Wegrand auf ihr blindes, wehr- und namenloses Opfer. Derweil plaudern sie über Job und Familie, über die zurückliegende Ausbildung in „Schöppingen“ und philosophieren ge mehr...
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 Ein Fell, sie zu knechten und ewig zu binden
Neu-Inszenierung von Grillparzers Das goldene Vlies im Schauspiel Köln. „Es ist nicht traurig das die Kinder nicht mehr sind, sondern das sie waren und wir noch immer sind!“ Ein langer Weg ist es bis dorthin. Dem endgültigen Höhepunkt und finalem Akt Medeas Grausamkeit, wie sie sich an ihrem eigenen Fleische vergeht. Getrieben von Neid, Missgunst, Verlangen und allen ach so menschlichen Trieben und Begierden. Sigmund Freud, der geistige Vater aller Seelenklempner hätte sein "Vergnügen" daran gehabt.
Hybris, die maßlose Verblendung und jenes triebhafte Streben nac mehr...
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 Sein oder Nichtsein?
Acht Roboter stellten in der Premiere von „Black Box“ Shakespeares Klassiker auf den Kopf. „Aber ich kann nicht. Ich weiß nicht, was dieser Monolog bedeutet.“ Der kleine Roboter Stabilomat fühlt sich plötzlich mitten im Stück überfordert, stößt an die Grenzen des melancholischen Hamlets und weigert sich strikt, Polonius umzubringen. Da helfen auch die besänftigenden Worte der Schulspielleiterin nichts. Auch die Drohung, dass sie die Vorkommnisse dem Zentralrechenamt melden und Stabilomat damit zum dritten Mal durch die Abschlussprüfung fallen würde, hilft nichts. Und so nimmt die Rebe mehr...
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 Theater ohne Grenzen
Die junge professionelle Theaterszene präsentiert sich vom 10. bis zum 17. Mai beim österreichisch-deutschen Festival an der Studiobühne Köln. Wer wissen will, wie zeitgenössisches Theatermachen aussieht, der ist hier richtig: 12 freie Gruppen werden über eine Woche hinweg, vom 10.-17. Mai, die unterschiedlichsten Inszenierungen vorstellen. Neben Sprechtheaterstücken stehen Tanztheater, Performance und Video-Kunst auf dem Programm. Dem Themenspektrum nach sind die Gaststücke nicht nur vielfältig, sondern könnten schon durch ihre Titelwahl Originalitätsprämien gewinnen: Die Tanz-Produktion „sentimental milk unshaken“ zum Beispiel widm mehr...
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 Die Kunst des zivilisierten Umgangs
Premiere von Yasmina Rezas „Der Gott des Gemetzels“ in der Schauspielhalle Beuel. Ein riesiger, grell ausgeleuchteter Tisch nimmt den Großteil der Bühne ein. Zwei Ehepaare sitzen sich gegenüber, in ein – scheinbar entspanntes – Gespräch vertieft. Doch der Grund der Zusammenkunft ist ein durchaus ernster: Die elfjährigen Söhne Bruno und Ferdinand haben sich geprügelt, und bei Bruno sind zwei Schneidezähne draufgegangen. Das muss geklärt, eine Stellungnahme muss verfaßt werden. Schreibt man da nun „bewaffnet“ oder „ausgestattet“ mit einem Stock? Das sei schon ein Unterschied, f mehr...
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 „Ach du Scheiße bin ich hässlich! Warum sagt mir das keiner?“
"Der Hässliche" im Theater im Bauturm Köln. Hässlich! So Hässlich und keiner hat es ihm (zeitlebens) gesagt. Nicht die Mutter, für die ist der eigene Sohn ohnehin wunderschön, selbst wenn er Quasimodo das Fürchten lehren könnte und auch nicht die Gattin, die schaut beim Sex immer woanders hin. Nun ist es aber raus und Lette (der Hässliche) ist in Trouble!
Eigentlich ist Lette ein erfolgreicher Ingenieur und hat einen neuartig-revolutionären Hochspannungsstecker für die Industrie entwickelt und wollte diesen demnächst verkaufsfördern mehr...
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 Talkshow mit Goethe
Neuinszenierung von Goethes Frühwerk "Clavigo" in den Kammerspielen Bonn Ein junger Mann sitzt auf dem Rand der oberen Theaterbühne, überblickt die Szenerie und summt ein Lied. Ganz leise. Sein Blick schweift zu einem Mädchen, das auf einer zweiten Bühne unter ihm auf wackligen Beinen steht. Den Blick in die Ferne gerichtet, singt auch sie dieses Lied. Die Melodie zieht sich wie ein roter Faden durch das Stück und symbolisiert die enge Verbindung der beiden Protagonisten, die doch nicht zusammen kommen können: Der Schriftsteller Clavigo hat sich für seine Passion die mehr...
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 Die Jadgsaison ist eröffnet
Das „Dershowitz-Protokoll“ von Robert Fothergill in der Werkstattbühne Bonn.
„Scheiß verfickte Nukularwaffe..!“ flucht Jack McCall, New Yorker FBI-Agent, zuständig für die etwas intensiveren Verhöre, also known as Folter. Eine kleine Reminiszenz an George Bush, der ja selbst auch einmal vergebens mit dem Wörtchen „nuclear“ rang.
Der cholerische McCall trägt einen schreiend grünen Anzug, der sein beinahe permanent zornesrotes Gesicht und die leicht karottigen Haare noch mehr betont – ganz keltischstämmiger New Yorker Cop, ein Mann aus dem Volk, der irgendwann in einer mehr...
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 Das Leben der Anderen
Unter dem Titel "Kölner Affäre" präsentiert das Schauspiel Köln eine Uraufführung der besonderen Art "Entschuldigung, darf ich Sie mal etwas fragen?" So oder so ähnlich muss es sich angehört haben, als sich die vier Schauspieler des Stücks auf die Suche nach ihren Rollen begeben haben. Zugegeben, im ersten Moment klingt das eher sonderbar: Ein Schauspieler auf der Suche nach seiner Rolle. Schließlich kennt man aus nahezu sämtlichen klassischen Theaterstücken eine bestimmte vorgegebene Figurenkonstellation, die im Verlauf der Handlung erkennbar wird. Jedoch nicht bei diesem Projekt. Der lettisch mehr...
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 "Ich habe DICH mit dem Teufel gesehen!"
Premiere von Arthur Millers Drama „Hexenjagd“ in der Schauspielhalle Beuel . Bist du ein gläubiger Christ? Warum warst du dann solange nicht mehr in der Kirche?
Trägst du vielleicht den Teufel in dir oder hast du gar einen Pakt mit ihm geschlossen?
Du kannst die zehn Gebote nicht aufsagen! Das ist Beweis genug, du bist eine Hexe! Festnehmen. Hängen!
Ähnlich verdutzt fühlen sich John Proctor und seine Nachbarn, Francis Nurse und Giles Corey als in ihrer kleinen Stadt Salem der Hexenwahn ausbricht. Aus anfänglich beschwichtigenden Worten, wird blankes Entsetzen, als mehr...
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 Kurz vor elf in unklarer Sachlage
Das fringe ensemble eröffnet die Saison im Theater im Ballsaal mit "Hotel Kairo" Es wirkt fast paradox, als er dann tatsächlich einmal etwas sagt. Viel ist es allerdings nicht: "Ja. Ja. Okay. Ich höre dich. Ja." Der augenscheinlich kleine Mann mit der schwarzen Sonnenbrille, dem dezent braunen Anzug mitsamt der edlen Krawatte und der Sturmfrisur thront auf einer hohen Wand, die den Blick auf jeglichen anderen Winkel des Raumes komplett abschirmt. Hinter der Wand jedoch hört man Stimmen. Zwei Frauenstimmen. Eine jüngere und eine reifere Stimme. Und die beiden diskutieren, was mehr...
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 Die Ehe als Hölle auf Erden
Das Euro-Theater Central in Bonn präsentiert mit August Strindbergs „Totentanz“ ein nihilistisches Kammerspiel, in dem der Hass regiert. v.l.n.r.: Thomas Franke, Julianna Viczián, Heike Bänsch.In einem Turm am stürmischen, eisigen Meer leben Alice und Edgar in todbringender Monotonie. Ihr Tagesablauf besteht aus ständigen W mehr...
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 Kinder, die Krieg spielen
Mit "König Lear" beendete das “Theater an der Ruhr” das NRW-Theaterfestival in Bonn.
Es ist kein einfaches Stück: Wahnsinn, Melancholie, Hass, Liebe und Krieg bestimmen William Shakespeares “King Lear”. Eine gelungene Inszenierung erfordert genau das: Sie muss Mut zur Hässlichkeit haben, wahnsinnig und verrückt sein, aber gleichzeitig wahr und tiefsinnig. Der Zuschauer muss weinen, weinen vor Trauer und vor Schmerz und am Ende vor Mitgefühl und Mitleid. Roberto Ciulli hat sich mit seiner Interpretation des „König Lear“ etwas getraut, setzte mit seinem Ensemble des „Theater an de mehr...
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 Lottes Welt
„Groß und Klein“ von Botho Strauß in den Kammerspielen Bonn. „Im Prinzip kommt hier jedes Zimmer gut allein zurecht“, sagt der Mann mit der Gitarre und der Nick Cave-Tolle und zuckt mit den Schultern. Man hat sich arrangiert, sein Betäubungsmittel gefunden, sein Zimmer zur Gummizelle umfunktioniert oder sich anderweitig verbarrikadiert.
Damian Hitz’ Bühnenbild zeigt auf einem drehbaren Kubus 4 verschiedene Gebäude-Innenansichten – mal einen neonbeleuchteten, weiß gekachelten Speisesaal, mal ein Wohnhaus mit Zimmerquerschnitten, ein in übelstem 70er-Jahre mehr...
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 Soft Porno auf Opern Niveau
Die Bonner Oper präsentiert mit „Siegfried“ und „Götterdämmerung“ den zweiten Teil Wagners Meisterwerks „Der Ring des Nibelungen“. Da scheiden sich die Geister. Im wahrsten Sinne des Wortes: Während auf der Bühne ungeniert die Rheintöchter und Götter nackt umhertollen, sieht sich das Publikum einem Wechselbad der Gefühle ausgesetzt. Pures Entsetzen gegen unverholene Begeisterung. Eine Inszenierung zwischen Wahnsinn und Genie.
Es war die letzte Premiere dieser Form für Johann Kresnik und sein choreographisches Tanztheater an der Oper Bonn. Nach 5 Jahren ist hier für ihn Schluss. Schluss ist jedoch noch nicht für eine Darb mehr...
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 „Jetzt sag Du doch auch mal was!“
"Lieblingsmenschen" von Laura de Weck feiert Premiere im Euro Theater Central „Hey...hi. Hallo!” Die blonde Frau wirkt etwas verschüchtert, bahnt sich den Weg durch die Umzugskartons, die über die Bühne verteilt sind. „Hi...hallo.“ So recht will die Kommunikation nicht klappen zwischen den ehemaligen Schulfreundinnen Jule und Anna. Anna, die seit 6 Jahren mit ihrem Philipp zusammen ist und mit Jule und Lili so gar nicht mitreden kann, wenn es um Party und Männergeschichten geht. Nicht, dass die anderen zwei Frauen den Bogen raus hätten. Und Darius und Sven, die sich erst mehr...
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 Ach leck mich!
Das Junge Theater Bonn präsentiert als Deutschsprachige Erstaufführung: "Beautiful Thing" von Jonathan Harvey. Schon in der ersten Szene ist man mittendrin in Thamesmead, einer Sozialbausiedlung im Südosten Londons, mittendrin im Leben des 16-jährigen Jamie (Timo Rüggeberg). Da werden Türen geknallt und lauthals geflucht, man brüllt sich öfter an, als dass man miteinander redet.
Mit seiner Mutter Sandra (Andrea Brunetti) lebt Jamie am Existenzminimum in einer kleinen Wohnung und wird tagtäglich mit dem Leid und den Problemen seiner Nachbarn konfrontiert: zwischen Arbeitslosigkeit, häuslicher Gewalt mehr...
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 Gruppenbild mit Wolf
"Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" von Edward Albee feiert Premiere in den Kammerspielen Bad Godesberg "Versager!"
"Ungeheuer!"
George und Martha haben nun wirklich Routine im Ehekrieg. Sie sucht Zuflucht im Alkohol, er im Zynismus. Bereits angetrunken kehren Sie von einer Party zurück, und kaum hat Martha ihrem Mann verkündet, sie habe noch Gäste eingeladen, fliegen schon wieder die Fetzen.
Wohl situiert sieht es aus auf der Terrasse hinter George und Marthas Haus - wären da nicht zwei Blumenkübel mit längst schon vertrockneten Pflanzen und zwei Liegen ohne Bezug. Dank Peter Sciors Bühnenbild mehr...
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 Mehr Schein als Sein
Bei der ausverkauften Premiere am 25. Januar präsentierte sich „Der Menschenfeind (oder der unglückliche Verliebte)“ im Kölner Schauspielhaus. „Ich gehe!“ schreit der Protagonist Alceste entschlossen, entfernt sich von der cocktailschlürfenden Schickeria und hält sich eine Knarre an die Schläfe. Suizidgefährdet, unrasiert, mit einer saftigen Portion Jack Nicholson`schen Wahnsinns: Alceste, der Menschenfeind. Trotzig stänkert er gegen die Natur des Menschen, weigert sich, das Spiel der Konvention und des gesellschaftlichen Bauchpinselns mitzuspielen.
So schlurft er bald nur noch in Unterhosen und Unterhemd bekleidet über die Bühne, mehr...
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 Ein zeitloses Scheitern am Leben
"To be or not to be – Hamlet meets Nirvana" an der Kölner Studiobühne. Blondiert, in Jeans und Karohemd rockt Hamlet auf der Gitarre: „Seeein oder nicht seeein?“ Halt - haben wir es hier nicht mit Kurt Cobain zu tun? Schwer zu sagen, denn die Texte des Stücks wechseln vom Ton der modernen Gesellschaft in die Poesie Shakespeares. Das Familiendrama um den dänischen Prinzen wird verwoben mit dem Leben des Nirvana-Rock-Rebellen Cobain. Verzweiflung, Selbstzerstörung, Kampf um Liebe sind die zentralen Größen, die uns die Figuren als zeitlose Themen präsentieren.
Die mehr...
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 Traum oder Wirklichkeit?
"Die tote Stadt" von Erich Wolfgang Korngold feierte am Samstag den 19. Januar 2008 im Opernhaus Bonn Premiere. Der Vorhang lüftet sich und der Blick auf die Bühne wird freigegeben: Geometrische Formen in kalten Farben, beherrscht durch ein überlebensgroßes Porträt. Sofort wird erläutert wo man sich befindet: im wichtigsten Raum des Stückes, der "Kirche des Gewesenen“.
Hierbei handelt es sich um ein Zimmer im Haus des Protagonisten Pauls (Janez Lotric) in Brügge. Weil dieser den Tod seiner Ehefrau Marie vor 5 Jahren nicht überwinden konnte, hat er zu ihrem Gedenken diesen Raum als Schrein angelegt. Die m mehr...
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 Der Dieb der Stimmen
Flughunde – ein musikalisches Literaturprojekt im Freien Werkstatttheater Köln. Wie nimmt man die eigene Stimme wahr? Verändert sie sich im Laufe des Lebens und wie klingt die eines Sterbenden?
Herrmann Karnau ist fasziniert von der menschlichen Stimme und führt Studien durch, um dem Geheimnis dieser auf den Grund zu gehen. Von Beruf Akustiker, gehört es zu seinen Aufgaben den Berliner Sportpalast mit Mikrofonen auszustatten, natürlich so, dass die Redner besonders eindringlich wahrgenommen werden. Joseph Goebbels ist von dessen Arbeit angetan und vertraut ihm seine Kinde mehr...
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 Zwei Frauen auf der Suche nach der Wahrheit
Die Theatergruppe Déjà Vu lüftete in der Bonner Brotfabrik "Das Geheimnis des George Washington". George Washington war der erste Präsident der Vereinigten Staaten. In diesem Theaterstück dreht es sich aber nicht um Politik oder das Weltgeschehen vom 18. Jahrhundert, sondern um die Liebe. Seine Liebe einerseits zu seiner Ehefrau, andererseits zu seiner Geliebten.
Nach Washingtons Tod lädt die Witwe Martha die Geliebte Silvia zu sich nach Hause ein. Man mag sich fragen, weshalb sie sich dies im Schmerz der Trauer antut. Gleich zu Beginn gibt sie die Antwort darauf. Die Geliebte scheint de mehr...
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 Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden...
Premiere für das Rock-Musical „Der Ring“ in Bonn. Um die Frage gleich vorweg zu nehmen: Nein, es handelt sich hier nicht um die Besprechung einer Bühnenumsetzung des Horrorfilms „The Ring“, auch wenn verschiedene Bonner das geglaubt haben. Frank Nimsgerns neuestes Projekt ist aber, wenn auch aus anderen Gründen, mindestens genauso ungewöhnlich wie diese Idee. Denn Wagners berühmte Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ in ein Musical zu transformieren, noch dazu in eines mit Symphonic-Rock als Untermalung, ist ein gewagtes Unterfangen. Nimsgern u mehr...
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 Nachtigall ick hör dir trapsen!
Die Shakespeare Company Bonn gibt "Romeo and Juliet". Shakespeare auf die Bühnen zu bringen ist eine große Herausforderung. Eine noch größere Herausforderung ist es wohl, „Romeo and Juliet“ zu inszenieren. Denn schließlich handelt es sich bei dieser Tragödie um die größte Liebesgeschichte der englischen Literatur. Ergo weiß eigentlich jeder, worum es in dem Stück geht: die unerbittliche Feindschaft zweier Familien (Montague und Capulet), die (unglückliche) Liebe zwischen Romeo und Julia, so wie einen waghalsigen Plan, der die Liebenden vereinen sol mehr...
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 McPraktikum
Uraufführung „Generation P“ in der Werkstattbühne des Schauspiels Bonn. Während für die Besatzung von Douglas Couplands „Generation X“ Praktika noch mehr oder minder schlecht bezahlte Selbstfindungstrips waren, findet sich die Generation P nun auf dem Praktikums-Abstellgleis wieder, das weder zur Selbstfindung und noch viel weniger zu einer festen Anstellung führt.
Entsprechend untermalt die Schilderungen der 6 Praktikanten eine musikalische Endlos-schleife. An die hintere Bühnenwand werden über einen Projektor die Namen der Inter-viewten gebeamt (fast befürchte mehr...
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 Ende mit Eisenstange
Premiere für "Edward Love War" im artheater Köln. Es handelt sich wahrlich um keinen einfachen Stoff, den sich das Ensemble, bestehend aus artheater und movingtheatre.de, für seine neue gemeinsame Produktion ausgesucht hat.
Als Grundlage dient Christopher Marlowes Geschichte um den englischen König Edward II. Dieser pflegt innige und homoerotische Verhältnisse zu seinen Günstlingen, besonders aber zu Gaveston. In einem Komplott werden schließlich beide ermordet: Der eine durch Enthauptung, der andere durch das Aufspießen mit einer glühenden Ei mehr...
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 Was damals im Stall wirklich passierte
Lars Reichow zu Gast im Ateliertheater mit einer neu interpretierten Weihnachtsgeschichte Nach zwei jähriger Pause stand Lars Reichow am 4. Dezember mit seinem neuen Programm „Unter Plätzchen“ wieder auf der Bühne des Ateliertheaters. Der Mainzer präsentierte an diesem Abend eine bunte Mischung rund um die Weihnachtszeit. Sowohl durch Lieder begleitet von seinem Klavierspiel, als auch durch gesellsc mehr...
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 Jetzt nicht, Liebling!
Ingmar Bergmans „Szenen einer Ehe“ im Euro Theater Central.
„Ich wollte eigentlich schon vor vier Jahren gehen,“ eröffnet Johann seiner Frau. Ein Schlag ins Kontor, möchte man meinen, doch Marianne erholt sich erstaunlich gut – bietet sogar an, ihm packen zu helfen, gibt ihm Ratschläge zur Anzugwahl. Es sei „nicht nett“ von ihm, aber wie es denn mit der Geliebten im Bett laufe, und ob sie ihm seine Post nachsenden solle. Erst als der Gatte aus der Tür ist und sie erfährt, dass selbst ihre beste Freundin von der Affäre wusste, beginnt sie zu toben.
Wer mehr...
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 Hauptsache, die Frisur sitzt
Frau Kohl trifft Frau Honecker – Das Stück „Margot und Hannelore“ feierte am 28.11. Premiere im „Theater im Ballsaal“. Margot Honecker trägt Kostüm und (herrlich:) eine Betonperücke im passenden Ton. Und Turnschuhe vom Klassenfeind. Rattert ein Dementi nach dem anderen herunter, will sich für nichts entschuldigen, steht sozusagen ganz hinter sich. Oder doch neben sich? Eine zweite Margot posiert auf einer Art Theke in der Mitte der Bühne, und aus einem Standkühlschrank steigt – zu den Klängen von „Die Partei hat immer Recht“ - ein dritter, unterkühlter Betonkopf. Alle drei sind identisch gekleidet – nein, kostü mehr...
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 Amouren mit Maschinengewehr
Jacques Offenbachs "Die Großherzogin von Gerolstein" -Opéra-bouffe en trois actes et quatre tableaux : eine gelungene Premiere am 23.11. 2007 in den Godesberger Kammerspielen Der Vorhang ist noch nicht aufgegangen, da wird der Zuschauer schon von einem gleichgültig dreinblickenden Augenpaar angeschaut. Vor dem roten Vorhang sitzt ein Soldat, Bein und Gewehr lässig von sich gestreckt, scheinbar müde von seiner wachenden Position. Nur desinteressiert erwidert er den neugierigen Blick des Zuschauers.
Soldat Fritz (Hendrik Richter) ist von dem Krieg wahrlich nicht begeistert, in dem er sich als einfacher Gefreiter befindet. Und dies verwundert auch nicht, wenn man die mehr...
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 Klamauk im Zwielicht
Premiere von Shakespeares "Maß für Maß" im Schauspielhaus Köln am 22. November. Das Wien des anbrechenden 17. Jahrhunderts, wo Prostitution und Korruption an der Tagesordnung sind, bildet die Szenerie für William Shakespeares Tragikomödie „Maß für Maß“, die seit Freitag im Kölner Schauspielhaus gespielt wird. Regie führte Karin Beier, die in dieser Spielzeit als neue Intendantin ans Schauspielhaus ihrer Heimatstadt Köln zurückgekehrt ist.
Vincentio, Herzog von Wien, gibt vor, außer Landes zu reisen, mischt sich aber stattdessen als Mönch unters Volk, um zu untersuchen, o mehr...
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 Eine Laola–Welle für Angie
„Zur Sache, Puppe!“ – Comedy meets Puppetry. Eine Premiere im Ateliertheater: Zum ersten Mal standen Puppenkünstler Martin Reinl und Comedy–Lady Ramona Schuhkraft gemeinsam auf der Bühne. Beide, bereits erfahren durch zahlreiche Funk- und Fernsehauftritte, bündelten an diesem Abend ihr Können und kreierten eine kurzweilige Bühnenshow. In der beinahe zweistündigen Veranstaltung bot sich vor allem für Kabarettfans eine bunte Mischung aus Gesangseinlagen, Slapstick und Puppenspiel. Auch inhaltlich waren sämtliche Themen von Politik über Gesel mehr...
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 Zitteraal und Kugelfisch
"Die Kleine Meerjungfrau - Eine Musikalische Märchenreise nach Hans Christian Andersen" feierte in den Kammerspielen Bad Godesberg Premiere. Am Samstag den 3.11.2007 tauchte das Publikum das erste Mal in die Tiefen des Meeres hinab, in die Welt der kleinen Meerjungfrau. Eine Einführung in die Geschichte boten der Meeresminister, ein Kugelfisch (Stefan Preiss), und ein Zitteraal (Sebastian von Koch), und so war es nicht verwunderlich, dass am Bullauge des Zuschauerunterseeboots bereits Fische vorbeischwammen.
Schon war man Mittendrin in der Welt der kleinen Meerjungfrau (Sinead Kennedy) und all den anderen Unterwasserwesen!
Chris mehr...
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 Showdown auf dem Schulhof
"Ich knall’ Euch alle ab" feierte in der Brotfabrik Bonn Premiere. „Eine Blume für meinen Freund,“ sagt eine junge Frau am hinteren Bühneneingang, zu dem das Publikum vor dem Stück gebeten wird, und hält einem eine Gerbera entgegen. Man betritt den Theatersaal der Brotfabrik nicht wie üblich durch die Feuertür, sondern muss erst einmal über die Bühne - einem angedeuteten Schulhof mit einem Basketballkorb - um zu seinem Sitzplatz zu gelangen. Und ist direkt mittendrin. Der „Freund“, stellt sich heraus, ist tot, und die Blumen legt man auf eine Art Gedenkstätte, mehr...
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 Thor und Teufel
Das Ensemble Theaterwandel präsentiert Goethes "Faust I – verbinde dich!" Faust ist zeitlos. Dass der Stoff heute wie damals funktioniert, ist kein Geheimnis: Ein von Selbstzweifeln gebeutelter Gelehrter schließt einen Pakt mit dem Teufel. Die Liebe bleibt auf der Strecke. Doch wie inszeniert man ein Stück wie den Faust „zeitlos“? Raphael T. Musiol ist das Kunststück gelungen. Das Ensemble Theaterwandel aus Bonn zeigt Goethes Faust I in einer berauschenden Intensität, die auf unnötigen Ballast pseudo-modernen Schnickschnacks genauso verzichtet wie auf klassischen Bühn mehr...
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 Immer Ärger mit den Bräuten
"Die große Freiheit" feiert im Theater im Ballsaal Premiere. "Da sssteckt doch sicher 'n Weibssstück hintä", näselt es von hinten rechts in feinstem Hamburgisch. Und in der Tat - der nicht mehr ganz so junge Seebär Hannes hat beschlossen "abzumustern", das Seefahrerleben aufzugeben und sesshaft zu werden. Und alles wegen Gisa, die er aus einer Kleinstadt herausholte, wo sie als "Seemannshure" verschrien war. Kurzerhand vom rauen Seebär zum Ritter-Retter mutiert verdient sich Hannes nun als Sänger auf der Reeperbahn seine Brötchen. Und leidet. Soweit die H mehr...
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 „Heiße Herzen“ mit Lioba Albus
Über Liebe, Lust und Lustverlust spricht die Kabarettistin Lioba Albus in ihrem neuen Programm. Die Premiere fand am 02.09.2007 im Kölner Atelier Theater statt. Die in Attendorn im Sauerland geborene Künstlerin wollte eigentlich Lehrerin werden, besuchte aber die Schauspielschule und landete nach dem Abschluß auf deutschen Kabarettbühnen. Hier ist sie eine feste Größe, auch bekannt geworden durch viele Auftritte und Moderationen in den verschiedensten Fernsehsendungen (Mitternachtsspitzen, Missfits, Aktuelle Stunde, Satirefestival, Ottis Schlachthof und viele mehr). Als Moderatorin spricht sie mit jedem über alles und ist als solche eine Moderatorin für mehr...
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 Freude schöner Körperformen
Die Oper FREAX feierte am Sonntag in Bonn ihre Premiere, und bis zuletzt wusste eigentlich niemand so recht, was einen erwarten durfte. Geschrieben hat das Werk der Komponist Moritz Eggert, für die Inszenierung vorgesehen niemand geringeres als der Skandal-Primus Christoph Schlingensief. Doch irgendwie kam alles ganz anders: weil sich Komponist und Regisseur vergebens um eine künstlerische Basis bemühten, kam man überein, die Oper als ein bislang nie da gewesenes Zwitterwesen zu präsentieren. Zunächst eine konzertante Fassung des Werkes nach Vorstellung von Moritz Eggert, in der Pause dann die medialen Ergüsse des Christoph Schl mehr...
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 Ist das noch Theater? Jedenfalls nicht nur!
Premiere von "Der Perfekte Mensch" in der Orangerie Köln. Das Analogtheater, bekannt für seine anarchisch-freizügigeren Interpretationen, inszeniert Büchners abgenudelten Woyzeck als Hommage an den dänischen Filmemacher Leth, d.h. in Verbindung mit Videokollagen, und das in der Orangerie - einem einsturzgefährdeten, undichten, ehemaligen Gewächshaus. Na toll. Hoffentlich regnet’s nicht durch, hoffentlich wird’s nicht zu nervig, hoffentlich dauert’s nicht zu lang.
Also kommt eine grundsolide Skepsis ob dieses bevorstehenden, künstlerischen Experiment mehr...
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 Das Spiel der Liebe, die Liebe zum Spiel
Shakespeare Company: "Les Liaisons Dangereuses" feierte Premiere. Mit der Liebe ist das so eine Sache. Mal wird sie als größte Macht der Welt angesehen und besungen und im nächsten Moment schon wieder als fragil und vergänglich dargestellt. Die Liebe bietet eine dramatische Spannbreite, wie es kein anderes literarisches Motiv tut. Kein Wunder also, das sie sich über die Jahrhunderte hinweg als roter Faden durch sämtliche Erscheinungsformen künstlerischer Ergüsse zieht. Doch sooft das Thema auch bemüht wurde, so war es doch meistens die Liebe in ihren mannigfal mehr...
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